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Alt 16.08.2011, 07:09   #1
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Light-/Darkside Points und deren Problematik.

In Star Wars: The old Republic können die Spieler bekanntlich Gesinnungs-Punkte erwerben. Je nachdem für welche Handlungen man sich entscheidet erlangt man Gute- oder Böse Gesinnungs-Punkte. An sich ist das ein gutes System und es hat bereits beispielsweise in Mass Effect sehr gut funktioniert, nur leider gibt es eine Problematik über die sich Bioware evtl. nicht wirklich im klaren ist. Es handelt sich hier um ein Star Wars MMO mit einer festgelegten Klassenstruktur, sicher mit Star Wars verbindet man die Helle und Dunkle Seite, aber es gibt einen wichtigen Faktor der scheinbar nicht beachtet wird. In Kotor 1-2 war dieser Faktor irrelevant, denn dort spielte man Revan. Einen Jedi der dem Rat nicht gehorcht hat beziehungsweise diesem nicht loyal war. Dieser besagte Revan verfiel anschließend bekanntlich der Dunklen Seite der Macht. Zumindest ist dies der erwartete Weg seitens Bioware. Bei Mass Effect und Kotor handelte es sich um Einzelspieler-Spiele, dort war das Spiel Interaktiv und solche Handlungen hatten wirklich Auswirkungen. Die
Problematik bei einem Star Wars MMO ist aber die Sterilität.

Erklärung:
Gehen wir davon aus das man einen Jedi spielt dann hat man sich auf diese Klasse festgelegt und man untersteht dem Jedi-Kodex. Denn das Spiel basiert nunmal auf der Geschichte von Star Wars. Das bedeutet ein Jedi muss den Befehlen des Rates folge leisten und darf seinen eigenen Interessen keine Beachtungen schenken. An sich schließt diese Tatsache das erlangen von Hellen- bzw. Dunklen Punkten nicht aus. Eine Tatsache jedoch tut dies. Gehen wir nämlich davon aus das der Rat dem Jedi z.B. den Auftrag erteilt einen Aufstand niederzuschlagen, dann muss der Jedi dies tun. Normalerweise müsste er für die Erfüllung dieses Auftrags Dunkle Gesinnungs-Punkte bekommen, denn man tötet möglicherweise Unschuldige Menschen oder schlichte Demonstranten, letzendlich muss man sich aber an den Kodex halten und dem Rat gehorchen. Entscheidet man sich also den Aufstand nicht niederzuschlagen müsste man Dunkle Gesinnungs-Punkte bekommen. Das klingt irgendwie absurd... vorallem wenn man bedenkt das die Nichterfüllung des Aufrags normalerweise zur Folge hat das man aus dem Jedi-Orden ausgeschlossen wird. Dies ist aber nicht möglich, denn man spielt nunmal die Jedi-Klasse und deshalb wird man immer Jedi bleiben, egal was man tut. Denn es handelt sich nunmal um ein MMO.

______________________________________________

Im Endeffekt handelt man also als "Heller Jedi" Böse, während man als "Heller Sith" gut handelt. Denn dort würde man mit Sicherheit für die Verweigerung des Auftrags "Helle Gesinnungs-Punkte" bekommen.

Wie genau hat sich Bioware das ganze vorgestellt? Letzenendes muss ein Jedi dem Rat gehorchen, ansonsten wird er ausgeschlossen und wird dann zu einem Grauen Jedi oder Sith, dies ist aber in SW:TOR nicht möglich. Demensptrechend hat man also eigentlich garkeine Wahl, solange man zur Republik gehören möchte. Gleiches gilt für das Sith Imperium, das Imperium wird mit Sicherheit keine Veräter in seinen Reihen erlauben. Wie wird also einem Spieler der dem Jedi Rat-/ bzw. Sith Imperium unloyal ist, ermöglicht weiterhin seiner Fraktion anzugehören? Bioware hat immerhin bestätigt das Fraktionswechsel definitiv nicht möglich sein werden und auch ein Klassenwechsel ist zu Release nicht geplant, lediglich ein Respecc der eigenen Klassentalente ist möglich. Wo ist also die Interaktivität?

Das Gesinnungssystem mag Interaktiv sein, das Klassen- und Fraktionssystem des Spiels ist es aber nicht! Das ist leider die Problematik über die sich Bioware anscheinend nicht im Klaren ist, oder sie wird schlichtweg nicht beachtet. Jegliche Art von Handlung in diesem Spiel hat also keine höhere Bedeutung, selbst ein Böser Jedi wird nie Sith werden.

