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Alt 07.12.2009, 12:00   #1
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Tipps und Tricks für Fanwerke und Charaktergeschichten

Wenn man darüber nachdenkt eine Geschichte zu schreiben, kann es vorkommen, das man sich fragt, wie man anfangen soll. gibt es etwas zu beachten? wie geht man an eine geschichte heran? und was mache ich wenn ich in einer sackgasse stecke?

hier nur einige wichtige hinweise wie man eine geschichte schreibt:

Allgemeine Hinweise

* Ein Weg, eine Geschichte ins Rollen zu bekommen, ist, einfach drauf loszuschreiben. Großartige Ideen entstehen spontan und können Dich an die unglaublichsten Orte führen. Laß das zu! Solltest Du Dich dabei allerdings verheddern und in einer Sackgasse landen, findest Du weiter unten Vorschläge, wie auch komplexere Geschichten beherrschbar bleiben können.

* Versuche, Dich völlig in Deine Hauptfigur hineinzuversetzen. Versuche zu schmecken, was sie schmeckt, zu spüren, was sie spürt, zu sehen, was sie sieht und zu hören, was sie hört. Mache Deine Figuren zu Wesen aus Fleisch und Blut.

* Wenn Du zusammen mit anderen an Deiner Geschichte schreibst, sorg dafür, daß jeder weiß, worum es geht. Kommunikation ist hier alles. Es passiert sehr leicht, daß jemand die Handlung mißversteht, und schneller als man glaubt, kann Deine Hauptfigur in einer absolut sicheren Todesfalle sitzen.

* Überlege Dir bei Dialogen immer, wer die jeweilige Person ist. Ein Adeliger wird ohne guten Grund keine Unterklasse-Schimpfwörter durch die Gegend schleudern, genauso wenig wird ein Dockarbeiter sich sonderlich gepflegt ausdrücken. Sorg dafür, daß sich ein Schmuggler auch so anhört, wie einer.

* Der Schlüssel zum guten Schreiben ist Lesen. Lies viele Werke von einer Vielzahl unterschiedlicher Autoren. Du kannst nur von ihnen lernen.

* Benutze alle Deine Sinne, wenn Du einen Schauplatz beschreibst. Erzähl nicht nur, wie der Schauplatz aussieht und sich anhört, sondern beschreib auch den Geruch und Geschmack. Das macht nicht nur den Ort lebendiger, sondern eröffnet auch das Tor zu interessanten Metaphern.

* Überprüfe vor der Veröffentlichung Deiner Geschichte immer die Rechtschreibung, am besten mit einer normalen Schreibprüfung in Deinem Textverarbeitungsprogramm. Nichts bringt die Leser schneller in die wirkliche Welt zurück, wie schlechte Orthographie und Grammatik.

* Versuch, Dir eine dynamische Szene (zum Beispiel einen Kampf) bildlich vorzustellen und beschreibe dann, was Du siehst.

* Schreib, was Du fühlst. Versuche nicht, vornehmer zu klingen, als Du Dich gerade fühlst. Es wird nur künstlich und gestelzt klingen.

* Details sind gut, aber bringe nicht zu viele davon. Fülle nicht 10 DIN-A4-Seiten damit, Luke Skywalkers Badezimmer zu beschreiben, es sei denn, er wird von seinem Duschkopf angegriffen.

* Beschränke nicht künstlich Deinen Wortschatz. Wenn Du findest, daß Deine Hauptfigur wild herumfluchen sollte, laß es geschehen. Unterwirf Dich keiner Selbstzensur. Wenn
Deine Hauptfigur ein Rassist, Frauenfeind oder Vergewaltiger ist, laß ihn auch so sprechen. Gleiches gilt, wenn er aufgrund einer Verletzung nur noch undeutlich sprechen kann.

* Benutze keine unpassenden Flüche. Du bist in einer weit entfernten Galaxis, laß Deine Figuren also auch so handeln (beliebte Flüche sind "Sithspucke", "Bei Palpatines schwarzen Knochen", "Poodoo!", etc.).

* Gewisse Dinge passen nicht in das Krieg-der-Sterne-Universum. Sex zum Beispiel. Mehr als einen Kuß gibt es in keinem Film, und selbst die Romane gehen über vage Andeutungen kaum hinaus. Wenn Du nicht gerade scharf darauf bist, eine KdS-Ero-Story zu schreiben, laß die Details besser weg.

