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Alt 28.06.2010, 11:06   #1
Gast
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Charaktergeschichte (Eine Tochter)

10 NVC …. Balmorra …. Bin Prime …..Starport

Warum ich mir ausgerechnet diese Cantina unter der Menge hier im Hafen ausgesucht hatte; sicher weil hier einmal keine Bith-Band auftrat . Gegen ihre Musik gibt es ja nichts einzuwenden. Am Internat der Technikerschule, auf welchem mich meine Eltern hier untergebracht hatten, gab es jede Menge Bith, die scheinbar alle große Berühmtheiten werden wollten. So dicke Wände gibt es nicht. Wen ich mich nach einem neuen Leben umsehe dann gleich ohne Pfeifen und Tuten.
So recht voll war es da aber nicht. Ein paar Pazaak Spieler, der ein oder andere nicht ganz nüchtern wirkende Gast und eine „OH“ ältere leicht rundliche Twi'lek.
„Kleines, meine Name ist Onn'rha, nicht Oh“
Da war mir doch das oh laut raus gerutscht. Das machte sich sicher nicht sehr gut, ich musste mein Mundwerk besser unter Kontrolle bringen. Also mal schnell entschuldigt und einen freien Platz gesucht.
„Entschuldigen sie vielmals meine Unhöflichkeit gute Frau.“
Ein lautes Lachen ließ meinen Blick nach oben schnellen.
„Sag einfach Onn, das reicht. Ob ich gut bin weiß ich nicht. Die letzten die das zu mir gesagt haben waren männlich. Und du bist doch ein Mädchen oder?“
Meine Ohren sind zwar klein und meine Füße groß, der Rest sollte jeden klar machen das ich eine Frau bin.
„Sieht man das nicht? Ich heiße übrigens..“
Mit einer wegwerfenden Handbewegung unterbrach mich die Twi'lek.
„Nenne nie deinen richtigen Namen in einer fremden Umgebung. Glaube mir es ist besser so. Du nennst mich Onn so wie hier alle und ich nenne dich Oh.“
Eine neue Mutter suchte ich ja nicht. Mit einer leichten Verbeugung ging ich weiter in Richtung hintere linke Ecke. Der Tisch war frei und von dem Platz aus hatte man einen guten Überblick.
Innerhalb eines U-förmigen Tresens beschäftigte sich der Wirt mit dem mixen eines, nein zweier Getränke. Fasziniert beobachtete ich die Zusammenarbeit seiner vier Arme. Da ich diese Cantina noch nie zuvor betreten hatte, bekam ich auch die volle Aufmerksamkeit seinerseits. Jedenfalls nahm ich dieses an obwohl die Twi'lek in seine nähe getreten war und nun flüsternd auf ihn ein sprach. Der Blick seiner Augen lag unbeweglich auf mir und sein Ausdruck schien zu sagen; Bestellt etwas oder verschwindet.
Was sollte ich nur trinken? Jeder würde doch sofort merken, wen ich jetzt das falsche bestelle, das ich keine richtige Abenteurerin war.
„Ein Glas Xenon für mich bitte.“ rief ich dem Wirt zu.
Alle, aber auch wirklich alle schauten zu mir.Das ging ja mal voll nach hinten los. In sämtlichen Holo-Serien trinken die harten Frauen und Kerle das Zeug.
„Du siehst eher aus als wäre Juma-Saft schon zu stark für dich Mädchen.“
Der Wirt zwinkerte bei seinen Worten und meinte es wohl nicht so. Aber sagt hier nochmals einer Mädchen zu mir dann, dann...ja was eigentlich … raus rennen war auch keine Lösung. So schwer konnte das doch nicht sein. Es wimmelt ja regelrecht von Schmugglern in der Galaxis . Da
bekomme ich das auch hin.
Die Mutter kam , das war ja klar.„Oh, darf ich mich zu dir setzen?“
„Ich habe schon eine Mutter...“ entschlüpft es meinen Mund in einem spitzen Tonfall. Nein, nein, nein. Onn meinte es sicher nur gut. Ach was sollte es. „...Entschuldigung...ähm ich …. ich … das war nicht so gemeint. Natürlich dürfen sie sich zu mir setzen.“ Hoffentlich wurde ich nicht noch rot im Gesicht. Die Twi'lek setzte sich auf den Platz neben mich. So hatten wir beide nun den Rücken zur Wand. Die Gesichter der meisten Gäste wanden sich zum Glück auch wieder
ab.
„Entschuldige dich nicht ständig für deine lose Zunge. Sie gehört scheinbar zu dir. Willst du nach Worten oder Taten beurteilt werden?“ Ich wusste es. Mutter! Was weckte nur immer Mutterinstinkte in älteren Frauen mir gegenüber?
„Nach Taten natürlich. Ich will eine große Täterin werden. Äh... Entdeckerin... Ich will frei sein...so wie Freia.“ sprudelte es aus mir heraus.
Onn lachte glucksend. „Ihr Brentaalaner seid doch alle gleich.“
Das wurde ja immer schlimmer. Eine Twi'lek die mir meine Herkunft einfach so ansah. Ich hatte die Haare doch extra unter einem Tuch verborgen. Es gibt Milliarden von Menschen auf unzähligen Welten. Mein Gesichtsausdruck schien ein großes Fragezeichen zu sein. Onn beugte sich zu mir hin und flüsterte. „Die Locke unterhalb deines rechten Ohres ...“ Schnell schob ich diese unter die Kopfbedeckung. Vielleicht soll ich mir die Haare färben. Nein die sind so schön weiß. Kürzen, ja kürzen wäre eine Möglichkeit. „...die Unbekümmertheit und Freia. Ja ich kenne den Namen. Aber jetzt bin ich mir sogar sicher. Du bist eine echte Brentaalanerin. Xenon wolltest du also trinken?“ Dabei kicherte Onn schon wieder.
Woher sollte ich auch wissen wie das schmeckt. Es wird schon gut sein wen es immer alle lautstark bestellen. Mein Vater trinkt ja am liebsten Lomiin-Bier. Der grüne Schaum ist aber nicht so meines und als ich einmal an einem Bier genippt habe konnte ich mit Mühe meine vorherige Mahlzeit unten behalten. Meine Mutter trinkt ja nur Wasser. Und Wein. Ach frage ich einfach Onn was sie möchte und lade sie ein. Nur wie sollte ich es ihr sagen. Sag mal was möchtest du trinken? Ich gebe einen aus. Nein das war sicher nicht richtig.Gut ... mal schauen wie sie jetzt reagierte. „Onn … ich möchte sie Einladen etwas mit mir zu trinken. Seit heute Mittag habe ich meine Abschluss-Papiere der Bin-Prime Technikerschule und finde dieses ist ein Grund ein paar Cre dits auszugeben. Ich verlasse mich gern auf ihren Geschmack und trinke das gleiche wie sie.“
Schmunzelnd sagte Sie. „Frag doch einfach; Was möchtest du trinken? Ich gebe einen aus.Das reicht mir vollkommen. Für so eine Frage brauchst du nicht deine ganze Lebensgeschichte ausbreiten.“
Nun das war ja nicht gerade meine ganze Lebensgeschichte. Die Twi'lek ist also nur eine Schnorrerin, dachte ich zu diesem Moment. Wer weiß für was das gut ist? Ich wollte ja eintauchen in die Halbwelt. Schnorrer, Bettler, Säufer und Spieler gehören sicher in dieses Umfeld. Es ist sicherlich ihre Methode. Den kleinsten Vorwand nutzen, um neue fremde Gäste in eine Unterhaltung zu verwickeln und sich dann einen ausgeben zu lassen.
Onn schaute zum Wirt. „Exler, zwei Lomiin. Für meine neue Freundin hier aber gut gekühlt.“
Meine Gesichtsfarbe würde sicher gut zum Bierschaum passe. In diesem Augenblick empfand ich es nicht mehr als gute Idee Onn die Auswahl der Getränke überlassen zu haben. Zu ihrer neuen Freundin war ich auch schon geworden. Typisch Schnorrer. Der Wirt hieß demnach Exler. Man musste also nur die Ohren aufsperren und bekam auch ohne plumpe Fragen etwas mit.
Sie wandte sich wieder zu mir. „ Nun Oh, warum gehst du an deinem Abschlusstag alleine in eine Cantina? Und auch noch eine so kleine, ohne Unterhaltungsprogramm. Wen wir schon gemeinsam
etwas trinken, können wir sicher Du zueinander sagen und uns ein wenig etwas erzählen. Das du Geschichten magst kann ich mir schon denken. Ich kann dir einige zum besten geben. Sag was hältst du davon. Ich kann aber gern mein Bier an einem anderen Tisch trinken.“
Mutter. Schnorrer. Geschichtenerzähler. Als was würde sich diese dicke Alte noch herausstellen. Erst sollte ich nicht mal meinen Namen nennen obwohl sie ihren auch gesagt hat. Die Erwähnung des Schulabschlusses hielt sie schon für meinen Lebenslauf. Aber jetzt sollte ich ihr doch etwas erzählen. Sie musste meinen unsicheren Gesichtsausdruck bemerkt haben. „Geschichten, Oh Geschichten. Ich kenne nur Geschichten. Würde ich Wahrheiten suchen dann nicht in einer Cantina.“
„Nein … äh … doch ja … du kannst hier sitzen … das ist nur nicht das was ich erwartet habe.“
Jetzt sah ich hoch zum Wirt welcher gerade mit den Getränken an unseren Tisch trat und sie vor uns abstellte. „Danke. Heißen sie wirklich Exler?“
Er schaute mich an, schaute Onn an, zwinkerte ihr zu und wandte sich wieder mir zu. „Ich bin Exler.“ Ein Grinsen breitete sich über seinem Gesicht aus.“Doch was ist Wirklichkeit im Angesicht unserer Galaxie?“ Ein Philosoph, was für ein Klischee, ging es mir durch den Kopf.
„Hier gibt es aber zumindest eine Wirklichkeit. Junge Frau, du zahlst habe ich gehört. Da du mir nicht bekannt bist kassiere ich gleich mal. Zusammen? Macht 6 Credits. Und in bar bitte. Euch Absolventen der experimentellen Druidenschmiede lasse ich nicht in die nähe meines Abrechnungs-Terminals.“
Der Besalisk hatte doch tatsächlich alles mitbekommen. Das hacken gehört nun mal zu einer der liebsten Beschäftigungen der meisten meiner ehemaligen Mitschüler.
Das er das Geld gleich wollte verstand ich ja. Mir aber zu unterstellen ich sei kriminell fand ich schon ein starkes Stück. Der kannte mich doch überhaupt nicht. Einen Streit wollte ich aber auch nicht deswegen anfangen. Vielleicht hatte das auch etwas gutes. Ich versuchte mich an einem geheimnisvollen Gesichtsausdruck. „Genau … besser ist das ...“ Ich wühlte in meiner Tasche. „hier sind 7. Mit dem Rest fangen sie schon mal an für ein Sicherheits-Update dieser Antiquität zu sparen.“ Mit meinem Kinn deutete ich in Richtung des Kassen-Terminals. Ha, ich bin die geheimnisvolle fremde Hackerin welche schon durch ihre Anwesenheit jeden um seine Daten oder Credits bangen lässt.
Exler schaute Onn an und beide bekamen einen Lachanfall. Ich hätte auch gern gelacht aber der Witz schien wohl auf meine Kosten zu gehen ohne das ich wusste warum. Er versuchte meinen Tonfall nachzumachen. „Genau,besser ist das.“ Dann lachte er wieder, strich das Geld ein und ging hinter seinen Tresen.
Onn beruhigte sich auch, nahm ihr Glas und grüßte damit in meine Richtung. „Trink bevor es warm wird. Warmes Lomiin ist ein Brechmittel.“
Das Bier schmeckte ja hervorragend, um vieles besser, ja das hatte nichts mit dem Zeug zu tun an welches ich mich erinnerte. Jetzt fand ich auch die Farbe des Schaums passend zum Geschmack.
„Das ist Lomiin?“ Fragend schaute ich zu meiner Tischnachbarin.
„Das ist Lomiin. Gut nicht? Dazu gibt es auch eine Geschichte. Auf einem kleinen Planeten in einer auch kleinen Cantina machte der Wirt nur kleine Umsätze. Seine Gäste hielten sich Stundenlang an jedem Bier fest. Er hatte schon versucht andere Getränke anzubieten aber seine Kundschaft verlangte nur nach Bier. Gab es keines blieben auch die letzten fort.“ Sie nahm einen großen Schluck. „Wen ich dich langweile musst du es sagen.“
Das Bier ist so gut, da konnte ich mir auch eine Geschichte darüber anhören. „Erzähl nur weiter.“
„Auf dieser kleinen Welt braute jeder der sich dazu berufen fühlte sein eigenes Bier. Es gab da keine Behörden die alles reglementierten und auch keine großen Gesellschaften welche den Markt kontrollierten. Jeder musste sein Handwerk beherrschen, wollte er davon ein Auskommen haben. Der Wirt sparte auf einen zweiten Sudkessel. Er wollte ein neues anderes Bier brauen. Seine Kunden durfte er aber auch nicht vergraulen.
Mit allen auf der kleinen Welt heimischen Getreidesorten stellte er Versuche an. Darüber verging schon eine lange Zeit.“ Sie zeigte auf mein Glas. „Pass auf das es nicht warm wird.“ Wir tranken beide und ich bemerkte das Exler scheinbar auch auf Onns Geschichte lauschte. Der musste doch wissen woher sein Bier kommt und aus was es gebraut wird.
„Durch seine Besessenheit ...“ Onn nahm ihre Erzählung wieder auf. „ … und Hingabe an diese Aufgabe wurde sein Bier immer besser. Die Plätze in der Cantina reichten bald nicht mehr aus. Auf fast jeder mir bekannten Welt würde nun eine Geschichte von Neid, Missgunst, Monopolbildung, Reichtum, Mord und Totschlag folgen. Hier war man zufrieden eine auskömmliche, ausfüllende und anerkannte Arbeit zu verrichten. Unser Wirt also gab Rezepte an Freunde weiter. Im laufe der zeit hatte er ja mehrere bekömmliche Biere entwickelt. Die beiden Kessel reichten ihm vollkommen. Seiner Leidenschaft blieb er weiter treu.
Eines Tages verirrte sich der Pilot eines kleinen Frachters in sein Lokal. Los trink!“
Diese Aufforderung galt mir und gehorsam kam ich dieser nach. Viel länger hätte ich auch nicht mehr warten dürfen. Ein leicht pelziger Geschmack lies Erinnerungen aufsteigen. Dieses war schon fast das Gesöff als welches ich es bisher kannte. Onn feixte. „Ja das galt dir. So ruppig ist unser Wirt nicht mit Gästen umgesprungen. Du willst ja sicher das ganze Glas für dein Geld austrinken. Aber nun weiter. Vielleicht ober eher bestimmt befand sich der Pilot nur auf der Suche nach der besten Cantina und dem besten Bier. Er war voll das Lobes und wollte dem Wirt unbedingt einige Container voll abkaufen. Dieser hatte natürlich keine Mengen vorrätig und Geld war ja nicht das was ihn besonders interessierte. In ihrer Unterhaltung kamen sie auch auf die Fracht des Piloten zu sprechen. Dabei stellte sich heraus, das unter anderem Getreide von einer anderen Welt dazu gehörte. Nun war der Wirt nicht mehr zu bremsen. Er tauschte seine ganzen Lagerbestände an Bier gegen einen Container Fremdwelt Getreide. Den Piloten bat er seinen Kollegen zu erzählen, das auf dieser kleinen Welt jemand ist welcher ausgefallene Getreidesorten gegen Bier tauscht. Er versprach dem Piloten auch extra ein Lager einzurichten damit er keinen mit leeren Händen ziehen lassen musste. Wieder verging eine lange Zeit in welcher immer einmal Piloten bei ihm vorbei schauten und tauschten. Die Biere wurden immer exotischer und dann holte ihn das Alter ein. Seine Zeit war nun bald abgelaufen und er erinnerte sich daran was er eigentlich mal suchte. Ein Getränk an welchem sich keiner lange festhalten sollte. Er braute das Lomiin-Bier wie wir es hier kennen und trinken. Es schmeckt nur gut gekühlt so hervorragend und bekömmlich. Alle seine Gäste waren begeistert, nun zumindest die mal auf die schnelle ein gutes Bier trinken wollten. Dieses Rezept verbreitete sich über die ganze Galaxis. Das ist eine Geschichte. Ich denke du weißt jetzt was ich mit Geschichten erzählen meine.“
Langsam nickte ich. „Wen ich jetzt nach der Wahrheit frage kommt sicher nur was schlaues oder seltsame Ausflüchte?“
Onn lachte schon wieder. „Aber sicher doch. Die Wahrheit ist bei dem Bier handelt es sich um Vergärung von Bantha Scheiße. Das schmeckt man doch. Lass es nur mal länger stehen.“
Exler kam lachend hinter seinem Tresen hervor und an unseren Tisch. „Onn, die Geschichte kannte ich ja noch gar nicht, für mich ist es schon immer nur letzteres. Na soll ich noch zwei bringen? Für deinen Gesichtsausdruck Kleines ...“ Dieser wechselte sicher gerade von entsetzt auf zornig. „... und die Geschichte geht die Runde auf mich. Ist ja schon gut dann sage mir halt deinen Namen.“
„Meine Name … ist Blade … Oh Blade.“
 