______________________________________________

Sicher, ein Spieler der sich überhaupt nicht für die Geschichte von Star Wars interessiert, dem ist diese Tatsache sicher egal. Aber als ein "Star Wars" Freak ist das ganze doch relativ schwer zu verstehen. Es bleibt abzuwarten wie das System nun ins Endspiel gelangt... wenn man sich das neue Gameplay-Video (The Esseles) anschaut dann lässt das System nämlich einige Fragen offen... denn ein Jedi hätte nie so gehandelt. Denn die beiden Jedi haben zugestimmt einen Teil der Besatzung zu opfern.

Was haltet ihr von diesem System?
 
Alt 16.08.2011, 07:14   #2
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AW: Light-/Darkside Points und deren Problematik.

Warum spielst du nicht gleich einen Sith, wenn du als Jedi nicht dem Rat folgen willst?

Es ist schlichtweg nicht realisierbar, hoffe ich mal :-)
 
Alt 16.08.2011, 07:17   #3
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AW: Light-/Darkside Points und deren Problematik.

Das System ist genial und ich lege Dir auch dar, warum.

Wenn Deine Ansichten stimmen würden, dann wären niemals Jedi der dunklen Seite verfallen, da sie ja immer dem Rat gehorcht hätten. Das aber hier Jedi's wider den Rat gehandelt haben, sieht man alleine an KotOR 1. In KotOR 2 spielt man übrigens nicht Revan, sonden den Exilanten.

Das System an und für sich gibt Dir doch genau die Freiheit, die ein Spieler haben will (ein Rollenspieler sowieso). Will ich dem Jedi-Kodex folgen, werde ich mich strikt danach verhalten. Doch - und das bedenken wenige - auch den Kodex einzuhalten, kann Punkte der dunklen Seite einbringen. Es ist ein Kodex - nicht die helle Seite. Die helle Seite kennt auch Gefühle wie uneigennützige Liebe, Mitleid, Freude, Begeisterung. Die dunkle Seite setzt sich dagegen aus starken negativen Emotionen zusammen: Eigennutz, Eifersucht, Hass, Stolz, Gier.

So wird man als Sith mit Sicherheit feststellen, dass man durchaus helle Punkte gewinnen kann, wenn man loyal zum Imperium steht - denn die dunkle Seite ist wie gesagt nicht loyal oder ehrenhaft. Sie ist zerstörerisch, vernichtend, verschlingend. Die helle Seite dagegen schafft, erhält, bewahrt.

Gerade dieses Entscheidungssystem zwingt Dich nicht ins Schema F - es ermöglicht Dir, Deinen Charakter so zu spielen, wie Du es für Richtig hälst. Du hättest als Jedi eine andere Entscheidung auf der Esseles getroffen? Gut, ich auch. Aber nicht jeder sieht das so, wie wir bereits endlos hier im Forum diskutiert haben.

Du siehst also, dass das Entscheidungssystem sehr wohl zu Star Wars passt. Würde nämlich jeder Jedi nur gut sein, dann hätte es nie Dunkle Jedi gegeben und diese hätten sich nie zu den Lords der Sith aufgeschwungen.
 
Alt 16.08.2011, 07:22   #4
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AW: Light-/Darkside Points und deren Problematik.

Zitat:
Zitat von Lilleth
Du siehst also, dass das Entscheidungssystem sehr wohl zu Star Wars passt. Würde nämlich jeder Jedi nur gut sein, dann hätte es nie Dunkle Jedi gegeben und diese hätten sich nie zu den Lords der Sith aufgeschwungen.
Absolut richtig, das Entscheidungssystem passt zu Star Wars. Leider aber nicht zu einem MMO, denn man entscheidet sich nunmal für eine Fraktion. Wenn man ein Republikanischer Jedi ist, dann kann man dies im Nachhinein nichtmehr ändern. Das heißt böse Handlungen haben nicht den Effekt den sie haben sollten (den Verfall zur dunklen Seite der Macht). Denn egal was der Spieler tut, er bleibt nunmal ein Jedi. Denn das ist seine Klasse.

In Kotor war es stets möglich zwischen den Fraktionen zu wechseln, das ist der große Unterschied.
 
Alt 16.08.2011, 07:34   #5
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AW: Light-/Darkside Points und deren Problematik.

Ich finde es auch sehr überraschend, dass es in einem Spiel gewisse Konventionen und Einschränkungen gibt. Verrückt!

Edit: Die Leute vergleichen SW:ToR echt an den ungünstigsten Stellen ... mal mit WoW, mal mit dem RL und mal mit Singleplayerspielen ... Leute, nachdenken.
 
Alt 16.08.2011, 07:35   #6
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AW: Light-/Darkside Points und deren Problematik.