* Sorg dafür, daß keine unpassenden Verweise auftauchen. Die Leute sprechen nicht Deutsch, sondern Basic, und es gibt keine Erde, also auch keine "Außerirdischen", sondern Nichtmenschen.

* Sei Dir der Hoffnungen, Träume und Motivationen Deiner Figuren bewußt. Wenn Du weißt, wieso sie handeln, mußt Du ihnen nur noch folgen. Die Geschichte schreibt sich dann fast von selbst.

* Hole die Meinung anderer ein, aber übergib ihnen nicht die Kontrolle. Es ist Deine Geschichte. Laß niemanden zwischen Dich und Deine Ideen kommen.

* Wenn Du über Personen schreibst, die in den Filmen mitgespielt haben, versuch, zu hören, was sie sagen und wie sie es sagen. Stell Dir die Stimme und Körpersprache des Schauspielers vor.

* Schreib nie über Dinge, die Du nicht kennst. Wenn Du eine Pilotengeschichte schreiben willst, hol Dir Informationen über Raumschiffe und Waffen. Wenn Du einen Politthriller schreiben willst, studiere das politische System.

* Beschreibe nur Erfahrungen, die Du gemacht hast oder Dir gut vorstellen kannst. Wenn Du nie Ardees getrunken hast, beschreib den Geschmack nicht. Spring deshalb aber auch nicht von einer Brücke, um eine Todeserfahrung niederzuschreiben.

* Mach Deine Hauptfigur nicht zu einem unfehlbaren Gott. Laß sie in Momenten der Aufregung zittern, stottern oder zusammenbrechen, füg ihr ein paar Schrammen zu, sorg dafür, daß sie sich Blasen an den Füßen läuft oder sich das Fußgelenk bricht. Erwecke sie zum Leben.

* Wenn Du Dir Namen ausdenkst, sorg dafür, daß sie individuell klingen. Wenn Ken, Kun und Kyle in einer Szene auftauchen, werden Deine Leser schnell den Überblick verlieren.

* Wenn Du schreiben willst, sorg dafür, daß Du Ruhe hast. Schalt den Fernseher ab, zieh den Telefonstecker, bring Dich in die richtige Stimmung. Leg vielleicht passende Musik auf. Ein wildes Lichtschwertduell schreibt sich vielleicht leichter, wenn Du das Duel of the Fates laufen hast.

* Wenn Du Dialogzeilen schreibst, sprich sie Dir laut vor. Wenn sie sich kaum sprechen lassen, ändere sie. Sorg dafür, daß sie glaubhaft klingen.

* Geh über Genregrenzen hinweg. Mische Liebe und Action, Humor und Politik, Abenteuer und Drama. Damit wird die Geschichte interessanter.

* Stell Dir Deine Hauptfigur bildlich vor. Wenn Du sie beschreiben willst, solltest Du wissen, wie sie aussieht. Nimm vielleicht einen Bekannten, eine berühmte Person oder ein Bild aus einem Comic.

* Stelle sicher, daß die Handlung nicht nur deshalb abläuft, weil Du es willst, sondern weil es einfach Sinn macht. Wenn Darth Vader die Schlacht von Endor überlebt, sollte man wissen, wieso das so ist. Laß niemanden merken, daß es nur passiert, weil Du es willst, sondern weil das Universum es möglich macht.

* Verändere bestehende Figuren nicht. Palpatine wird niemals die Wahrheit sagen, oder ein netter Mensch sein. Mara Jade wird nie ihre trockene Art ablegen, und Han wird immer Han bleiben. Mach nicht aus einem kleinen Bauernjungen einen großen Staatsmann.
Wenn Du eine Figur allerdings anders siehst, mach sie anders. Sorg nur dafür, daß sie glaubhaft anders ist. Wenn Jabba ein netter Kerl sein soll, mußt Du fähig sein, zu erklären, wieso er seine Tänzerin an den Rancor verfüttert hat.

* Wenn Du feststeckst, schreib Dir Fragen und Antworten auf: Was für eine Bedrohung will ich darstellen, vielleicht einen Angriff des Imperiums? - Nein, zu ausgelutscht, ich brauche etwas kleineres. - Einen Piratenangriff auf eine Raumstation? - Wieso sollten Piraten angreifen? - Weil sie von einem Informanten verraten wurden und sich rächen wollen?
Such Dir genaue Fragen und gib genaue Antworten.