Alt 14.07.2010, 11:27   #2
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AW: Charaktergeschichte (Eine Tochter)

- 2 -
„Oh Blade, ...hm... gut darf ich auch Oh sagen? Du darfst auch Ex zu mir sagen.“ Dabei grinste Exler. „ Und was ist nun mit dem Angebot?“
Ich sah Onn fragend an und sie schien mir das Antworten zu überlassen. „Gut, also Ex … ich denke...manchmal denke ich auch guckt nicht so … du könntest was bringen wobei man nicht so auf die Temperatur achten muss. Aber kein Wasser, so billig war die Geschichte ja nun auch nicht oder?“
Mit den Worten, „ Lasst mich nur machen.“ ging der Wirt wieder hinter seinen Tresen.
„ Wie wäre es nun mit einer Geschichte deinerseits?“ Onn war ganz schön hartnäckig. Ich bin aber nun mal kein Protokolldroide welcher auch für das Geschichten erzählen programmiert ist.
„ Ich habe dir doch schon gesagt das ich das nicht kann. Mir fällt auch nichts besonderes ein.“
„ Das glaube ich dir nicht. Jedes Kind denkt sich doch Sachen aus. Zum Beispiel das es mal den großen bösen Jungens von nebenan so richtig einen verpasst. Oder das man sicher als Kind vertauscht worden ist, wen sich die Eltern mal wieder als so richtig als Ekel darstellen.“
Nun gut, ich glaube damit kann meine Wenigkeit ja doch dienen. Verdrehe ich halt ein wenig die Tatsachen meiner eigenen Herkunft.
„Ich weiß nicht genau womit diese Geschichte ihren Anfang nehmen kann. Erst einmal denke ich brauchen meine Helden Namen oder?„ Fragend schaute ich Onn an. „Namen, Orte und Zeiten geben deiner Geschichte einen Rahmen. Ja denk dir halt welche aus.“ Diese Aussage der Twi`lek hilft mir sicher weiter. Also gut dann erfinde ich halt einige Sachen.
„Es war die Zeit der Blockade der Hydianischen Handelsstraße durch die Mandalorianer. Die Brentaalaner als Händler waren wie ihr ja sicher wisst, über diesen ganzen sich hinziehenden Vorfall alles andere als begeistert. Eine junge Frau, drittes Kind eines mittleren Adelshauses, Kira mit Namen, wollte ihren Eltern zeigen das auch Töchter immer noch etwas taugen.
Ihr Haus machte seine Geschäfte in der Hauptsache mit der Ausrüstung von Kolonisten und Siedlern. Neben Modulunterkünften, Wasseraufbereitern, Kommunikationsanlagen und allen möglichen Werkzeugen hatten sie auch einige Fluggeräte für die Orbit nahen Aufgaben und selbstverständlich auch Waffen. Das waren alles keine richtigen großen Sachen, aber für die Jagt, den Bergbau und zum roden von großen Flächen waren sie alle male ausreichend.
Durch einige Freunde, ihre Eltern nannten sie Taugenichts und Verbrecher und natürlich kein ordentlicher Umgang, hörte Kira das sich einige Schmuggler entschlossen hatten die Blockade zu durchbrechen. Jetzt sah sie ihre große Chance auf Ruhm und einen Platz in der Geschichte ihrer Familie. Kira suchte nun im Kreis ihrer Freunde nach Unterstützung, sie wollte selber eine richtige Kampftruppe aufstellen und sich der Schmugglerflotte anschließen.
Na ja, so richtig groß wurde die Truppe nicht. Fast alle ihrer Freunde hatten auf einmal massive Bedenken. Zu Gefährlich, ein Selbstmordkommando, Undurchführbar und sowieso eine dumme Idee. Sollten ihre Eltern doch richtig gelegen haben mit ihrer Einschätzung? Wollte Kira also nicht auch alle Pläne ad acta legen musste sie sich nach weiteren Helfern umschauen.“
Exler kam an unseren Platz und servierte zwei Gläser eines schillernden, perlenden Getränkes.
„Lasst es euch schmecken, geht auf meine Rechnung. Ihr müsst es auch nicht überstürzt trinken, Exlers Spezial ist bei jeder Temperatur köstlich.“ Lachend ging er wieder an seinen Platz zurück.
„Auf Ex… äh … auf Exler.“ Wir grinsten uns bei meinen Worten an und nippten an den Gläsern. Das schmeckte ja richtig köstlich. Der Wirt verstand sein Handwerk. Nach dem Rezept braucht man sicher nicht zu fragen. Großes Mixergeheimnis.
Dann kann ich ja meine Geschichte weiter spinnen.
„Also Kira brauchte noch ein paar mehr Leute. Einer den sie fragen konnte war Pilot in der Firma ihrer Eltern. Wen sie sich nicht täuschte schaute er ihr immer voll Sehnsucht hinterher. Der Kerl traute sich aber nie Kira einmal anzusprechen. Sie passte ihn in der Landebucht seines Frachters ab und fragte gerade heraus ob er ihr einen Gefallen tun könnte.
Raul, so hieß der junge Mann, stammelte, rot werdend das er sein Leben für Kira geben würde. Seid er sie das erste mal gesehen hatte wäre es um ihn geschehen und sie wäre auch der Grund warum er nur immer kurze Touren machen würde um ja immer mal einen Blick auf sie zu erhaschen.
Raul war nun gar nicht der Typ für welchen sich Kira erwärmen würde. Sie träumte von einem richtigen Helden, einem der die Sachen selber in die Hand nahm und nicht so einem verdrucksten, verklemmten Jungen. Für ihr Vorhaben kam er ihr aber gerade recht. In den Plan eingeweiht versprach er seinen Kumpel aus Kindertagen, welcher immer von Abenteuern träumen würde, mit ins Boot zu holen. Drei Freunde hatte sie überzeugen können und mit Raul und seinem Kumpan waren sie nun sechs.
Der nächste Schritt bestand in der Beschaffung von Raumfahrzeugen mit welchen sie in den Kampf eingreifen konnten. An Raumjäger oder noch bessere Kampfschiffe war überhaupt kein ran kommen. Man schaute sich also im Lagerbestand der eigenen Firma um. Ihnen fielen unter anderem Kleintransporter auf welche zum aussetzen von Ortungs-Satelliten oder ähnlichem vorgesehen sind. Diese Schiffe waren für zwei Mann Besatzung aber konnten auch Solo geflogen werden. Der Platz des zweiten Besatzungsmitgliedes war im Heck und diente auch mehr der Koordination. Fünf dieser Maschinen konnten sie heimlich abzweigen wobei Kira ihre Stellung in der Disposition der Firma zu gute kam. Sie rüsteten die Flieger nun mit Geschützen aus und stellten einige Flugversuche und Zielübungen an.
Man waren diese Kisten lahm. Damit würden sie es ja nicht mal in die nähe eines Gegners schaffen. Sie beratschlagten und fasten einen folgenschweren Entschluss. Das ganze würde ja eh ein Himmelsfahrt-Kommando werden, warum also nicht von vornherein darauf setzen soviel wie möglich Schaden zu verursachen und gleich versuchen eines der Schlachtschiffe der Mandalorianer zu vernichten. Die größte Zerstörungskraft an welche sie heran kamen bestand aus Thermalbomben zur Ersterschließung von Rohstoffvorkommen. Die Aussetzungsvorrichtungen der Schiffe boten sich ja gerade zu an. Sie würden also mit einem Bombergeschwader in den Kampf ziehen.
Raul bestand darauf Kira als Geschwaderführer in einem der Schiffe zu fliegen. Die andern vier wollten aber nicht zu zweit starten sondern sie kamen überein auch alle Schiffe zu nutzen. Da die Schiffe noch nie einen Besitzer hatten waren sie in der Werksausführung einheitlich grau. Der Name war somit schnell gefunden. Kampfgeschwader Grau.“
„Das ist jetzt also ein erfundener Name?“ Onn schaute mich dabei mit einem neutralem Gesichtsausdruck an. Was hat sie den nur jetzt wieder? Das ist doch eine Geschichte.
„Du hast doch gesagt Namen sind egal und können erfunden werden.“
„Ich habe halt mal gefragt, erzähl nur weiter das scheint ja ganz interessant zu sein.“
„Gut, der Name war also Grau. Kiras Schiff würde Grau Eins sein und an Steuerbord wäre Zwei und dann Vier. Die andere Seite nähmen Drei und Fünf ein. Damit sie beim Anflug auf den Gegner nicht ganz wehrlos wären bekam Grau Eins noch heckseitig ein Geschütz eingebaut und sie flögen als offenes V mit Vier und Fünf vorn und Eins als Schluss. In das Kampfgebiet transportiert sie ein Sprung tauglicher Frachter der Firma welcher kurzfristig für ihre Zwecke eingespannt würde. Raul wollte ihn fliegen und vor Ort umsteigen. Dann hieß es warten.
Der Tag X kam schneller als erwartet und zu ihrer aller Überraschung ging am Anfang auch alles nach Plan. Kira und die vier anderen Piloten flogen ihre Schiffe zu einem Rendezvous Orbit und Raul nahm die Gruppe an Bord eines Frachters. Die Sprungkoordinaten brachten sie direkt in das blockierte Gebiet. War es Zufall oder Schicksal? Der Kampf musste gerade erst begonnen haben. Die Schiffe der Schmuggler waren praktisch überall und hatten die Mandalorianerauf dem falschen Fuß erwischt.
Unsere Helden bemannten ihre Schiffe und verließen den Frachter. Kira fühlte sofort ein richtiges kribbeln und sie konnte es kaum erwarten in den Kampf einzugreifen. Voll Überschwang öffnete sie einen allgemeinen Comkanal und rief in die Runde dass sich das Geschwader Grau nun am Kampf beteiligen wolle und man möge ihnen ein Ziel vorgeben. Eine weibliche Stimme antwortete ihnen dass ja genügend Feinde da wären und sie sollen sich was aussuchen und viel Glück. Nun dieses war ja nicht der große Empfang aber es stimmte ja. Gegner gab es genug.
Die Gruppe nahm ihre Formation ein und im internen Kanal gab Kira das nächste schwere Schlachtschiff der Mandalorianer als Ziel vor. Nun sollte sich zeigen ob ihre Überlegungen hinsichtlich ihrer Taktik aufgehen würden. Könnten sie so einen Brocken vernichten gingen sie in die Geschichte ein. Das sie nicht mehr lebend da fort kommen war ihnen wohl klar. Man sagte schon mal untereinander auf nimmer Wiedersehen und das unter Umständen, vielleicht, bei viel viel Glück der ein oder andere ja heil aus der Schlacht heim finden würde und er die anderen dann nie vergessen möge.
Grau Eins an Grau, für die Freiheit.Zum Erfolg, los geht’s.
Mit diesen Worten gab Kira das Zeichen zum Angriff.
Wieder erwarten nahm keiner der noch wenigen sich im freien befindlichen feindlichen Jäger Notiz von dem Geschwader. Sie wurden wohl nicht für voll genommen und da es ja auch mehr den Eindruck machte, als wollten ein paar Sandmücken einen Rankor auch nur ansatzweise gefährlich werden nicht als des Kampfes für würdig befunden. Das änderte sich als sie in Reichweite der Abwehrgeschütze kamen.
Grau Vier an Eins, mich hat’s erwischt. Durch das Abwehrfeuer haben wir keine Chance. Ich mache alle Babys scharf und ihr lasst mir einen Vorsprung. Manövrieren kann ich eh nicht mehr. Vielleicht kann ich ein paar Geschütze ausschalten und ihr kommt dann näher ran.