Zitat:
Zitat von Sahee
Absolut richtig, das Entscheidungssystem passt zu Star Wars. Leider aber nicht zu einem MMO, denn man entscheidet sich nunmal für eine Fraktion. Wenn man ein Republikanischer Jedi ist, dann kann man dies im Nachhinein nichtmehr ändern. Das heißt böse Handlungen haben nicht den Effekt den sie haben sollten (den Verfall zur dunklen Seite der Macht). Denn egal was der Spieler tut, er bleibt nunmal ein Jedi. Denn das ist seine Klasse.

In Kotor war es stets möglich zwischen den Fraktionen zu wechseln, das ist der große Unterschied.
Das es zum Release keinen Fraktionswechsel gibt, ist richtig. Denn wenn, dann müsste ein Sith Sorcerer zu einem Jedi Botschafter werden - schlussendlich rennt niemand in der Republik mit rotem Lichtschwert herum und schmeißt Machtblitze, die ja bekanntlich eine Kraft der dunklen Seite sind.

In einem Punkt begehst Du allerdings einen Irrtum: Die Republik ist weder generell 'gut' wie das Imperium generell 'böse' ist. Man wird auf beiden Seiten Charaktere treffen, die genau diesen Vorstellungen widerspreche. Zum Beispiel korrupte planetare Governeure auf Seiten der Republik oder auch republikanische Soldaten, die Zivilisten als Schutzschilde missbrauchen oder gar misshandeln. Beim Imperium wiederum wird man mit Sicherheit auf ehrenhafte Offiziere der imperialen Armee stoßen, die sich um das Wohl ihre Untergebenen sorgen und auch Kollateralschäden nach Möglichkeit zu vermeiden suchen.

Es ist also mehr als nur ein reines Schwarz/Weiß-Schema, welches uns hier erwartet. Und gerade in einem so storylastigen MMO finde ich das genial.
 
Alt 16.08.2011, 07:39   #7
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AW: Light-/Darkside Points und deren Problematik.

Zitat:
Zitat von Jerhann
Ich finde es auch sehr überraschend, dass es in einem Spiel gewisse Konventionen und Einschränkungen gibt. Verrückt!

Edit: Die Leute vergleichen SW:ToR echt an den ungünstigsten Stellen ... mal mit WoW, mal mit dem RL und mal mit Singleplayerspielen ... Leute, nachdenken.
Du hast anscheinend nicht verstanden worum es mir geht. Ich habe SW:TOR mit den Singleplayer-Spielen von "Bioware" verglichen. SW:TOR ist nunmal der erste reine Multiplayer-Titel von Bioware und sie begehen scheinbar einen kapitalen Fehlern. Sie implentieren ein System das in ihren Interaktiven Singeplayer-Spielen funktioniert hat, in der Annahme das dieses auch in einem MMO funktioniert. Ein MMO ist jedoch viel zu Steril für so ein System, denn es hat eine festgelegte Klassen-/ und Fraktionsstruktur. Das bedeutet das selbst ein abgrundtief böser Jedi immernoch der Republik angehört, er wird nie ein Sith werden können.
 
Alt 16.08.2011, 07:47   #8
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AW: Light-/Darkside Points und deren Problematik.

Tja gegen die Unvernunft der Leute hilft bekanntlich wenig. Und ich verstehe Deine Punkte schon. Ich teile mit Dir die Ansicht, dass man sich mit dem anklicken des Fraktionssysmbols bei der Charaktererschaffung eine gewisse 'Grundgesinnung' zulegt - also pro-demokratisch und freiheitsliebend auf Seiten der Republik und beim Imperium eben auf Gewaltherrschaft und Ordnung durch Unterdrückung.

Allerdings werden das nicht alle Spieler in einem MMO so sehen - und so werden wir auf Seiten der Republik 'böse' Jedi mit roten Lichtschwertern herum laufen sehen ("Ey, ist das kewl, Aldah") oder eben Sith mit blauen und grünen Klingen, die sich verhalten, wie Angehörige der Heilsarmee.

So sind nun einmal manche Spieler - damit muss man leben. Neben Leuten, denen es einfach Schnurzpiepegal ist, weil sie sich mit Star Wars nicht oder fast nicht auskennen findet man dann dort auch die berufsmäßigen Querulanten, die sich nie einem System unterordnen würden.

Eines kann ich Dir versichern: Hätten die Tester festgestellt, dass das System in einem MMO nicht funktionieren würde, dann hätte BioWare schon längst reagiert. Dieses kann ich Dir wirklich zusichern
 
Alt 16.08.2011, 07:48   #9
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AW: Light-/Darkside Points und deren Problematik.