* Verlasse gewohnte Pfade, versuch etwas Neues. Es gibt tausend Geschichten über imperiale Kriegsherrn, niemand braucht eine 1001. Fassung. Verlasse bekannte Planeten wie Yavin oder Coruscant, oder geh auf diesen Planeten an Orte, die weitestgehend unbekannt sind. Sieh Dir Berufsgruppen an, die nur am Rande erwähnt wurden (Frachtertramps, Kellner, Barbesitzer, zivile Piloten, Agenten) und tauche in ihr Umfeld ein.

* Geh keiner Herausforderung aus dem Weg. Jeder kann Krieg-der-Sterne-Geschichten schreiben, also mußt Du einfach besser sein, als die anderen. Egal wie. Nimm Dir Figuren, die jeder kennt, und hinterfrage ihre Motivation. Vielleicht sind sie nicht so zweidimensional, wie Du denkst, vielleicht fallen Dir neue Dinge ein, die ihnen in einem bestimmten Augenblick durch den Kopf schießen könnten. Die Galaxis hat eine Geschichte, die Rebellenpiloten aus Episode IV waren mal Kinder, und ihre Eltern sind in der Republik aufgewachsen. Was denken sie da, wenn sie hören, daß einer von ihnen ein Jedi ist? Wieso kämpfen sie für die Allianz?

* Wenn Du Szenen schreiben willst, die sich mit gewaltigen Emotionen beschäftigen (der erste Blick aus dem Weltall auf den Heimatplaneten, der erste Anblick des Jeditempels, das Wiedersehen mit einem alten Freund), versuche zu beschreiben, was Du irgendwann einmal in einer ähnlichen Situation gefühlt hast. Das wird den Leser dazu bringen, sich selbst an eine solche Situation zu erinnern, und er wird verstehen, was mit den Figuren geschieht.

* Schreibe nicht gleichzeitig die grobe Handlung Deiner Geschichte und die Geschichte selbst. Geh der Reihe nach vor.

* Wenn Du eine gute Idee hast, schreib sie auf. Das menschliche Gehirn ist zu vielem fähig, vor allem dazu, Dinge zu vergessen. Wenn Du aufwachst und einen interessanten Traum hattest, schreib ihn auf. 10 Minuten später, und Du hast ihn mit Sicherheit vergessen.

* Sei Dein treuster Fan und übelster Kritiker. Wenn Du etwas gut findest, bleib dabei. Wenn Du etwas schlecht findest, mach ihm die Hölle heiß.

* Sorge dafür, daß Du Dich nicht in einem Labyrinth von Details und Kleinsthandlungen verlierst. Selbst wenn Du selbst mühsam wieder herausfindest, dürften die meisten Deiner Leser irgendwann verwirrt aufgeben.

* Vermeide Technik-Gefasel. Die wenigsten interessieren sich für die genauen Spezifikationen eines Protonentorpedos, solange er einfach nur funktioniert.

* Steig mitten in Deine Geschichte ein. Spar Dir lange Reden und komm einfach zur Sache. Wenn sich Deine Leser langweilen, sind sie weg.

* Wenn Du mit verschiedenen Figuren hantierst, sorg dafür, daß sie wirklich verschieden sind. Für fünf Superhelden ist kein Platz, nimm lieber einen Helden, einen Fast-Schurken, einen Schwätzer, einen Hofnarren und eine Figur, die nicht weiß, was sie ist. Nur verschiedene Motivationen sorgen für Konflikte, und nur Konflikte bringen Leben in die Handlung.

* Wenn Du eine irre Idee hast, die kein normaler Mensch beachten sollte, beachte sie. Irre Ideen sorgen für Überraschungen, und Überraschungen sind das Salz in Deiner Suppe.

* Räume jeder Szene ihren Raum ein. Eine Actionszene sollte kurz sein, denn der Handlung wird sie kaum weiterhelfen (es sei denn, jemand stirbt, aber vor allem dann solltest Du Dich auf die sterbende Figur konzentrieren, nicht auf seitenweise Beschreibungen von Lichtschwerttechniken. Sorg auf der anderen Seite dafür, daß eine emotionale Szene entsprechend lang ist. Emotionen bringen Deine Figuren auf eine höhere Stufe, Actionszenen nicht.