Eins an Vier, danke für alles wir machen das so. Leb wohl

Zwei an Vier, ach scheiße Fredo mach’s gut bis gleich man sieht sich.

Fredo bis gleich.

Mit vollem Schub raste Grau Vier dem Schlachtschiff entgegen. Ob er noch mehrmals getroffen wurde, wer weiß. Auf jeden Fall erblühte über den Rumpf des großen Schiffes eine riesige helle Wolke und Vier verschwand aus den Anzeigen der restlichen Bomber.
Eins an Grau. Jetzt holen wir uns die Kerle. Für Fredo.
Vier hatte wohl recht mit der Vermutung die Geschütze in einem großen Bereich lahm legen zu können. Unbehelligt von gegnerischem Feuer schwenkten die verbliebenen Schiffe über den Rumpf des Großkampfschiffes ein. Aus Richtung Mitschiffs in Richtung Heck legten die vier restlichen
Schiffe ihren Bombenteppich.
Das Resultat war für alle dann doch eine Überraschung. Sie wollten ja ein großes Schiff zerstören aber so recht hatten sie nicht mehr daran geglaubt als sie sich der wahren Macht und Größe dieses Riesen genähert hatten. Die ersten Thermalbomben hatten die Hülle geschwächt und die letzten vielen vermutlich fast bis zum Antriebskern und entfalteten erst da ihre ganze Hitze. Das Schiff schien vom Heck her zu verbrennen und ein heller Feuerball bewegte sich in Richtung Bug. Jetzt hieß es verschwinden aber ihre Schiffe waren wirklich zu langsam. Ein größeres Schrottteil raste Backbord an Kiras Schiff vorbei und zertrümmerte Fünf. Die Welle welche von dem explodierenden Schiff der Mandalorianer ausging trieb die restlichen drei Grauen davon.
Wow was für ein Hammer. Mist das mit Fünf. Fredo, Torgge kommt dich schon besuchen. Wir werden auch nicht mehr lange auf uns warten lassen.
Über den offenen Comkanal waren alle möglichen Rufe zu hören. Von großem Erstaunen über Gratulationen und Mitgefühl für die verlorenen Freunde.
Eins an Zwei und Drei. Hat noch einer Bomben? Wir sind leer.

Zwei, negativ.

Drei, ich hab auch keine mehr. Was für ein Schauspiel und ich lebe immer noch. Was machen wir?

Eins an Grau, kommt wir mischen noch ein wenig mit. Eigentlich sollten wir ja alle tot sein. Bomber sind wir nun keine mehr. Versuchen wir uns mal als Jäger.

Zwei, Du spinnst doch mit den lahmen Kisten. Wir haben geschafft was wir wollten. Ich versuche mich vom Acker zu machen wen ihr nichts dagegen habt.

Ich zwinge keinen. Viel Glück. Unsere Chancen stehen wirklich nicht gut aber mich bekommt hier keiner lebend weg. Drei, was ist mit dir?

Drei, ich komme zu euch. Ich bin das glaub Fredo schuldig. Zwei viel Glück. Und danke.
Zwei hatte auch fast Glück. Ein Schmugglerfrachter nahm ihn an Bord aber dieser Frachter wurde im laufe der weiteren Kampfhandlung vernichtet.
Von den fünf waren jetzt also nur noch zwei Schiffe am Kampfgeschehen beteiligt.
Jetzt muss ich erst mal was trinken. Vom vielen reden bekommt man ja einen trockenen Hals.“
Onn trank ebenfalls und meinte dann. „Du kommst ja richtig in fahrt. Man könnte meinen diese Geschichte erfindest du nicht gerade sondern sie wäre dir schon bekannt.“
„Nun das ist halt so eine Sache bei der ich selber gern dabei gewesen wäre. Ich habe mir das immer so vorgestellt. Das ist aber nun schon eine ganze Weile her und man hat von den Mandalorianern nicht mehr viel gehört. Und irgendwo müssen die Schmuggler ja auch neue Leute her bekommen. Ich glaube es gibt keine Rasse bei der schon der Nachwuchs mit Laser-Pistole und Weste und Stiefeln als kleiner Schmuggler geboren wird.“
Jetzt grinste auch die Twi`lek wieder und schüttelte den Kopf. „Stimmt davon habe ich auch noch nie gehört. Der Punkt geht an dich.“
„Weiter geht es. Eins und Drei orientierten sich erst einmal. Jetzt hatten auch die Mandalorianer ihre Jäger bemannt und in den Kampf geworfen. Das Schlachtenglück hatte die Schmuggler scheinbar verlassen. Aus Jägern war Beute geworden.
Drei an Eins. Seht ihr Achtern diesen ungewöhnlichen Modulschlepper. Ich glaube der kommt mit den drei Verfolgern nicht alleine zurecht.

Ja sehen wir. Gut dann versuchen wir mal zu helfen.
Der Schlepper hatte sich bis dahin auch sehr gut zu Wehr gesetzt. Durch konzentriertes Feuer seiner Verfolger aber nun einen Geschützstand verloren. Unsere Grauen schafften es einen der Jäger zu vernichten. Wieder einmal wurden ihre Kisten nicht so recht für voll genommen. Dieses änderte sich aber gerade. Die zwei Schiffe der Mandalorianer ließen vom Schlepper ab und setzten sich durch schnelle Flugmanöver hinter unsere Freunde. Eh sie überhaupt einen Ausweichkurs fliegen konnten war Drei Geschichte.
Kira und Raul konnten es kaum fassen aber die gegnerischen Piloten waren doch um Klassen besser. Echte, erfahrene Krieger. Mit dem Beschuss durch Kiras Heckgeschütz hatte aber ihr Verfolger doch nicht gerechnet. Somit war es nun ein Kampf Einer gegen Einen. Na ja fast. Als Grau Eins in der nähe des Schleppers mit dem Verfolger im Heck vorbei flog schoss dieser eine Lenkrakete auf den Jäger ab und das Schiff zerfiel in kleine Teile.
Die Stimme eines Droiden bedankte sich auch im Namen der Kapitänin des Schleppers für die Unterstützung und gab das bedauern über den Verlust eines der Helfer zum Ausdruck.
Nun war also vom ganzen Geschwader nur noch ein Schiff übrig. Und auch mit diesem war es nicht mehr weit her. Das Aufladen der Waffen-Kondensatoren würde mächtig zu lasten des Antriebes gehen. Als Kira nun Raul über ihre Optionen befragte machte dieser einen sehr verrückten Vorschlag.
Im Schutz eines aus Wrackteilen bestehenden Trümmerfeldes wollte er abwarten bis alle Systeme wieder voll einsatzbereit waren. Dann würden sie weiter sehen. Kira stimmte dem Versteckspiel zu.
Raul manövrierte ihr Schiff also ein eine Schrottwolke. Still verfolgten sie den Kampfverlauf welcher sich immer mehr zu einer Katastrophe für die Schmuggler entwickelte.
Aus dem Hyperraum trafen zwar immer noch vereinzelte Schiffe ein welche auf Seiten der Schmuggler in den Kampf eingriffen. Aber es schien nur eine Frage der Zeit bis die Angreifer vernichtet waren oder fliehen mussten. Raul machte Kira unter anderem auf drei in perfekter Formation anfliegende kleine Kreuzer aufmerksam. Nach seinen Worten handelte es sich um absolute Neuheiten der Republik. Kira fragte sich woher manche Schmuggler nur immer so tolles Gerät auftreiben.
Solche Schiffe hätte sie auch gern gehabt. Sicher würden dann ihre Freunde und Rauls Kamerad noch leben.
Plötzlich kam Bewegung in das Flaggschiff der Mandalorianer. Es nahm fahrt auf und richtete seinen Bug in Richtung der Eintrittzone der zuletzt angekommenen Kreuzer. Nur leider lag auch die Schrottwolke jetzt in der Flugbahn. Vom Schlachtschiff blitzte ab und an Laserfeuer auf und verdampfte größere Schrottteile welche gefährlich werden könnten. Diesmal machte Kira den verrückten Vorschlag. Sie fragte Raul ob er es schaffen würde im Schutz der Wolke auf der Außenhaut des Schiffes zu landen. Am besten in der Nähe einer Reparaturschleuse. Wen dieses ihr Wunsch wäre. Sicher könnte er das und er hatte ja versprochen alles für sie zu machen. Das Manöver gelang. In ihren Schutzanzügen begaben sie sich zur Schleuse. Kira war zwar etwas verwundert warum sich der Öffnungsmechanismus ohne Sicherheitsabfragen betätigen lies. Dies konnte beide aber nicht davon abbringen das Schiff zu betreten. Als sich die innere Tür öffnete erkannten sie ihren Fehler. Man hatte sie scheinbar erwartet. Ein ganzer Trupp Mandalorianer stand mit Waffen im Anschlag im Gang und machte ihnen unmissverständlich klar keine Heldentaten mehr zu versuchen. Schnell waren sie durchsucht und aller Ausrüstung ledig.
Ihr widerlichen Wanzen. Unser Führer möchte euch lebend. Ihr wisst ja nicht was ihr getan habt.
Nur dieser Wunsch unseres Führers hat dafür gesorgt das eurer lächerliches Vehikel nicht schon längst vernichtet wurde. Folgt mir.

Da hat die Wanze wohl schmerzhaft zugebissen...
Weiter kam Kira nicht bevor sie einen Schlag in den Magen bekam und zu Boden ging. Raul hatte gerade einen schnellen Schritt in Richtung des Schlägers machen wollen da lag auch er schon schmerzverzerrt neben Kira an Deck.
Das wird euch lehren. Lebend heißt ja nicht unversehrt. Wir haben nur keine Lust euch zu tragen. Los jetzt hoch und keine Mätzchen mehr.
Der Trupp setzte sich wieder Richtung Transport Lift in Bewegung.
So eine Liftfahrt ist ein guter Grund mal eine Pause zu machen. Ich muss mal für kleine Mädchen. Wo geht es da lang?“
Fragend schaute ich Onn an.
„Da am Tresen vorbei und durch den Durchgang, siehst dann schon die Piktogramme .“
Onn fuchtelte dabei mit einer Hand in unbestimmte Richtung. Sie schien nicht mehr so recht auf der Höhe zu sein. Ihr Blick war seltsam nach innen gerichtet als wäre sie Augenblicklich nicht mehr anwesend. Mir ging es blendend. In den Getränken war sicher nichts schädliches. Also auf und weg.
 