Sie begehen vielleicht in deinen Augen einen Fehler. Es ist deswegen kein Fehler, weil man für das Singleplayerspiel einmal zahlt und damit ist ende. Wie sich die Spielfigur entwickelt ist völlig wurscht, du kaufst es nicht nochmal, wenn du wissen willst, was wäre wenn ich böse gewesen wäre. Ein MMO lebt von der Langzeitmotivation und wenn du ständig hin und her wechseln kannst, darüber hinaus noch die AC wechseln kannst hast du mal eben 4 Klassen in einer ... und bist nach der Hälfte der Zeit schon kein Kunde mehr.

Wie ich sagte, es ist völlig abstrus ein MMO mit diversen anderen Dingen zu vergleichen - es hakt an allen Ecken und Enden.

Wenn dir das System so wichtig ist, spiele einen "guten" Charakter und wenn du denkst, jetzt ist die Grenze erreicht, spiele einen äquivalenten "bösen" Charakter, und ignoriere deinen bisherigen Char.

Dieses hin und her funktioniert wie gesagt in Solospielen aber da hat man auch kein Gildensystem und Freundeslisten.
 
Alt 16.08.2011, 07:51   #10
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AW: Light-/Darkside Points und deren Problematik.

Zitat:
Zitat von Sahee
Du hast anscheinend nicht verstanden worum es mir geht. Ich habe SW:TOR mit den Singleplayer-Spielen von "Bioware" verglichen. SW:TOR ist nunmal der erste reine Multiplayer-Titel von Bioware und sie begehen scheinbar einen kapitalen Fehlern. Sie implentieren ein System das in ihren Interaktiven Singeplayer-Spielen funktioniert hat, in der Annahme das dieses auch in einem MMO funktioniert. Ein MMO ist jedoch viel zu Steril für so ein System, denn es hat eine festgelegte Klassen-/ und Fraktionsstruktur. Das bedeutet das selbst ein abgrundtief böser Jedi immernoch der Republik angehört, er wird nie ein Sith werden können.
Und du störst dich, wie viele hier im Forum, an der Einschränkung, dass man nicht die Fraktion wechseln kann. Wenn du einen gefallenen Jedi spielen willst, dann spiel direkt einen Sith und gut ist. Die "dunklen" Jedis werden halt bei den Jedis schlecht angesehen, aber nicht direkt aus dem Orden geschmissen.

Wenn du eine Rollenspiel Entscheidung brauchst, dann ist die folgende für dein Problem sprechend: Die Macht ist so stark in dir, dass sie dich nicht komplett auf die andere Seite lässt. Dein Weg ist also auf dem hellen Pfad vorbestimmt. Deal with it!

Das hier einige immer nur "ich kann die fraktion nicht wechseln, alle entscheidungen sind sinnlos" von sich trellern, zeugt echt von Fantasielosigkeit
 
Alt 16.08.2011, 07:54   #11
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AW: Light-/Darkside Points und deren Problematik.

Zitat:
Zitat von Lilleth
Eines kann ich Dir versichern: Hätten die Tester festgestellt, dass das System in einem MMO nicht funktionieren würde, dann hätte BioWare schon längst reagiert. Dieses kann ich Dir wirklich zusichern
"Nicht-Funktionsfähig" ist vielleicht wirklich das falsche Wort. Jedoch verstehe ich den Sinn eines solchen Systems nicht wenn der eigentliche Grund, also die Interaktivität, nicht vorhanden ist. Sorry für den Vergleich, aber in Star Wars Galaxies hat man das ganze besser gelöst, dort gab es keine "Jedi-/Sith" Fraktion und man konnte selbst im Laufe des Spiels entscheiden ob man Jedi oder Sith werden will, außerdem konnte man dies im Verlauf des Spiels ändern.

SW:TOR hat ein bemerkenswertes Gesinnungssystem welches aber scheinbar keine höhere Bedeutung hat. Der Sinn des System ist es anscheinend Punkte zu sammeln um dann spezielle Kleidung und Lichtschwert-Hilts freizuschalten die nur mit den entsprechenden Punkten verfügbar sind. Auswirkungen auf die eigentliche Gesinnung des Charakters und dessen Umgebung scheint das System jedoch nicht zu haben.
 
Alt 16.08.2011, 07:54   #12
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AW: Light-/Darkside Points und deren Problematik.

Ich sehe das Problem nicht so wirklich, meiner Meinung nach wird es eher so aussehen:

Der Rat der Jedi wird die Aufgabe vergeben: "Beenden den Aufstand", dabei bleibt es dann dir überlassen, ob du das ganze blutig enden lässt oder ob du versuchst das ganze friedlich zu lösen.
Innerhalb der Mission, werden dir dann sicherlich auch noch andere Leute Missionen geben, die dann nicht dem Rat angehören und du deshalb auch den Auftrag nicht wörtlich nehmen musst.
 