* Beschreibe Gewalt immer im Rahmen Deiner Handlung. Eine Liebesgeschichte mit einer Actionszene sollte Gewalt eher ausklammern, eine Geschichte über Darth Mauls neuste Jagd hingegen seinem Naturell entsprechen. Wenn Du über einen Berufsmörder schreibst, laß ihn auch so handeln.


ich hoffe, das euch diese kurzen tipps helfen werden.

-Jade-


**Orginaltext bei SWG.Gamona zu finden. Autor - ich selber**

Bitte keine Vervielfältigung oder Fremdverlinkung.
 
Alt 07.12.2009, 13:02   #2
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AW: Tipps und Tricks für Fanwerke und Charaktergeschichten

Genial für unerfahrene Schreiberlinge und auch für den einen oder anderen Erfahreneren.
Ein sehr guter Guide.

Ich hoffe mal, in dem Grammatikteil hast du den grammatischen Fehler absichtlich gemacht?
 
Alt 07.12.2009, 18:06   #3
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AW: Tipps und Tricks für Fanwerke und Charaktergeschichten

Hervorragend, ich bedanke mich. Momentan geh ich grad (mal wieder) über meine Chargeschichte von Norru drüber. Da kommen mir ein paar Winke mit dem Zaunpfahl ganz gelegen. Danke schön

Gruss

Onkel Norru
 
Alt 07.12.2009, 22:43   #4
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AW: Tipps und Tricks für Fanwerke und Charaktergeschichten

Ich hätte da mal eine Frage. Ich schreibe ab und zu mal an meiner KoTOR 3 FanFiction weiter, hab das alte Konzept aber über den Haufen geworfen und neu angefangen.
Ich werde nun vermutlich das ganze in 2 Teile aufspalten, also 2 Geschichten, einmal die Story der Verbannten und Revan und auf der anderen Seite die Story des neuen Jediordens, welcher von den alten Verbündeten von Revan und der Exilantin handelt.

Allerdings will ich nicht aus der Sicht von zu vielen Charakteren beschreiben. Ich will auf jeden Fall als Hauptperson für die Geschichte in der Republik Atton haben und vielleicht den Jünger, aber was meint ihr, wieviele Perspektiven sollte man mindestens/maximal haben?

/Edit: Ich habe auch darüber nachgedacht, nachdem ich die beiden Geschichten fertig geschrieben habe, wenn es denn jemals soweit kommt, ob ich dann eine dritte schreibe, in der die beiden Geschichten zu einem gemeinsamen Finale zusammengeführt werden. Aber ich weiß noch nicht genau, wie.
 
Alt 08.12.2009, 09:49   #5
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AW: Tipps und Tricks für Fanwerke und Charaktergeschichten

Zitat:
Zitat von Daidalus
Ich hätte da mal eine Frage. Ich schreibe ab und zu mal an meiner KoTOR 3 FanFiction weiter, hab das alte Konzept aber über den Haufen geworfen und neu angefangen.
Ich werde nun vermutlich das ganze in 2 Teile aufspalten, also 2 Geschichten, einmal die Story der Verbannten und Revan und auf der anderen Seite die Story des neuen Jediordens, welcher von den alten Verbündeten von Revan und der Exilantin handelt.

Allerdings will ich nicht aus der Sicht von zu vielen Charakteren beschreiben. Ich will auf jeden Fall als Hauptperson für die Geschichte in der Republik Atton haben und vielleicht den Jünger, aber was meint ihr, wieviele Perspektiven sollte man mindestens/maximal haben?