Alt 01.10.2010, 14:20   #3
Gast
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AW: Charaktergeschichte (Eine Tochter)

-3 -
Als ich den Schrankraum wieder betrat, hatten Exler und Onn ihre Köpfe fast ineinander gesteckt und flüsterten aufgeregt miteinander. Die beiden mussten sich wirklich schon sehr gut kennen hatte es den Anschein. Die Twi'lek sah mich als erste und verstummte sofort. Der Wirt drehte sich ebenfalls zu mir um und musterte mich wieder einmal eingehend von Kopf bis Fuß.
„Na was heckt ihr zwei aus? Sollte ich euch beide stören so danke ich nochmals für die letzte Köstlichkeit und gehe meiner Wege.“
Onn sprang regelrecht auf. So ein Tempo hätte ich der dicken Tante ja gar nicht zugetraut.
„Nein, nein. Komm nimm wieder Platz. Ich bin ganz gespannt auf den weiteren Fortgang deiner Geschichte. Mit Exler habe ich nur ein wenig wegen der Bezahlung einiger Rechnungen gefeilscht. Das ist nichts was mit dir zu tun hätte. Stimmt es?“ Dabei schaute sie sehr intensiv zu dem Besalisken. Exler fing ganz stürmisch an zu nicken. Irgend etwas war sicher faul mit den beiden aber jetzt wollte ich auch selber die Geschichte fertig zu ende erzählen. Ich nahm platz und Onn setzte sich ebenfalls zurück an den Tisch.
„Wo war ich? Ach ja im Lift.
Kira und Raul wurden also zur Brücke des Schlachtschiffes geführt. Das innere des Schiffes machte eigentlich überhaupt nichts her. Es gab keine Verzierungen oder Verkleidungen. Selbst an Farbe hatten die Eigner gespart. Kabel und Versorgungsleitungen liefen völlig offen an Wänden und Decken entlang. Hier machte eher alles den Eindruck eines nicht fertigen Rohbaues. Die Mandalorianer schienen keinen Wert auf Ästhetik zu legen. Dazu passten auch die Schutzrüstungen ihrer Wächter. Fast war Kira geneigt anzunehmen das ein Zusammenhang zwischen dem Grad der verbeultheit der Anzüge und dem Rang der Träger bestand. Der große Boss sah dann sicher wie mit einer rostigen, zerknitterten Konservendose bekleidet aus. Damit lag sie aber falsch.
Auf der Brücke angekommen sahen sie sich einem Hünen von Zweibeiner gegenüber welcher in einer strahlend blau goldenen Rüstung steckte. Der Schutzhelm gab keinen Blick auf das Gesicht ihres Gegenüber frei. Ihr bisheriger Führer kommandierte sie sofort auf die Knie.

Ihr Missgeburten auf die Knie mit euch wenn ihr dem großen Führer gegenübersteht.

Kira konnte sich schon wieder nicht beherrschen.

Was nun? Knien oder stehen....

Sie lag nun zu Füßen des Führers. Trotz ihres eigenen Schutzanzuges tat es jedes mal wieder höllisch weh. Was hatte der Kerl aber auch für einen Hieb.
Eine sicherlich durch raffinierte Technik verstärkte Stimme kam aus Richtung Helm der großen Gestalt.

Kellor...ist das die Besatzung von Grau Eins? Gut bring sie da hinüber. Ich werde mich nachher um die feigen Mörder meines Bruders kümmern. Jetzt bedarf eine Meldung das Tiefenradars noch kurz meiner Aufmerksamkeit.

Kira wurde hoch und weg gezerrt und auch Raul bekam eine unmissverständliche Aufforderung sich zur Wand zu begeben. In diesem Moment war den beiden erst so richtig klar das ihre vernichteten Gegner keine Maschinen waren, sondern ebenso Wesen mit Herkunft und Familie wie sie selbst. Mit Gnade hatten sie auf keinen Fall zu rechnen.
Von ihrem neuen Platz aus konnten sie aber einen Blick auf den Hauptschirm werfen. Das Schicksal der Schmugglerflotte war besiegelt. Die Jäger der Mandalorianer kannten kein Erbarmen. Immer wieder verging eines der Schmugglerschiffe in einer Explosion. Größere Schiffe wurden durch die Hauptgeschütze der Schlachtschiffe beschossen bis sie eine Beute für die Kreuzer und Jäger waren.
Die einzigen welche überhaupt noch so etwas wie Kampfgeist zeigten waren die umgerüsteten Großfrachter und die drei neuen Kreuzer. Mit welch waghalsigen Manövern diese in perfekter Formation vorgingen war mit reinem Pilotenkönnen nicht zu erklären. Wie ein heißer Draht durch Butter so schlugen sie eine Schneise durch alles was ihnen ihren Weg versperren wollte. Das Ziel war das Flaggschiff. Ohne den Blick vom Hauptschirm zu wenden befahl der Führer Kellor sich wieder auf den Weg zu machen um die nächsten Gäste in Empfang zu nehmen. Es war nun offensichtlich, dass die drei schnellen Schiffe unter immer stärkeren Abwehrfeuer liegend auch versuchen würden auf der Oberfläche des großen Schiffes zu landen. Kellor stellte zwei Mann zur Bewachung von Kira und Raul ab und verließ mit einer Ehrenbezeugung in Richtung seines Anführers mit dem Rest seiner Truppe die Brücke.
Da die letzten paar Augenblicke jeder auf der Brücke nur die waghalsigen Manöver der Neuankömmlinge beobachtet hatte, war der Grund für die Aufmerksamkeit des Anführers für Kira erst ersichtlich als ein Brückenoffizier verkündete das sich auch weiterhin Eintrittsignaturen in den Raumabschnitt ausmachen ließen. Nun sah auch Kira immer mehr Schiffe, bei welchen es sich erkennbar um Kriegsschiffe der Republik hantelte, aus dem Hyperraum fallen und sich sofort gegen jedes mandalorianische Schiff in Reichweite wenden.
Sollte sich die Schlacht doch wieder zu Gunsten der Schmugglerflotte drehen?
Das nennt man wohl eher eine rhetorische Frage, oder Onn? Jeder weiß ja wie die Schlacht am Ende ausging.“
„Ja so nennt man das. Aber es macht doch einen Unterschied ob man einer Geschichte über ein Ereignis lauscht oder ob man nackte Fakten vorgesetzt bekommt. Und mich würde jetzt der verbleib der drei Schiffe interessieren und nicht so sehr die Raumschlacht. Ach und Ex vergiss deine Gäste nicht. Uns natürlich auch nicht, ist so trocken hier.“ Damit wand Onn ihre Aufmerksamkeit wieder ganz mir zu.
„Die drei also. Und zum Schnorrer werde ich auch noch. Oder ist das zum Zunge lösen gedacht? Onn, ich bekomme den Verdacht das du auch einiges von der Blockade und ihrer Auflösung aus erster Hand weist.“
Onn machte ein erstauntes Gesicht. „Ich? Nein wie kommst du darauf? Ich habe nur so einiges darüber auf geschnappt. Was man halt so hört wen man in Cantinas rumhockt. Und was heißt - auch aus erster Hand - ? Deine Geschichte ist wohl aus erster Hand?“
Mist, Mist, Mist. Ich sollte etwas mehr auf meine Wortwahl achten. Die Tante ist aber auch Aufmerksam.
„Nun es ist nicht alles frei erfunden muss ich ehrlich zugeben. Ich habe die Geschichte von jemanden gehört der einen der Beteiligten und Überlebenden gekannt hat. Die ganze Sache spielte ja auch vor meiner Geburt. Ich war also sicher nicht da. Du könntest aber vom alter her locker dabei gewesen sein. Aber gut lassen wir das. Gehen wir zurück an Bord des Flaggschiffes.
Kira konnte von ihrem Platz aus keinen Blick auf die Monitore werfen welche die Außenansichten des Schlachtschiffes übertrugen. Der große Mandalorianer stand reglos wie eine Statue vor dem Hauptschirm. Plötzlich drehte er sich um und fixierte den Gang in welchem vor einer Weile Kellor mit seinem Trupp verschwunden war.

Jedi … in den Schiffen waren Jedi. Kellor ich schicke alle Kämpfer zu dir. In den Schiffen sind Jedi. Von wegen der Rat dieser Kuttenträger kommt nie zu einem Entschluss. An alle Einheiten, wir müssen davon ausgehen das sich Jedi mit in den Kampf einmischen. Endlich bekommen wir wahre Gegner und damit ehrenvolle Kämpfe.

Bei den letzten Worten drehte er sich zu Kira und Raul um.

Und was euch angeht...Ihr werdet euch wünschen nie so eine hinterhältige, ehrlose Dummheit begangen zu haben. Oder habt ihr das für einen mutigen Kampf gehalten. Wir werden euch kämpfen lehren. In den Gruben werden sich alle darum drängen die Mörder von mehr als fünfzig der größten unserer Krieger bekämpfen zu können. Und glaubt nicht das wäre ein schneller Tot. Die besten Mediziner werden euch selbst von den Toten zurückholen und wieder einsatzfähig machen. Ihr werdet wieder und wieder Schmerzen erleiden welche ihr euch bisher nicht vorzustellen vermögt. Euren ersten Kampf werdet ihr gegen mich bestreiten und wenn ihr wieder zusammengeflickt seid auch euren zweiten. Ihr seht nämlich nicht so aus als würdet ihr länger als eine Sekunde überleben. Und dieses wäre sehr unbefriedigend.

Kira konnte es sich nicht verkneifen.

Eine Sekunde, was für ein Glück. Ich dachte schon du willst uns zu Tote plappern.

Der Mandalorianer machte einige schnelle große Schritte auf seine Gefangenen zu und zischte:

Glaube nicht das wir hier an Bord keine Bacta-Tanks haben. Als erstes werde ich dir deine Zunge heraus reißen. Ach und deine Hände in kleine Fragmente zerquetschen...

Er drehte sich wieder Richtung Gang.

Kellor, was …

Blitzartig riss er seinen linken Arm nach vorn in Richtung Durchgang und feuerte aus einer in der Rüstung eingebauten Waffe auf die dort aufgetauchten Gestalten.
Kira schaute erstaunt in Richtung der Schüsse. Wirkungslos zerfaserten die Energien an einer Art Barriere und lies die Szenerie in einem Glorienschein leuchten.
Mitten im Durchgang stand ein, ihn Kiras Augen, Prinz. Groß, dunkle Haut, gelocktes volles schwarzes Haar, ein offener strahlender Blick welcher den Raum ohne Anzeichen von Angst oder Hektik musterte. Als sein Blich sich mit Kiras Augen traf kam es ihr vor als würde er ihr zuzwinkern. Hatte der Mann überhaupt keine Angst das ihm hier etwas passieren könnte.
Jeder Mandalorianer hatte auf einmal eine Waffe in der Hand und feuerte was das Zeug hielt in Richtung der Fremden. Außer ein paar spektakulärer Lichteffekte und einiger schwarz rauchender Stellen an den Wänden rings um das Schott hatte das keine Wirkung.
Bisher hatten die Neuankömmlinge das Feuer nicht erwidert. Der – Prinz – machte einen Schritt nach vor und hob die rechte Hand.

Meine Herren, beruhigen sie sich doch. Wir werden über alles reden können. Keinen von ihnen muss etwas geschehen.

Der Anführer der Mandalorianer war mit wenigen Schritten an einem Wandschrank und riss ein großes Vibro-Schwert heraus.

Du kleiner Jedi. Ich falle schon lange nicht mehr auf eure Spielchen herein. Stell dich zum Kampf. Mann gegen Mann wie es sich gehört.

Der Jedi, um einen solchen handelte es sich ja nach Ausspruch des Führers, schaute ruhig zu ihm hin.

Und dann. Enden alle Kampfhandlungen? Oder wird das so weitergehen bis keiner mehr für einen Zweikampf übrig ist. Sollte letzteres der Fall sein bitte ich die Herren sich schon mal anzustellen. Das sollte ein Spaß sein. Wir sind nicht hier um zu kämpfen sondern ein Ende der Blockade herbeizuführen. Mein Vorschlag. Sie begeben sich alle in unsere Obhut und ich versichere das sie eine faire Verhandlung und Behandlung bekommen.