Alt 16.08.2011, 08:01   #13
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AW: Light-/Darkside Points und deren Problematik.

Zitat:
Zitat von Sahee
Du hast anscheinend nicht verstanden worum es mir geht. Ich habe SW:TOR mit den Singleplayer-Spielen von "Bioware" verglichen. SW:TOR ist nunmal der erste reine Multiplayer-Titel von Bioware und sie begehen scheinbar einen kapitalen Fehlern. Sie implentieren ein System das in ihren Interaktiven Singeplayer-Spielen funktioniert hat, in der Annahme das dieses auch in einem MMO funktioniert. Ein MMO ist jedoch viel zu Steril für so ein System, denn es hat eine festgelegte Klassen-/ und Fraktionsstruktur. Das bedeutet das selbst ein abgrundtief böser Jedi immernoch der Republik angehört, er wird nie ein Sith werden können.
Wenn das System nicht funktionieren würde, wieso dann die positiven Rückmeldungen von Testern zu diesem System?

Noch niemand hat das Entscheidungssystem angezweifelt, in keiner mir bekannten Zeitschrift wurde dies bemängelt. Nur postiv als super Innovation hervorgehoben

das macht irgendwie keinen sinn

edit: Und sag jetzt bitte nicht dass bis jetzt noch kein Star Wars Fan einen Kommentar dazu abgeben hat
 
Alt 16.08.2011, 08:03   #14
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AW: Light-/Darkside Points und deren Problematik.

Zitat:
Zitat von Nexis_Nex
Wenn das System nicht funktionieren würde, wieso dann die positiven Rückmeldungen von Testern zu diesem System?

Noch niemand hat das Entscheidungssystem angezweifelt, in keiner mir bekannten Zeitschrift wurde dies bemängelt. Nur postiv als super Innovation hervorgehoben

das macht irgendwie keinen sinn
Ich verstehe das. Solange man dieses System nicht selbst gesehen hat, bleibt es einem ziemlich unverständlich oder schwer vorstellbar.

Erst im Spiel werden wir wohl alle Feinheiten herauskitzeln können, die sie eingebaut haben. Ich persönlich finde es auch gut, dass sie nicht alles an die große Glocke hängen.
 
Alt 16.08.2011, 08:04   #15
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AW: Light-/Darkside Points und deren Problematik.

Zitat:
Zitat von Nexis_Nex
Wenn das System nicht funktionieren würde, wieso dann die positiven Rückmeldungen von Testern zu diesem System?

Noch niemand hat das Entscheidungssystem angezweifelt, in keiner mir bekannten Zeitschrift wurde dies bemängelt. Nur postiv als super Innovation hervorgehoben

das macht irgendwie keinen sinn
Natürlich macht es Sinn. Das Gesinnungssystem an sich ist durchaus Interaktiv, denn so etwas gab es in einem MMO bisher nochnicht. Dementsprechend sind die Tester mit diesem Feature auch zufrieden. Man hat es lieber im Spiel, denn es ist eine positive Bereicherung. Leider fehlt diesem Feature aber die Tiefe, es hat zwar Folgen welche Entscheidungen man trifft aber diese Folgen sind nur über die Kleidung des Spielers sichtbar.

Der Böse-Jedi rennt also mit rotem Lichtschwert und Anakin-Skywalker Tracht im Jedi Tempel herum... und am Ende werden die Bösen-Jedi mit den Guten-Jedi zusammen ein Flashpoint oder eine Operation bestreiten.

Das Feature an sich ist super, die Umsetzung jedoch auf lange Sicht nicht. Die Beta-Tester haben dieses Problem evtl. noch garnicht erkannt. Denn dort wird es wohl kaum Endcontent-Spieler geben. Geht man von subjektiven Standpunkt eines Testers aus der sich in der LvL-Phase befindet, also noch am Questen ist. Dann ist das Feature atemberaubend und super, befindet man sich aber in einer Gruppe kommt es bereits zu Problemen. Denn der Spieler mit dem höhren Zahlenwurf gewinnt und darf seine Entscheidung durchsetzen. Da kommt es schon zu ersten Problemen, was passiert wenn man mit 3 Anakin Skywalker Verschnitten in der Gruppe ist?! Das ist nur ein Beispiel von vielen.

Es ist auch absurd auf einem Schlachtfeld zu kämpfen wo dann Böse Jedi gegen Gute Sith kämpfen... das ist Lore-Technisch einfach nicht möglich.
 
Alt 16.08.2011, 08:11   #16
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AW: Light-/Darkside Points und deren Problematik.

Zitat:
Zitat von Sahee
"Nicht-Funktionsfähig" ist vielleicht wirklich das falsche Wort. Jedoch verstehe ich den Sinn eines solchen Systems nicht wenn der eigentliche Grund, also die Interaktivität, nicht vorhanden ist. Sorry für den Vergleich, aber in Star Wars Galaxies hat man das ganze besser gelöst, dort gab es keine "Jedi-/Sith" Fraktion und man konnte selbst im Laufe des Spiels entscheiden ob man Jedi oder Sith werden will, außerdem konnte man dies im Verlauf des Spiels ändern.

SW:TOR hat ein bemerkenswertes Gesinnungssystem welches aber scheinbar keine höhere Bedeutung hat. Der Sinn des System ist es anscheinend Punkte zu sammeln um dann spezielle Kleidung und Lichtschwert-Hilts freizuschalten die nur mit den entsprechenden Punkten verfügbar sind. Auswirkungen auf die eigentliche Gesinnung des Charakters und dessen Umgebung scheint das System jedoch nicht zu haben.
Ich sehe das sehr ähnlich. ich habe den Eindruck, dass dieses Fraktions-Gedöns ohnehin nur implementiert wurde, um es ehemaligen Spielern des Monopolisten gemütlicher zu machen, inhaltlich widersprechen sich das Gesinnungssystem und die Unüberwindlichkeit der Fraktionen, da die Durchlässigkeit fehlt. Deutlich komplexer und interessanter wäre es gewesen auf das klassische 2-Fraktionen-Gedöns zu verzichten und dafür wie in Eve online eine gigantische Zahl an verfeindeten Kooperationen, Gilden, Sekten (auch von Spielern initierten) etc. zuzulassen.
 
Alt 16.08.2011, 08:14   #17
Gast
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AW: Light-/Darkside Points und deren Problematik.

@ Sahee

Ich denke Du unterstellst dem Entscheidungssystem zuviel Freiheit, bzw. glaubst an eine zu große Range der Möglichkeiten.

Lt. Bioware wird es nicht möglich sein das man einen Jedi so böse spielt das er eigentlich schon ein Sith ist und umgekehrt. So groß wird die Range der Entscheidungsmöglichkeiten nicht sein.

Einfach genau aus dem Grund das man nicht die Fraktion wechseln kann.

Gruß

Rainer
 
Alt 16.08.2011, 08:16   #18
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AW: Light-/Darkside Points und deren Problematik.

Zitat:
Zitat von Judah
Ich sehe das sehr ähnlich. ich habe den Eindruck, dass dieses Fraktions-Gedöns ohnehin nur implementiert wurde, um es ehemaligen Spielern des Monopolisten gemütlicher zu machen, inhaltlich widersprechen sich das Gesinnungssystem und die Unüberwindlichkeit der Fraktionen, da die Durchlässigkeit fehlt. Deutlich komplexer und interessanter wäre es gewesen auf das klassische 2-Fraktionen-Gedöns zu verzichten und dafür wie in Eve online eine gigantische Zahl an verfeindeten Kooperationen, Gilden, Sekten (auch von Spielern initierten) etc. zuzulassen.
Absolut korrekt, denn eine Fraktionsunabhängige Charakterstellung hätte dem Feature die nötige Tiefe verlieren. Man erstellt also keinen "Jedi" oder "Sith" sondern einen Macht-Sensibelen. Man trifft dann Entscheidungen über das Gesinnungssystem und schließt sich dann dementsprechend entweder den Sith oder den Jedi an.

Es müsste also zumindest unabhänging von Imperium und Repbulik zwei zusätzliche Unterfraktionen geben. Die Jedi und die Sith. Diese Fraktionen während dann Unabhängig von den Hauptfraktionen, jedoch würden die Sith dem Imperium dienen und die Jedi der Repbulik. Ein Wechsel wäre dann aber trotzdem Möglich.

Ihr seht, die Tatsache das es sich um ein Star Wars MMO handelt macht das ganze äußerst kompliziert, letzendlich fehlt Bioware scheinbar die Konsequenz dieses Feature wirklich abzurunden. Wahrscheinlich ist es zuviel Aufwand.

Am Ende hat man also ein Entscheidungssystem welches kein Entscheidungssystem ist.

Zitat:
Zitat von Shalaom
Lt. Bioware wird es nicht möglich sein das man einen Jedi so böse spielt das er eigentlich schon ein Sith ist und umgekehrt. So groß wird die Range der Entscheidungsmöglichkeiten nicht sein.

Einfach genau aus dem Grund das man nicht die Fraktion wechseln kann.