Genug

Mit diesem Wort sprang der Mandalorianer mit erhoben Schwert auf den Jedi zu.
Ein helles hohes Surren wurde hörbar und in der linken Hand des Jedi erschien eine grüne Klinge aus strahlendem Licht.
Fasziniert schauten Kira und Raul auf das Lichtschwert. Diese Waffe kannten sie bisher nur von Holo-Bildern.
Der erste Schlagabtausch war von den Augen aller Anwesenden nicht zu verfolgen. Viel zu schnell trafen die beiden Waffen aufeinander. Es war mehr eine Art Tanz und Musik von Bewegungen, Klängen und Summen als ein Kampf.
Der Mandalorianer löste sich als erster durch einen Sprung nach hinten aus diesem Reigen. Nun begann ein gegenseitiges Belauern. Der Jedi machte keine Anstalten selber Anzugreifen. Er parierte und blockte nur jeden Versuch seines Gegners mit scheinbarer Mühelosigkeit.
Kira konnte kaum die Augen von dem Jedi abwenden. So sah ganz eindeutig der Mann all ihrer Träume aus. Nur was sollte das bringen. Jeder wusste doch das Anhänger dieses Ordens keine persönlichen Beziehungen eingehen durften. Irgend so eine Art verklemmter Kodex. Aber träumen durfte Kira ja.
Nach und nach nahm sie auch wieder ihre jetzige Situation und Umgebung wahr. Die restlichen Mandalorianer auf der Brücke hielten noch alle ihre Waffen in Händen und waren scheinbar unschlüssig und warteten auf einen Befehl ihres Chefs. Hinter dem Jedi erkannte Kira nun auch weitere Personen. Es handelte sich den Rüstungen nach zu Urteilen um republikanisches Militär. Diese Soldaten hielten auch alle ihre Waffen schussbereit.
Wen ihr Wissen um Rangabzeichen sie nicht im Stich lies war der am weitesten vorn stehende wohl ein Leutnant. Somit durfte ein ganzer Zug im Schiff sein. Ihre Chancen von den Mandalorianern wieder fort zu kommen waren auf einmal deutlich gewachsen.
Die beiden Kontrahenten fingen nun an sich zu umkreisen.
Dann überschlugen sich wieder einmal die Ereignisse. Einer der Mandalorianer sah entweder eine Chance oder hatte von seinem Chef über Com einen entsprechenden Befehl erhalten. Jedenfalls feuerte dieser auf den Jedi welcher mit dem Rücken zu ihm stand. Der Jedi führte, als hätte er auch hinten Augen, sein Lichtschwert hinter sich und lenkte den Schuss zur Decke ab.
Als hätten alle Kämpfer auf der Brücke nur darauf gewartet brach die Hölle los. Kira und Raul machten sich so klein und Unsichtbar wie möglich um nicht von verirrten Blasterschüssen getroffen zu werden. Nun wurde die Feuerkraft der republikanischen Soldaten bemerkbar. Innerhalb kürzester Zeit war der Spuk vorbei und die noch auf den Beinen stehende Brückenbesatzung stelle das Feuer ein und machte durch das ablegen ihrer Waffen klar sich zu ergeben.
Mit seiner wieder donnernden Stimme beschimpfte sie ihr Anführer und sprach ihnen jegliche Ehre ab. Sie würden alle aus den Büchern und Erzählungen verbannt werden und dürften sich fortan nicht mehr Mandalorianer nennen. Nur einer seiner Leute reagierte vielleicht in seinem Sinne darauf und griff wieder zur Waffe, welches ihm aber außer einem Augenblicklichen Treffer von seitens des Leutnant nichts einbrachte.
Der Jedi versuchte den Anführer wieder durch Worte zur Aufgabe zu bewegen, hatte aber keinen Erfolg. Vielmehr drohte dieser nun auf jeden Fall die feigen Mörder seines Bruders nicht mit dem leben davon kommen zu lassen. Bei diesen Worten richtete er seinen linken Arm in Richtung von Kira und Raul. Welcher Art Geschoss oder was auch immer die eingebauten Waffen seiner Rüstung für Überraschungen parat hatte sollten unsere Freunde zum Glück nie erfahren. Ein Schlag des Lichtschwertes trennte den ganzen Unterarm im Bereich des Ellenbogens ab.
Fassungslos schaute der Mandalorianer auf den Arm zu seinen Füßen. Ein leichter Geruch nach verbranntem Fleisch breitete sich auf der Brücke aus. Das Schwert glitt aus seiner rechten zu Boden und er kniete sich mit gebeugtem Haupt vor die Republikaner.

Mein Schiff und meine Leben gehören euch. Für die Reste unserer Flotte will und werde ich aber nicht sprechen. Sie sind Mandalorianer und suchen den Kampf. Eines noch. Diese beiden da sind als ehrlose Mörder in Bild und Ton schon als Holo-Übertragung an alle Mitglieder meiner Familie und unseres Clans gesendet wurden. Sie werden büßen.

Der Leutnant mache einen Schritt vorwärts.

Genug geredet. Ben und Orli, ihr übernehmt den Kerl da. Jocki nach vorn mit dir. Übernimm des Schiff. Der Rest, sichern und aufräumen. Ach und Kara-Ben du kannst dich ja um die beiden da kümmern. Das ist ja dann wieder Diplomatie.

Der Jedi Kara-Ben schien erst eine Erwiderung in Erwägung zu ziehen beließ es aber dann bei einem Nicken.
Als der Jedi auf Kira und Raul zuging erhoben sie sich. Seid langer Zeit wusste Kira einmal nichts zu sagen. Sie hatte Angst nur zu stammeln und sich vollkommen vor ihrem Retter zu blamieren. Der Jedi sah die beiden eine Weile schweigend an. Dann ergriff er das Wort.

Mein Name ist Kara-Ben, Diplomat des Ordens der Jedi und der Republik. Unser Auftrag lautet die freie Flotte beim Kampf um die Aufhebung der Blockade der Handelsstraße zu unterstützen und ein Ende der selben herbei zuführen.

Er zeigte auf den Leutnant.

Dies ist Leutnant O'Gram. Militärischer Befehlshaber einer Sondereinheit der republikanischen Streitkräfte. Er ist in unserer Staffel auch mein Vorgesetzter als Vertreter des Senats. Nur in Fragen der Diplomatie soll er mir den Vortritt lassen.
Dabei zwinkerte er Kira zu. Diesmal hatte sie es sich nicht nur eingebildet.
Sie sind also Gefangene. Sollte es ihr Schiff gewesen sein welches auf der Außenhülle neben einer Reparaturluke geparkt war, so muss ich ihnen leider Mitteilen, es ist nur noch Schrott. Es tut uns sehr Leid. Aber Kollateralschäden können selbst wir nicht immer vermeiden.

Endlich hatte sich Kira unter Kontrolle. Nun das Schiff war sicher zu verschmerzen. Sie waren am Leben und verdankten dieses zu einem guten Teil diesem Jedi und den Soldaten.

Ach das Schiff. Ja das ist … war unseres. Wir dachten eh nicht daran es jemals wieder zu sehen. Wir stehen in eurer Schuld. Ich bin Kira und das ist Raul.

Damit zeigte sie auf ihren treuen Begleiter. Kara-Ben gab beiden die Hand. Und Kira durchströmte ein sonderbares Gefühl bei diesem festen Händedruck. Der Jedi schaute nun Kira fest an und beugte seinen Kopf.

Dann gehe ich recht in der Annahme das ich hier Mitglieder der Grauen Staffel vor mir sehe. Sie haben uns erst durch ihr Landemanöver auf diesem Schiff darauf gebracht es ebenso zu machen. Sie sind eine meisterliche Pilotin.

Kira schüttelte schnell den Kopf und zeigte auf Raul.

Raul ist der Pilot. Und es war seine Idee. Wie kommen sie darauf das ich es war? Und woher wissen sie um den Namen unserer Staffel?

Kara-Ben schien doch tatsächlich etwas aus der Fassung.

Raul entschuldigen sie vielmals meinen Fehler. Wir haben Holo-Netz Aufzeichnungen der ganzen Schlacht. Lassen sie sich von niemanden und zu keiner Zeit ihren Mut und ihre Tatkraft absprechen.
Wen die Mandalorianer Gegner nicht für voll nehmen ist das deren Problem. Ach und Grau Eins war immer eine weibliche Stimme.

Bei diesen letzten Worten schaute er Kira an.
Raul, welcher seit sie gefangen wurden alles nur noch wie durch Nebel aufnahm und eigentlich mit seinem Leben abgeschlossen hatte räusperte sich vernehmlich.

Ich... ich möchte auch danke sagen... wir … ihr ...ich … ach danke.

Mit diesem mehr oder wenig Gestammel fiel er dem Jedi um den Hals. Nur mit Mühe konnte er seine ihn plötzlich in die Augen schießenden Tränen verbergen. All die Anspannung, Furcht und Ungewissheit waren verschwunden. Was blieb waren Trauer um seine Freunde und Gefährten welche bei diesem Abenteuer ihr Leben verloren hatten. Und eines wurde ihm auch klar. Egal für welchen Weg oder welchen Gefährten sich Kira einmal entscheiden würde, er würde immer für sie da sein. Irgendwann würde er es ihr auch sagen.
Kara-Ben schob Raul sachte von sich.

Hier haben wir alles vollständig unter unserer Kontrolle. Ich lade sie beiden ein mit auf meinem Schiff zu fliegen. Sicherlich werden wir einen Weg finden sie an einen gewünschten Ort ihrer Wahl abzusetzen. Kommen sie doch bitte erst einmal mit uns mit.

Er drehte sich um und ging festen Schrittes auf den Gang zu durch welchen ihre Retter vor einer gefühlten Ewigkeit aufgetaucht waren. Kira schaute Raul an und er nickte ihr zu. Beide folgten Kara-Ben auf den Weg von der Brücke.“



Oh erhob ihr Glas welches schon eine Weile unberührt vor ihr stand.
„ Onn, mehr gibt es im Grunde nicht mehr zu erzählen. Die Schlacht endetet mit einem Sieg für die Flotten der Schmuggler und Republikaner. Unsere beiden Helden begleiteten eine Weile den Jedi und nach ein paar Wochen kamen sie wieder auf ihren Heimatplaneten an. Zum Wohl sein.“
Die Flüssigkeit ran wohltuend ihre vom vielen reden ausgedorrte Kehle hinab.
Irgendetwas stimmte aber ganz und gar nicht mit diesem Getränk. Sie versuchte Onn eine Frage zu stellen und es kam kein Ton aus ihrem Mund. Panik ergriff sie. Was war nur los. Auch konnte sie ihre Gliedmaßen nicht mehr bewegen. Onn schaute nur sehr interessiert zu. Alles verschwamm vor ihren Augen. Das letzte was sie mitbekam war, dass die Twi-lek sie stützte damit sie nicht nach vorn überfiel.
 
Alt 01.10.2010, 16:37   #4
Gast
Gast
AW: Charaktergeschichte (Eine Tochter)

Sehr nice geschrieben und an sich eine sehr gute geschichte ^^

es war auch alles sehr gut beschrieben und von daher kannst gerne weitermachen ^^ ich werds sicher lesen xD


und gz zu diesem einfallsreichtum
 
Alt 09.08.2011, 14:32   #5
Gast
Gast
AW: Charaktergeschichte (Eine Tochter)

-4-

Als ich wieder zu mir kam, musste eine längere Zeit verstrichen sein. Die Cantina war bis auf Exler und mich völlig leer. Gift. … Ja sicher man hat mich vergiftet. Die haben mir irgend etwas in das letzte Glas getan. Alle meine Sinneseindrücke nahm ich wie durch einen dicken zähen Nebel war. Wo war Onn und was hat es damit auf sich, dass der mir gegenüber sitzende Exler einen Blaster auf mich richtet?
„Ex … Exler …“ Die Worte quälten sich regelrecht über die Lippen. „Kannst du … was … verdammt … was soll das werden?“
Ohne den Blick auch nur ein wenig von mir abzuwenden rief er nach der Twi-lek.
„Onn komm her. Ich glaube unser Schützling ist wieder munter.“
Ich drehte unter größerer Anstrengung meinen Kopf in Richtung Durchgang zu den hinteren Räumen. Die dicke Tante kam langsam an den Tisch gelaufen. Aus ihrem Gesicht war jede Freundlichkeit verschwunden. Auch sie trug einen Blaster in der Hand.
„Oh Blade, oder sollte ich dich bei deinem waren Familiennamen ansprechen. Oh Ravenhill … . Ich kann auch mit deinem Vornamen dienen. Felia, das ist doch ein hübscher Name? Weist du Kleine was dieses Wissen alleine schon Wert ist? Und was es noch Wert sein könnte wenn ich über dich an deine Eltern heran komme?“
Das konnte und wollte ich nicht glauben. Felia... woher kennt die meinen Namen? Warum war ich auch nur so dumm gewesen und musste dieser Twi-lek eine Geschichte erzählen. Und dann noch etwas über Begebenheiten welche Vater mir nur erzählte, weil ich ihn wieder und wieder bedrängt, ja regelrecht genervt habe. Meine Mutter kannte mich und damit mein loses Mundwerk zu gut, um auch nur Ansatzweise etwas zu erzählen was nicht in fremde Ohren dringen sollte. Hat Mutter also wieder einmal recht. Diese alte Geschichte ist für alle aus meiner Familie eine große Gefahr und wie es scheint noch lange nicht vorbei. Wie konnte ich nur so blöd sein. Wie es nun aussah war doch etwas dran an den Verwünschungen des Mandalorianers.
Onn machte eine auffordernde Geste mit ihrem Blaster.
„Hat es dir die Sprache verschlagen? Oder sind meine Schlussfolgerungen alle falsch? Los sag was!“
Vielleicht kam ich ja doch noch glimpflich aus dieser Sache raus.
„Was wollt ihr von mir? Ich weiß nicht von wem ihr da redet. Ravenhill … Ravenhill ? Nein den Namen habe ich noch nie gehört. Und wieso sollte diese Ravenhill etwas Wert sein?“
Dabei schaute ich zwischen Exler und Onn, oder wie diese beiden nun heißen mögen, hin und her. Meine Bewegungen wurden wieder flüssiger und das taube Gefühl verblasste langsam.
„Pass mal gut auf du Provinznuss.“
Exler beugte sich bei seinen Worten leicht über den Tisch und fixierte mich.
„Selbst wen meine Freundin mit ihrem Verdacht daneben liegen sollte … kann ich mir aber nicht so recht vorstellen … wäre schon so ein gutes Sümmchen auf einem Sklavenmarkt drin. Bei deinem Aussehen bin ich da ganz sicher. Einige Hutten halten euch Menschenweibchen für reizendes Spielzeug.“
Mir wurde es schlecht bei diesen Worten. Es machte ja sogar Sinn. An der Schule vermisste mich keiner. Da war ich fertig und abgemeldet. Eh meine Eltern hier vor Ort die Behörden einschalten konnten oder selber nach mir auf die Suche gingen waren alle Spuren kalt. War das mein Traum von einer Karriere als Schmugglerin? Das hier war doch eher ein Alptraum.
„Ich bin keine Provinznuss. Und auch kein Spielzeug für irgendwelche Hutten du blöder Besalisk.“
Sollte er mich doch erschießen. Für mich ist das alle male besser wie versklavt zu werden.
Die Twi-lek schüttelte ihren Kopf und die Lekus schwangen hin und her.
„Ex, ….Felia! Es ist genug. Wir wollen doch nur ein wenig miteinander plaudern. Da muss man sich doch nicht so angiften.“
Die will ein wenig Plaudern? Wir haben doch schon genug geredet. Verdienen sich die beiden ihren Lebensunterhalt auf diese Weise. Gäste dazu zu bringen ein Wenig über ihre Umstände zu sprechen und sollten diese nicht so schnell vermisst werden zu betäuben und zu verkaufen. Aber warum sollen wir uns nicht angiften?
„Gift, genau da sagst du das richtige. Ihr habt mich vergiftet. Ich habe euch doch nix getan. Lasst mich doch bitte einfach wieder gehen. Ich werde auch über alles Stillschweigen bewahren. Großes Brentaalanisches Ehrenwort. Ihr seid doch ganz nett und freundlich. Ich bezahle noch eine Runde für euch beide. Ich verzichte auch aus verständlichen Gründen auf ein eigenes Getränk, stell einfach eines auf die Rechnung. Nun was haltet ihr davon.?“
„Nenne mich nicht Giftmischer. Onn das lasse ich mir nicht sagen. Langsam wird mir das zu dumm.Meinst du nicht sie ist etwas ins Grübeln gekommen? Sag ihr was du denkst und fertig. Ich geh mir was zu trinken holen.“
Damit stand der Wirt auf, steckte seinen Blaster unter seine Schürze und ging um die Twi-lek herum zu seinem Tresen.
Jetzt wurde ich überhaupt nicht mehr aus der Sache schlau. Onn zuckte mit den Schultern, setzte ein leichtes Grinsen auf und legte ihren Blaster auf den Tisch.
„Du kannst ihn ruhig nehmen. Der ist nicht geladen.“
„Sollte das eine Vertrauens bildende Maßnahme sein, hättest du das für dich behalten.“
„... und dir und mir sowie meinem Freund Exler nur unnötige Bewegung verschafft. Du würdest doch sicher nach dem Ding greifen und testen wollen ob du schnell genug bist. Aber sei sicher, das bist du nicht.“
Bei diesen Worten war in ihrer linken Hand wie aus dem Nichts ein weiterer Blaster aufgetaucht. Onn lies jetzt auch wieder ihr freundliches Lachen vernehmen.
„Felia mach deinen Mund wieder zu. Du siehst etwas dämlich aus.“
Die versuchte es doch immer wieder mich dazu zu bewegen meinen Namen anzuerkennen. Der Trick mit dem Blaster war gut. Mit so etwas konnte die Twi-lek ja als Künstler auftreten. Aber nicht mit mir.
„He, Fee. Möchtest du auch was zu trinken. Diesmal absolut verträglich und bekömmlich.“
Schon als ich mich in Richtung Exler drehte um ihn zu sagen er kann mich mal wusste ich es war ein Fehler. Weshalb sollte ich auf Fee reagieren. Meine Mitschüler hatten mich so gerufen. Hier hatte ich mich aber nicht mit Namen vorgestellt. Die Dicke hat es ja gleich abgewürgt. Warum war sie jetzt so wild darauf meinen Namen richtig zu kennen. Das hätte sie doch alles leichter haben können. Hätte sie mich vor Stunden ausreden lassen, gut wäre es gewesen.
„Äh ...nein … oder doch. Ja bring mir was. Mein Mund ist immer noch wie taub. Wolltet ihr mich umbringen säße ich ja sicher nicht mehr hier.“
Onn lies die Waffe auf genau so nicht nachvollziehbare Weise verschwinden und setzte sich mir gegenüber.
„Ich weiß, das alles muss dir mehr wie merkwürdig vorkommen. Hör mir also einfach zu. Als erstes möchte ich mich für die unangenehmen Begleiterscheinungen des Ruhigstellens entschuldigen....“
„Unangenehme Begleiterscheinungen ...unangenehme Begleiterscheinungen … Vergiftet ...“
Meine Stimme überschlug sich.
„Beruhige dich doch. Verdammt hör einfach nur zu. Glaube nicht das wäre leicht für mich. Sollte ich mit meinen Vermutungen richtig liegen ist es eine schwere Schuld meinerseits. Also hör zu.
Du bist Felia Ravenhill, Tochter von Ulrich Ravenhill und Karla Inas Ravenhill. Diese Angaben habe ich aus dem Schulnetz. Ein wenig gestöbert und das bekommt jeder raus. Du hättest bei den Namen der Helden deiner Geschichte ruhig mehr Fantasie aufbringen können. Aber gut. Was viel wichtiger ist, diese deine Eltern sind die Besatzung von Grau Eins. Ohne die Staffel Grau würde ich heute nicht mehr unter den Lebenden weilen. Sollte diese Geschichte mit allen Details in falsche Ohren geraten. Das Leben deiner Eltern wäre keinen Haufen Bantha Scheiße mehr wert. Das heißt Wert ist es schon etwas, aber für andere. Das Kopfgeld beträgt zu Zeit Eine Millionen Credits. Für jeden Kopf versteht sich.“
„Eine Millionen....aber wieso … das ist doch schon vor ewigen Zeiten gewesen... eine Millionen für jeden … warum sollte jemand das bezahlen wollen?“
„Es geht nicht um Zeit es geht um Ehre. Ein Mandalorianischer Clan, du kannst dir denken welcher ist Auftraggeber. Deine Geschichte hat viel zu viel Wissen aus erster Hand enthalten. Schon das wäre für manch andern ein Grund dich durch die Mangel zu drehen.“
Sollte Onn mit ihren Aussagen recht haben? Ich will das einfach nicht glauben, nach so einer langen Zeit. Und was meint sie mit Grau Eins hätte ihr das Leben gerettet. Kennt diese alte Twi-lek etwa meine Eltern? Ich gebe es auf.
„Gut nein nicht gut. Das mit dem Gift oder was immer dieses war... also ja... ich bin Felia. Hättest du mich am Anfang unserer Begegnung ausreden lassen... den Namen würdest du schon seit Stunden kennen. Und mir würde nicht so der Kopf brummen. Was meine Eltern betrifft... woher willst du sie kennen?“
„Nun kennen ist etwas zu viel gesagt. Ich war bei der Schlacht zwischen den Schmugglern und den Mandalorianern dabei. Das Schiff welchem Grau zu Hilfe kam, nachdem das Schlachtschiff zerstört wurde gehörte mir. Den alten Frachter gibt es leider nicht mehr.“
„Das macht aber die Sache mit dem Gift...Beruhigungsmittel....nicht besser. Meine Eltern retten dir den Arsch und du? Du willst mich an jemanden verhökern. Und ab welcher Summe hat du beschlossen dir das Kopfgeld zu sichern? Oder ist das hier alles nur ein großes Missverständnis?“
„Ich will dich nicht verkaufen. Ich will nur reden. In diesem Fall geht mir die Sicherheit deiner Eltern auch über dein Wohlbefinden und über meinen Profit. Und ja komm mir jetzt nicht ich hätte dich ja genötigt diese Geschichte zu erzählen. Mir geht es um jede Art von Geschichten. Man kann mich so eine Art Sammlerin nennen. Das du auf mich getroffen bist... nun es gibt halt Zufälle... und ich denke im Sinne deiner Eltern gehört der zu den Glücklichen. Du kennst die Fakten von deinen Eltern?“
„Von meinem Vater. Meine Mutter hat mir nie etwas darüber erzählen wollen, wie sie sich kennen gelernt haben. Mein Vater kann mir nix abschlagen. Das erklärt aber immer noch nicht was ihr mit mir gemacht habt und was ihr nun vorhabt.“
Jetzt kommt auch der Wirt wieder an den Tisch. Fragend hält er mir ein Glas entgegen. Ich nicke ihm zu. Er stellt es vor mich auf den Tisch.
„Fee, darf ich dich so nennen? Ich möchte mich auch bei dir Entschuldigen. Als Wiedergutmachung biete ich dir an, immer und jederzeit mein Gast zu sein. Ach und den ollen Blaster da schenke ich dir auch. Ich habe genug von den Dingern.“
Voller Erwartung schaut Exler mich an. Ein eigener Blaster, und dann noch in einer Militär-Ausführung. Hier für Essen und Trinken nie mehr zahlen. Aber macht so etwas die Erschütterung meines Vertrauens in andere Wesen wett. Sollte Onn mit ihren Behauptungen Recht haben ist der Vertrauensverlust vielleicht sogar etwas Gutes? Ich weiß einfach zu wenig über die beiden. Was soll es. Und womöglich kennen die beiden ja einen Schmuggler der jemanden wie mich als Gehilfen nehmen würde.
„Ex... ja nenne mich ruhig Fee. Die anderen Angebote nehme ich auch an. Ich habe einen riesigen Hunger. Wie wäre es mit einem Versöhnungsessen? Und wie angeboten auf deine Kosten.“
Damit reichte ich ihm meine rechte Hand. Er packte sie gleich mit all seinen vier Händen und schüttelte sie kräftig. Die Freude war ihm nun, da er nicht mehr der böse Unhold zu sein brauchte richtig ins Gesicht geschrieben.
„Ja das beste was ich zu bieten habe. Onn, dich brauche ich ja nicht fragen. Du sagst ja nie nein wen ich etwas koche.“
Onn atmete sichtbar auf. Man merkte ihr richtig an das sie sich über das beilegen der Unstimmigkeit zwischen Exler und mir freute.
„So ist es. Ich lasse mich doch gern von dir bekochen. Während der Wartezeit Unterhalte ich mich mit Felia weiter. Felia, du darfst dich schon mal auf etwas ganz Tolles gefasst machen. Einen bessern Koch als meinen Freund Ex habe ich noch nicht kennengelernt. Du musst ihm unbedingt einmal zuschauen. Gut. Nochmal bitte ich die Behandlung durch uns zu Verzeihen. Es war wirklich nur ein ungefährliches Betäubungsmittel. Ich konnte dich nicht mit diesem Wissen einfach so raus marschieren lassen. Du hast es einmal erzählt. Und warum solltest du es nicht wieder tun?“
„Ich... nun...ich denke ich habe es verstanden. Wen... ach gut... also nun ich habe mich wohl bei euch zu bedanken. Du hast sicher recht. Meine Mutter hat wohl auch recht mir nichts über jene Zeit zu erzählen. Obwohl … aber das muss ich mit ihr selber mal ausmachen. Ich bin ja kein kleines Kind mehr. Wer weiß was sie mir sonst noch vorenthält.“
Nun sitze ich also hier mit einer dicken Twi-lek in einer unscheinbaren Cantina. So habe ich mir meinen Start in einen neuen Lebensabschnitt nicht im Traum vorgestellt.
„Onn... du warst also mal eine aktive Schmugglerin? Das kann ich jetzt mal so gar nicht glauben.“
Kopfschüttelnd betrachtete mich die Twi-lek.
„Felia, Felia. Wie kommst du nur auf die Vergangenheitsform. Ich sehe wohl nicht so aus wie die ganzen tollen Helden in den Holos?“
„Ähm... nun... ja. Ein wenig strahlender stelle ich mir meine Vorbilder und Helden schon vor.“
„Vorbilder und Helden also. Und strahlend sollen sie sein. So strahlend das man sie immer und überall sofort erkennt? Kann es sein das du noch nie auf die Idee gekommen bist das die Holo-Serienhelden in der Realität keinen müden Credit verdienen würden. Egal wo sie landen, die Fans sind schon da. Und natürlich sind die Mitarbeiter der Raumhafen Sicherheitsdienste alle mit absoluter Blindheit geschlagen. Und vor lauter Freundlichkeit winken sie jeden Frachtcontainer mal einfach so durch. Glaubst du das wirklich? Ein wenig Intelligenz habe ich dir eigentlich zugestanden.“
Was Onn das so von sich gibt macht sogar irgend wie Sinn. So habe ich die ganze Sache noch gar nicht betrachtet. Sollte am Ende der unscheinbare, unbekannte Kapitän eines Aller Welt Raumschiffes der wahre Schmugglerkönig sein?
„Du...Onn wenn du noch, also ich meine....kannst du , dürfte ich....“
„Felia, sag nur du glaubst doch nicht ernsthaft das ich dich in meinem Schiff mitnehme? Nein schlag dir das mal aus dem Kopf.“
„Aber warum denn nicht? Ich werde sowieso nicht so schnell nach Hause zurückkehren. Ich ...sag mal habt ihr hier einen Langstreckensender? Meinen Eltern habe ich ja noch gar nicht mitgeteilt das ich die Schule hinter mich gebracht habe. Dann kann ich ihnen auch gleich von dir erzählen und.“
„Halt.“ Onn machte wieder ihr unfreundliches Gesicht.“Felia waren wir uns nicht einig die alte Geschichte nicht mehr zu erwähnen. Wir wollen keinem eine Möglichkeit geben die wahren Leute hinter Grau Eins ausfindig zu machen. Den Sender kannst du aber gern benutzen. Exler führt dich nach dem Essen hin.“
Ich muss doch irgendeine Möglichkeit finden die Twi-lek davon zu überzeugen bei ihr einzusteigen.
Mutterinstinkte, mal sehen ob das klappt.
„Onn...aber wenn ich bei dir wäre, halt nur mal so,also könntest du da nicht viel besser auf mich acht geben, meine Eltern haben sicher nichts dagegen. Ich teile ihnen mit das ich sofort eine tolle Stelle als Techniker auf einem kleinen Frachter gefunden habe...bitte ...och … komm warum den nicht?“
„Glaube nicht ich würde auf so ein kleines Mädchengehabe reinfallen. Was solltest du auch auf einem kleinen Frachter erledigen was T-Droiden nicht können? Nein.“
„Ach bitte... ich mache auch alles was du mir sagst oder Aufträgst.Bitte...Onn du weist doch wie sehr ich mir das wünsche. Stell dir vor ich gerade ein einen richtig fiesen Gauner.....“
Ein Kartenspiel gegen Onn nehme ich mir fest vor nie zu spielen. Ihr Gesichtsausdruck zeigte einfach keine Regung mehr. Na gut. Das Essen lasse ich mir nicht entgehen und die Nachricht nach Hause kann ich auch noch von hier machen. Da werde ich mir etwas neues Einfallen lassen müssen.