Gruß

Rainer
Naja, da wiederhole ich mich am besten: Am Ende hat man also ein Entscheidungssystem welches kein Entscheidungssystem ist... Bei dem jetzigen Fraktions- und Klassensystem blieb Bioware garnichts anders möglich als so zu handeln, schade ist es trotzdem. Das Problem der Sinnlosigkeit wird sogar nocht verstärkt, denn am Ende hat man keine großen Entscheidungen zu treffen. Man trifft nur unwichtige Entscheidungen die keine Auswirkungen auf die Umgebung haben.
 
Alt 16.08.2011, 08:20   #19
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AW: Light-/Darkside Points und deren Problematik.

Zitat:
Zitat von Sahee
Denn der Spieler mit dem höhren Zahlenwurf gewinnt und darf seine Entscheidung durchsetzen. Da kommt es schon zu ersten Problemen, was passiert wenn man mit 3 Anakin Skywalker Verschnitten in der Gruppe ist?! Das ist nur ein Beispiel von vielen.
Es muss sich doch wirklich allmählich herumsprechen, dass nur die eigene Entscheidung bei der Vergabe der Punkte zählt. Entscheiden sich Deine 3 Anakin-Skywalker-Verschnitte für die dunkle Seite und Du nicht, dann erhalten die 3 Darkside-Points und Du eben welche der hellen Seite.

Und warum sollte das System im Endocntent stören? Es wird keine Gruppenkonversationen in Operationen geben - da wäre sonst Mord- und Totschlag vorprogrammiert. Und wenn dann ein Gegenstand droppt, der Lightside IV voraussetzt (oder was auch immer), dann werden halt die in die Röhre gucken, die meinten, es war cool als Jedi Darkside IV zu erlangen. Umgekehrt wird genau das gleiche passieren. Und nicht alle Items werden abhängig von der Gesinnung sein.

Hier einfach mal ein bisschen offener für Neues sein - das soll wirklich helfen.

SW:TOR wird halt ein System haben, dass man so aus anderen MMO's noch nicht kennt.
 
Alt 16.08.2011, 08:21   #20
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AW: Light-/Darkside Points und deren Problematik.

Ich glaube es gibt da auch das verständisproblem mit "böse" und "gut", geh mal NICHT von dem ansatz aus, dass wir alle anakin skywalker sind, sondern bei SWTOR die Jedis grundsätzlich gut sind, also dem Jedipfad folgen.

Das bedeutet, dass ein "böser" jedi abends nicht im Blut von kleinen Kindern badet, sondern den willen des Rates mit aller härte durchsetzt. Dann wird er im orden als "Fanatiker" oder "Hardliner" angesehen, aber er ist ja im Herzen immer noch Jedi und die Macht ist ihm.
 
Alt 16.08.2011, 08:22   #21
Gast
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AW: Light-/Darkside Points und deren Problematik.

Sahee, es gibt keine Problematik. Die Problematik existiert in deinem Kopf, weil du die Zusammenhänge noch nicht ganz verstanden hast - vielleicht auch, weil wir das meiste zur Story einfach noch gar nicht kennen.

Es gibt keinen prinzipiellen Unterschied zwischen einem Solo-RPG von BioWare und SW:TOR. In beiden Arten schränkt BioWare die Entscheidungsfreiheit extrem ein, damit die grundsätzliche Story, die BioWare erzählen will, nicht ad absurdum geführt wird.

Schau dir doch mal KOTOR an. Du kannst als Revan vollständige Erlösung erfahren und wieder ein strahlend Heller Jedi werden, oder du kannst dich zurück auf den Weg der Dunklen Seite begeben und böser werden als jemals zuvor - trotzdem bleibst du immer noch soweit der gleiche Revan, dass das große Finale auf der Sternschmiede mit dem Tod Malaks endet und dies stärker von deinen direkten Entscheidungen abhängt als von deiner Gesinnung.

Du kannst Entscheidungen treffen, hast aber keine Entscheidungsfreiheit. Bei SW:TOR ist es ganz genauso eingeschränkt wie in BioWares RPGs, nur sind es einfach andere Geschichten. Es geht nicht um den ehemaligen Jedi der zu einem Sith wurde und dann sein Gedächtnis verloren hat. Es geht um den Jedi-Ritter, der für seine Republik in den Krieg zieht. Um den Schmuggler, der sich dafür entschieden hat, dass er nur in der Republik ohne hohes Risiko schmuggeln kann. Um den Imperialen Agenten, der alles tun würde um seine Heimat - das Imperium - zu schützen.