„Nein. Was verstehst du nicht an Nein? Ich kann dich nicht beschützen und sollte dir in meiner Obhut etwas zustoßen... Es geht einfach nicht. Was ich machen kann, ein paar Beziehungen spielen lassen und versuchen dich an eine größere Gruppe zu vermitteln. Aber auch da gilt, nie wieder etwas über deine Eltern zu erzählen. Ich werde dich als Kriegsweise ausgeben und du musst das auch machen. Bei soviel Credits werden sicher sogar Jedi schwach. Das Geld dient dann einer höheren Sache.“ Endlich zwinkerte die Twi-lek mal wieder verschmitzt.“Du kannst noch ein paar Tage hier bleiben und ich höre mich einmal um. Du bekommst dann von mir deine Kontaktdaten und ich bezahle über ´mein` Konto alle Auslagen. Wir werden in Verbindung bleiben. Ach da fällt mir etwas ein. Nach was möchtest du gefragt werden um sicher zu gehen das es der richtige Ansprechpartner ist?“
„Soll er mich doch auf das Lieblingsbier meines ...Vat....verstorbenen... Vaters einladen.“
Ich werde sicher noch eine Weile brauchen so über meine Eltern zu sprechen. Aber wenn es nun einmal das beste ist. Ich hoffe sie kommen nicht dahinter.
„Mit deinen Haaren musst du dir auch etwas einfallen lassen.“
„Nicht die Haare....doch die Haare? Ein wenig färben und etwas kürzen? Das reicht doch?...Gut färben, schneiden, waschen und trocknen.“


Eine Raumstadion in der äußeren Region


Was hat sich Onn nur dabei gedacht. Als ich mich auf einem dieser typischen, kleinen und dreckigen Raumhäfen irgendwo auf so einem Hinterwaldplaneten Namens Tatooine nach einer Transportmöglichkeit zu 'Shacks Casino' erkundigte, habe ich ja nicht schlecht gestaunt. Der Auskunfts-Droide schickte mich direkt wieder in den Raumhafen zurück und reservierte mir einen Platz auf einer Fähre.
Eine ganze Raumstation, nur um sich zu vergnügen. Hier soll mich jemand finden? Nun auf ein Getränk einladen klappt wohl am besten im Cantinabereich.
Der mir bei der Ankunft auf mein Datapad gespeicherte Plan hat mich vor diese Tür geführt. Noch so einen Auftritt wie in Bin Prime werde ich mir nicht leisten. Also eintreten und ….
Bevor ich in den Erfassungsbereich der Türsteuerung trat öffnete sich diese und einige nicht sehr nüchterne Individuen wurden wohl vom Sicherheitspersonal auf den Gang befördert.
„Wen ihr wieder wiest wie man sich ordentlich benimmt könnt ihr jederzeit eure Credits hier lassen. Bis dahin kommt ihr nicht wieder rein.“ Die Sicherheitsleute machten kehrt und zu war die Tür.
„Wasch kloscht du scho...Kincher laschen..schie nüscht rei.“ Sich zu Tür umwendend. „Irsch Scheine...Schweinefreschen...dann bekommscht meie Creditsch nie mehr.“
„Du hast wohl deine Augen versoffen? Ich bin ein Mensch und kein Kincher oder sollte das eine Art Beleidigung sein , ich kenne gar keine Kincher.“
„Du bischt … doch ein ...Kinch....ein...Kind...scholche laschen..komme...masch wasch wilsch...mir ...“ Das Gestammel ging in ein Würgen über. Ich sollte mich lieber von den Kerlen fernhalten.
Ein nicht ganz so angeschlagener Kumpel zog den schimpfenden Gast den Gang hinunter.“Komm gehen wir erst mal in die Unterkunft, hier bekommen wir heute nichts mehr.“Und mit einem Augenzwinkern an mich gewandt . „Viel Spaß Kleine,vielleicht treffen wir uns mal unter netteren Umständen.“ Auf ein solches Treffen kann ich gern verzichten. Hoffentlich laufen hier nicht nur solche Typen herum.
„Schweinefre....och isch mir schlescht...“Das lallende schimpfen war noch eine ganze Weile zu hören auch als die Gestalten schon lange um die nächste Biegung verschwunden waren.
Jetzt aber …
Die Cantina war eine von der größeren Sorte. Spieltische und Spielautomaten, Tanzbühnen und Barbereiche, kleine Separees und regelrechte Gruppentafeln. Und Droiden. In fast jeder zwielichtigen Cantina sind Droiden absolut unerwünscht. Das hat auch einen guten Grund. Hier legen die Besucher demnach keinen besonderen Wert auf Heimlichkeiten.
Mit gesengtem Blick gehe ich einen Bogen um alle engeren Stellen machend auf einen kleinen Tisch im hinteren Bereich zu. Ich hatte nicht gedacht das hier so ein Betrieb herrscht. Schaue ich mir erst einmal den ganzen Trubel an. Juma-Saft werden die hier ja sicher im Angebot haben.

48 Standardstunden später


Zwei ereignislose Tage in dieser Cantina. Nur immer vor sich hinstarren auf die immer wieder gleichen Spieler, Säufer und geheimnisvollen Wichtigtuer. Soviel Saft bringt meine ganze Verdauung durcheinander. Es reicht. Ich begebe mich wohl lieber auf den nächsten Planeten.
Onn, Onn deine Kontakte haben scheinbar nicht funktioniert. Der nächste Schritt wird sein, einen Posten als Techniker auf einem größeren Frachter zu erlangen.
„Machts gut ihr....netten Leute.“ Die weniger netten bezogen das eh nicht auf sich.
So unauffällig wie ich die Cantine betreten habe verlasse ich sie.

Im Dockbereich der Raumstadion suche ich mir eine Kom-Kabine. Was die hier für heftige Verbindungspreise haben. Na ja irgendwie müssen die auch Profit machen. Hoffentlich ist Onn in der Nähe einer Stadion. Was ist das denn für ein... also woher soll ich das wissen. Auf dem Display vor mir steht,
Geben sie die Dauer ihrer Verbindung ein und zahlen den angezeigten Betrag. Nach Zahlungsgutschrift können sie für die bezahlte Zeit eine Verbindung herstellen. Sollte die Verbindung von ihnen oder ihrem Teilnehmer eher beendet werden erfolgt keine Rückzahlung. Bezahlungen im Bestehen einer Verbindung sind nicht möglich. Rückrufe an diese Stadion sind nicht möglich. Wir bedanken uns für ihr Verständnis.
und da will ich ein Schmuggler werden. Es gibt doch viel einträglichere Geschäfte. Hm eine Minute reicht sicher erst mal. Mal sehen, Karte, Stick oder Datapad. Nein mein Pad schließe ich hier sicher nicht an. Gut auf der Zahlkarte sind noch ein paar Credits, reicht für eine Minute.
Verdammte Banthakacke, was soll das denn.
Die Mindestverbindungsdauer beträgt 10 Minuten. Bitte zahlen sie das entsprechende Entgelt.
Wieso steht da was von Minutenpreis? Für das Geld bekomme ich ja fast einen Flug nach Tatooine.
Zehn Minuten. Ich tippe Onn`s Verbindungsdaten ein.
Flackernd erwachte eine kleine blaue Figur über dem Display. Nun das war weder Exler noch Onn. Der Holo Avatar der automatischen Antwortfunktion verbeugte sich.
„Sie sind verbunden mit dem Hausdienst von Exlers Cantina. Mein Herr steht ihnen im Moment nicht zur Verfügung. Sie können eine Nachricht hinterlassen und werden zu einem späteren Zeitpunkt kontaktiert.“
„Hallo Geist. Ist es dir möglich Onn an dein Terminal zu bekommen?“ Wen die Twi'lek auch nicht erreichbar ist war das eine ganz schön teure Nummer.
„Stimmen und Habitus Analyse abgeschlossen. Felia, auch Onn ist momentan nicht in der Nähe meines unmittelbaren Benachrichtigungsbereiches. Mir liegen weder zu meinem Herren noch zu Onn zeitliche Angaben einer persönlichen Anwesenheit vor. Im Namen meines Herren möchte ich mich für diese Tatsache entschuldigen. Sie können aber gern eine Nachricht übertragen oder jetzt auf mein Aufzeichnungs-System zugreifen.“
Das war es dann. So oft kann ich es nicht versuchen. Eine schöne gerade Haltung einnehmen. Freundlich schauen.
„Aufzeichnung. Hallo Onn. Leider erreiche ich dich von hier aus nicht.“
Ich habe noch immer noch neun Minuten Zeit. Mein ganzes Unverständnis über diese Sache hier schildere ich Onn lieber von einer anderen Stelle. Hier bin ich mir nicht so sicher ob es alles privat bleibt.
„Das mit deinem Kontakt hat sich als reine Nullnummer erwiesen. Ich werde versuchen eine Arbeit an Bord eines Schiffes zu bekommen. Sobald ich hier fort bin und es die nächste Möglichkeit gibt melde ich mich wieder. Gib doch dem Geist bitte mal ein paar Zeiten wen es dir möglich ist. Dann kann der mich das nächste mal darüber informieren. Grüß Exler schön von mir. Ich vermisse sein Essen. Bis zum nächsten mal. Hier kann man leider nicht Zurückgerufen werden. Alles nur Gauner und Halsabschneider. Ende“
Acht Minuten für die Wohlfahrt. Ich hätte ja ein wenig herumtanzen können. Oder Grimassen schneiden. Nein nachher würde Onn oder Exler die ganze Zeit darauf Warten das noch etwas besonders passiert.




OoC.

Zur Erklärung der in Abschnitten verwendeten Farben. Der Orange Text wurde für die Veröffentlichung an einer anderen Stelle geschrieben. Er bleibt aber nun so in der Geschichte enthalten. Auch der rote Text stand einmal an anderer Stelle. An dieser hat er sich ohne jegliches Zutun meinerseits in Vollgefallen aufgelöst. Er ist sicher einem wahren „Meister der dunklen Seite“ zum Opfer gefallen.
 
Alt 27.09.2011, 17:53   #6
Gast
Gast
AW: Charaktergeschichte (Eine Tochter)

- 5 -


Mein nächster Weg führt mich zum Auskunfts-Droiden.
„Hallo Blechkopf. … Ja, ja ich war schon mal bei dir. Wann geht die nächste Fähre zu einem Raumhafen? Halt. Andere Frage. Gibt es eine Suchnachfrage nach Personal von einem der hier angedockten Schiffe?“
„Hallo Gast.“ schnarrte der vor mir stehende Droide.
„Zu ihrer Frage.
LK-0815 sucht nach weiblichen Wesen welche zur Betreuung und persönlichen Verfügbarkeit für mehre der Passagiere zu Verfügung stehen. Bezahlung nach gefallen.
Frachter 'Alte Liebe' sucht dringend einen Techniker. Es gibt Probleme mit den Droiden an Bord. Bezahlung in Naturalien.“
„Halt“ unterbreche ich den Blechkopf. „Gibt es zu dem Frachter nähere Angaben?“
„Frachter 'Alte Liebe' . Liegeplatz D-13. Eigner und Pilot Derro Orro. Spätester angegebener Abflug, Zeit plus 23:05 Standardstunden. Frühere Abflug bei Anheuern geeigneter Person.“
Das ist doch so ein typisch Rodianischer Name. Ich kann mir die Sache ja mal anschauen. Sollte keine eigene Kabine mit einer ordentlichen Luftreinigung an Bord sein muss ich halt weiter suchen.
Ich mache in mich auf in Richtung Docks.
„Vielen Dank für ihren Besuch.“ schnarrt der Droide hinter mir her.

C, C, D. Ah und nun die 13. Das Schiff macht seinem Namen ja wirklich alle Ehre. So eine alte Kiste sieht man kaum noch.
Es sind keinerlei Aktivitäten am Schiff erkennbar. Versuche ich es mal über den Com-Link des Liegeplatzes.
„Frachter Alte Liebe. Hallo ich wollte mal fragen ob sie noch immer jemanden für die Reparatur ihrer Droiden suchen?“
Hm, ich schaue mich ein wenig um. Hier in diesem Bereich ist nicht sehr viel Leben. Zumindest scheint die Stadion nicht als Umschlagplatz oder Werft zu dienen. Das meist in Docks übliche herum wuseln von Wartungsdroiden oder Transportdroiden fehlt völlig.
Scheint keiner an Bord zu sein. Ein Versuch war es wert. Hier zu warten hat sicher keinen Sinn.
„Warten sie doch, so warten sie bitte, gehen sie nicht …. einen kleinen Moment … ich komme raus zu ihnen …. bitte...“ ertönte eine zwischen näseln und zischen liegende Stimme aus dem Link.
Ich gehe die paar Schritte wieder zurück. Ein Rodianer. Also doch. Gespannt schaue ich zur Ladeluke. Zu meiner Verwunderung bleibt diese geschlossen, dafür öffnet sich eine der kleinen Wartungsluken oben auf dem Rumpf.
Ein in einem ziemlich zerknittertem grünen Overall steckender Rodianer kam daraus zum Vorschein.
„Sie kennen sich mit Droiden aus? Und so schön klein sind sie auch. Wundervoll. Sehen sie die Halteklammern da rechts von ihnen am Stützfuß? Ich hoffe sie können klettern. Kommen sie doch hoch zu mir.“
„Warum kommen sie nicht runter zu mir? Nur so krabbele ich nicht da hoch. Und ja Droiden sind eine Spezialität von mir.“
Ich werde nicht zur Belustigung so einer Person an einem Frachter heraufklettern. Soll er mir halt von da oben antworten. Oder zu mir kommen.
„Nun sie sehen sehr jung aus. Mich nimmt die Kletterei seit ein paar Jahren immer sehr mit. Früher hätte ich nicht mal Vorsprünge oder dergleichen gebraucht. Nein... warten sie … hier findet sich ja sicher kein anderer....ich meine … gut ich komme runter.“
„Ich komme hoch.“
Nachher hängen wir auf halben Weg am Rumpf. Das würde ein Gespräch nicht erleichtern. Ich erhoffe mir ja auch was von dem Piloten.
„Sie sind richtig flink. Da vor ihrem Gesicht ist eine Klammer und links die nächste. Gut oh so bin ich noch nie hier hoch. Nicht das ich immer so in mein Schiff steige. Ich erkläre es ihnen gleich. Noch ein Stückchen. Fein.“
Der Rodianer streckte mir seine Hand entgegen.
„Ich bin Derro. Pilot und Eigner dieser Schönheit. Wie darf ich sie nennen?“
Der Kerl müffelte ja was. Hoffentlich war es nur seiner sichtbaren Nervosität zu zuschreiben.
„Fel....hmmm...“ räuspere ich. „Fee, sie können Fee zu mir sagen.“
Der will doch sicher nicht das ich seine Hand nehme. Ich mustere den Piloten von unten bis oben.
„Fee ja das ist gut“ kicherte er leise. „Fee willkommen an Bord, nun Deck trifft es eher. Ich muss ihnen gleich sagen meine finanziellen Möglichkeiten öhm besser Unmöglichkeiten … wissen sie …
ich kann ihnen gern andere Sachen anbieten...kostenlosen Flug im äußeren Rand wohin sie wollen...sagen sie was … nun?“
Die Sache muss ja einen gewaltigen Hacken haben. Mal überlegen, vielleicht ist es ja an Bord ganz nett, sehr gefährlich sieht der Rodianer auch nicht aus.
„Derro, haben sie eine Kabine für mich allein? Einen Fernstreckensender welchen ich benutzen kann? Dann kommen wir ins Geschäft.“
Der Gesichtsausdruck, soweit ich es beurteilen kann hellte sich regelrecht auf bei meinen Worten.
„Fee, alles ganz wundervoll, ganz und gar wundervoll...sie können sich eine Kabine aussuchen und darin jedes gewünschte Klima einstellen...ich...wir wissen selber das eure Nasen … nun ...ja ...ja... Holo-Kom sogar eine Kabine mit einem eigenen können sie bekommen...sind sie mein Mann...Entschuldigung meine Frau...oh nein was ich sagen will...helfen sie mir?“
„Genau, ihr Problem? Ich bin dabei. Sollte ich ihnen wirklich helfen können. Erzählen sie Derro.“
„Das ist alles etwas peinlich. Ich ...nun mir sind ein paar kleine Droiden abgehauen. Sie sind alle noch an Bord. Deswegen auch dieser Umstand hier. Ich habe ja schon versucht sie alleine zurück zu bekommen. Sie hören nicht auf mich. Ich ...und die sind fast in jeden kleinen Kanal und in den Versorgungsschächten und …. ach ich finde die nie alle rechtzeitig.“ Bei seinen Worten schaute er nur immer nach unten und scharte nervös mit einem Fuß auf der Hülle herum.
Ich muss mir ein lautes Lachen verkneifen. Die Neugier der gelangweilten Frachterpiloten. Wie hat mein Vater immer gesagt. Fang erst gar nicht damit an dich für die Fracht zu interessieren. Das führt einen nur auf Abwege. Ob es nur die Neugier war? Warum liegt er hier an einer Unterhaltungs- Raumstation? Keine Credits mehr flüssig. Ein Spieler.
„Derro? Mich wollen sie aber nicht verspielen? Helfen kann ich. Aber sie müssen mir schon die Wahrheit sagen.“
„Verspielen? Wie verspielen? Nein ich ….ach sie haben recht. Da war so ein Typ und ich hatte so ein sicheres Gefühl... Ich habe ihn doch nur einen der kleinen zu Studienzwecken für ein paar Stunden überlassen. Das war der Deal. Als ich zurück kam...ich habe wohl den einen Frachtcontainer nicht wieder richtig verschlossen...Ich bin halt nur nicht so zahlungskräftig. Ich habe hier keine Schulden mehr. Glauben sie mir. Ich kann jederzeit abfliegen. Nur kann ich halt keinen für die Arbeit bezahlen. Ich habe alles durchgerechnet. Das Geschäft deckt gerade alle Unkosten und meine Kosten für die nächsten Frachtaufträge. Aber was machen sie hier? Haben sie keine Credits mehr für einen regulären Flug fort von hier?“
„Ich, also ich habe im Augenblick nicht so die richtige Vorstellung meiner nächsten Schritte. Erst mal will ich hier weg. Und wenn mich das Fortkommen nichts kostet, nun um so besser.“
„Wann können sie an Bord kommen? Sie haben doch aber sicher noch Sachen welche sie holen müssen?“ Fragend schaut mich Deero mit seinen großen Augen an.
Mein Reisecontainer ist noch in der Aufbewahrung. Exlers Geschenk möchte ich ja nicht hier zurücklassen. Normalerweise kümmern sich da automatisierte Systeme drum. Das ist sicher hier auch so.
„Es ist nur ein kleiner Standartcontainer.Ich werde mal über das Dock-Link nachfragen.Wen er hier ist und verladen, steht der Reise nichts mehr im Weg.“
Prüfend schaue ich mich um. Ob ich den dann hier rauf bringen muss? Gut eine kleine Krananlage gibt es. Das sollte kein Problem sein.
„Das ist gut, ganz ausgezeichnet... ich nun äh... solange sie das erledigen … ich schaue mal nach dem rechten...schon mal ...lüften...ja genau ...rufen sie sobald wir verladen können.“
Mit diesen Worten dreht sich der Rodianer um und verschwindet in der Wartungsluke.

Lüften. Ich kann mir schon denken wie es an Bord aussieht. Sollte er auf seinem Schiff solchen Wert auf Ordnung legen wie bei seiner Kleidung hat er eine ganze Weile zu tun. Bei meinem Vater an Bord gab es so etwas wie oberflächliche Ordnung. Alles war hinter Klappen in Kisten oder Containern verstaut.
Nur gab es kein, für mich oder meine Mutter, sichtbares System. Werkzeug, Platinen, Kleinteile, Listen, Kleidungsstücke und so weiter völlig willkürlich verteilt. Wehe aber etwas an dieser 'Unordnung' wurde von uns an einen anderen Platz abgelegt. Das war eines der wenigen Sachen bei welchen mein Vater mal ungemütlich werden konnte. Schließlich hängt die Sicherheit des Schiffes und damit seiner Besatzung und der Fracht davon ab zu wissen wo sich etwas befindet. Soweit kann man ja auch folgen. Warum aber im Werkzeugschrank Getränkeboxen stehen oder im Kleiderfach Platinen für Steuerungsanlagen liegen war für uns nicht nachvollziehbar.
Das ist mein logisches Ablagesystem, sagte mein Vater darauf hin immer. Warum sollte ich mir die Logik von anderen Leuten zu eigen machen, ich muss wissen wo etwas ist. Und das weiß ich.
Während dieser Erinnerungen steige ich nach unten.
„Dock-Verwaltung. Hallo, ich brauche meinen persönlichen Container.“
Der Geist der Raumstation erwachte über der Schirm in der typisch blauen Farbe zum leben.
„Gast. Geben sie ihren Aufbewahrungscode in das Terminal ein und nennen sie den Zielort.“
„Gut Moment … ***-****-* … Raumdock D13. Ich warte vor Ort.“
„Der Auftrag wird umgehend ausgeführt. Haben sie noch weitere Wünsche?“
Nur weg hier.
„Sollte mir noch was einfallen melde ich mich. Ende.“
Mit einer Verbeugung des Geistes schaltet das Terminal wieder in den Wartemodus.
Es ist mal wieder Nichtstun angesagt.
Da kann ich mir den Frachter von außen mal etwas genauer anschauen. Hier stand das kleine Schiff auf seinen vier ausgefahrenen Stützen auf einer Plattform.
Der Bauform nach war es ein corellianisches Model. Drückt man eine Kugel platt, schneidet diese dann in der Mitte vom oberen zum unteren Pol durch, fügt einen vom Heck her gesehenen etwas über die halbe Länge gehenden quadratischen Mittelteil ein und quetscht das Heck etwas so hat man die Grundform.
Der Hauptantrieb füllt das gesamte Heck. Das Mittelteil ist der eigentliche Frachtraum an welchem sich auch die Laderampe befindet. Steuerbords befindet sich im Bug die Pilotenkanzel, sowie die Kabine für diesen und eine Messe oder Kombüse und im anderen vorstehenden Bugteil sind Kabinen oder kleinere Frachträume. Das einzig bemerkenswerte war die auch Backbord als Kanzel ausgebildete Spitze. Sollen sich zwei Steuerstände auf dem Schiff befinden?
Außer zwei nach vorn gerichteten Laserkanonen zur Meteoriten-Abwehr verfügte dieser Kahn augenscheinlich über keine Waffen.
Ach da kommt ja ein Transport-Droide mit meiner Kiste.
„Fracher 'Alte Liebe' . Hallo Deero. Das ging flott. Mein Container ist schon da.“
Nur gut das er sogar noch etwas kleiner als ein T-Droiden-Model ausfällt. Es dürfte keine Probleme bereiten ihn durch eine der Wartungsluken an Bord zu bekommen.
„Piep..pieeep...piep“ Der Transport-Droide macht auf sich aufmerksam. Das Display am Bedienteil erwartet die Eingabe meines Codes. Schnell das Passwort eingeben. Eigentlich bin ich schon etwas enttäuscht das keine extra Gebühren erforderlich sind. Der Droide gibt die Kiste frei und stellt diese vor meine Füße.
Vom Dock-Link aus steuere ich den Kran und hebe den Container nach oben auf das Deck des Frachters. Dann mache ich mich selber wieder an den Aufstieg.
Ob ich mal ein wenig herum hopse? Wo bleibt der Kerl nur? Solle es wirklich so schlimm an Bord aussehen? Na endlich. Die Klappe der Luke glitt zur Seite und der Rodianer kam wieder zum Vorschein.
„Fee. Na das ging aber schnell. Ist das da ihr ganzes Gepäck? Sie sind noch jung da hat sich noch nicht viel angesammelt...oder haben sie durch die Wirren der letzten Zeit ...ach ich sollt nicht so viel reden. Kommen sie. Ich helfe beim runter bringen. So schwer ist die Kiste sicher nicht.“
Mit diesen Worten verschwindet er schon wieder im Schacht und reckt seine Arme nach oben.
Nun auf geht’s. Wieder erwartet mich ein neuer Abschnitt. Ich hebe den Container an und gebe ihn Deero nach unten.
 
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