Die Gesinnung hat nichts damit zu tun, ob man auf Seiten der Republik oder des Imperiums kämpft. Anders als in den anderen Star Wars Epochen haben wir hier wirklich zwei komplett unterschiedliche Mächte mit unterschiedlichen Kulturen. Man ist hier kein Sith, weil man böse ist, sondern weil man im Imperium zu einem Sith ausgebildet wurde.
Ein Jedi, der vollständig dem Dunklen Pfad folgt, wird nicht automatisch ein Sith. Er kann weiterhin das Imperium und die Sith hassen - sogar stärker als jemals zuvor, wenn er sich seinen Gefühlen hingibt.

Du hast recht, dass die Trennung der Fraktionen die Entscheidungen einschränkt. Außerdem müssen die Entscheidungen auch eingeschränkt werden, da sich die Story für jede Klasse über Jahre weiterentwickeln können muss und dabei nicht zu extrem auseinander drifften kann - sonst hätte BioWare schnell 16 Stories stat 8, das wäre zu viel Arbeit und würde es auch viel schwerer machen wieder die Gesinnung zu wechseln.

Im Grunde sind das aber lediglich genauso Einschränkungen wie auch bei KOTOR oder Mass Effect, weil die Autoren nunmal eine Geschichte erzählen wollen und jede Entscheidung in die Geschichte passen muss.
 
Alt 16.08.2011, 08:23   #22
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AW: Light-/Darkside Points und deren Problematik.

Also nun Themenwechsel zu "Fraktionssystem - bitte nicht"? ... Thema gegessen, da wird sich nichts dran ändern. SW:ToR ist nunmal auf zwei rivalisierende Fraktionen ausgelegt. Dass das nicht jemdem gefällt ist klar ... dass man das Spiel nicht zwangsweise kaufen muss, dürfte auch jedem klar sein. Es kann kein Spiel geben, dass allen gleichermaßen gefällt.
Wer Fraktionen blöd findet, wird bestimmt ein Spiel finden, dass keine festgeschriebenen Fraktionen hat.
 
Alt 16.08.2011, 08:23   #23
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AW: Light-/Darkside Points und deren Problematik.

Zitat:
Zitat von Sahee
Am Ende hat man also ein Entscheidungssystem welches kein Entscheidungssystem ist.
Falsch, man hat ein Entscheidungssystem was auch ein Entscheidungssystem ist.

Allerdings nicht mit der Range die hier unterstellt wird, sondern eben mit Grenzen das das Ganze auch glaubwürdig bleibt und keine spieletechnischen Probleme aufwirft.

Stell Dir nur vor Du spielst einen Jedi der sich mit Level 15 zur dunklen Seite bekennt ... und musst jetzt Deine kompletten Klassen-Quests im Imperiums-Gebiet abhandeln ... viel Vergnügen auf einem Open-PVP-Server. ^^

Du musst Dir das so vorstellen:

Der Jedi hat schon seine unverrückbare Wahl für die gute Seite getroffen. Aber innerhalb dieser Gesinnung gibt es einfach noch eine riesen Bandbreite von "Unter"-Gesinnungen.

Und die Untergesinnung wird durch das Helle-/Dunkle-Seite-System dargestellt, nicht die Hauptgesinnung für Jedi oder Sith.

Gruß

Rainer
 
Alt 16.08.2011, 08:23   #24
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AW: Light-/Darkside Points und deren Problematik.

Zitat:
Zitat von Lilleth
Es muss sich doch wirklich allmählich herumsprechen, dass nur die eigene Entscheidung bei der Vergabe der Punkte zählt. Entscheiden sich Deine 3 Anakin-Skywalker-Verschnitte für die dunkle Seite und Du nicht, dann erhalten die 3 Darkside-Points und Du eben welche der hellen Seite.
Das ist mir klar, es geht mir nicht um die Punkte sondern um die Aktionen die aus den Handlungen resultieren. Ich muss mit meinem "Hellen Jedi" trotzdem mit ansehen wie Unschuldige getöten werden und kleinen Kindern der Lolly gestohlen wird. Was dagegen unternehmen kann ich nicht.
 
Alt 16.08.2011, 08:24   #25
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AW: Light-/Darkside Points und deren Problematik.

Ich denke, es war kein wirklich guter Entschluss von Bioware, auf eine 2 Fraktionen-Lösung zu setzen. In KotOR gibt es die Durchlässigkeit von dunkel zu hell und dies ist auch inhaltlich deutlich nachvollziehbarer als eine unveränderliche Gesinnungsauswahl am Anfang eines Games. Das wäre so, als wenn man als Katholik geboren würde und nie eine andere Ethik bzw. Überzeugung entwickeln könnte. Dadurch bekommt die Gesinnung etwas extrem künstlich Statisches.
 
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