/Edit: Ich habe auch darüber nachgedacht, nachdem ich die beiden Geschichten fertig geschrieben habe, wenn es denn jemals soweit kommt, ob ich dann eine dritte schreibe, in der die beiden Geschichten zu einem gemeinsamen Finale zusammengeführt werden. Aber ich weiß noch nicht genau, wie.
Hallo Daidalus,

da hast du dir ja was vorgenommen ;-) wenn ich an KOTOR denke, kommen dort viele versch. charakter vor, die alle irgendwie miteinander verwoben sind. wieviele letztendlich in einer geschichte vorkommen bleibt dem schreiber überlassen. es ist nur wichtig, das die charakter gut durchdacht und von den handlungen her stimmig sind.
wenn du 2 geschichten schreiben willst, die eigendlich miteinander zu tun haben gibt es verschiedene wege um dies zu bewerkstelligen. ich glaube am einfachsten wäre es eine schematik zu zeichnen in der du die wichtigen geschichtsplots aufführst und dann durch striche miteinander verbindest. so hast du einen überblick wann, wo und wer mit wem, wann und wo agiert. (geiler satz)
man kann auch beide geschichten nebeneinander setzen und verbinden, kann hast du einen roten faden in deiner zweiten geschichte und du vertust dich nicht wenn du bezug zu der ersten nimmst.
in diesem falle kann man sogar personen und handlungen in der ersten geschichte verwenden, die erst in der zweiten geschichte kommen. dadurch kann es eher zu einer wiedererkennnung kommen.

ich hoffe, ich habe das jetzt nicht zu umständlich gemacht ;-)
und ihr dürft auch gerne alle rechtschreibfehler und grammatikfehler behalten^^

so long, ich schreib jetzt erstmal an meiner geschichte "Die Echani" weiter.

-Jade-
 
Alt 08.12.2009, 21:55   #6
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AW: Tipps und Tricks für Fanwerke und Charaktergeschichten

Ich hatte zuerst vor, beide Geschichten als nur eine Geschichte zu schreiben, aber ich fand, entweder kommen dann einige Dinge zu kurz oder, wenn sie das nicht tun, wird es zu unübersichtlich.

Ich habe mich, was das Geschlecht von Revan und Exilant angeht, an die "offizielle" Variante gehalten, Revan ist ein Mann und Exilant ist eine Frau. Da ich sie nicht immer nur Exilantin nennen will, habe ich ihr den Namen Sera verliehen.

Sera soll nun aber auch nicht ganz allein mit T3 durch das unbekannte All ziehen, Revan soll sie auch erst gegen Ende der Geschichte wiedertreffen, ich finde, dadurch bleibt Revan mystischer. Also soll sie auf der Reise wieder Gefährten um sich ansammeln. Nicht so viele, wie in den Spielen, aber wenigstens ein paar.

Wer diese Geschichte irgendwann mal lesen will, wenn ich sie jemals veröffentlichen sollte, was sich noch laaaange hinziehen kann, und nicht bereits Einzelheiten wissen möchte, der sollte nicht weiterlesen. Ich hoffe aber, dass JadeDeLounge weiterliest, da sie (?) scheinbar Ahnung davon hat.

Zwischendurch wollte ich immer mal Erinnerungen von Sera an die mandalorianischen Kriege einfließen lassen, die ihr Bild von Revan geprägt haben.

Ich habe mir Gedanken gemacht um die Gesinnungen und die Gefährten.
Zunächst mal, die Exilantin soll eine vorbildliche Jedi sein, die sich eben relativ treu an den Kodex hält.

Revan will ich weder als gut, noch als böse darstellen, sondern als irgendwas dazwischen.
Er soll auch Eigenschaften beider Seiten aufweisen, also dass mal sein Zorn mit ihm durchgeht, er aber auch durchaus nette Momente hat. Er steht allerdings treu zur Republik und will die Sith aufhalten.

Bei den Gefährten dachte ich an Folgende:

Einen nautolanischen Jedimeister, dessen Meister damals mit ihm in die unbekannte Galaxis aufgebrochen ist. Er ist mittlerweile gestorben und der Padawan hat es geschafft, so lange allein zu überleben, ähnlich wie Jolee Bindo. Er verfolgt allerdings einen eigenen Plan, wenn er sich Sera anschließt. Und zwar denkt er, Revan sei ein Sith und er will ihn töten.

Einen Sith, der für einen Sith sehr seltsame Fähigkeiten hat. Er ist nicht besonders gut im Umgang mit der Macht. Das Einzige, worauf er sich richtig gut versteht, ist durch Berührungen zu heilen, oder eben den Effekt der Heilung umzukehren. Er folgt, nachdem er Sera getroffen hat, auch nicht weiter den Sith.

Einen eher schamanistischen Machtnutzer, ähnlich den Itorianern, nur eben eine andere Rasse.

Und einen Verräter, mit dem sich Sera allerdings sehr gut versteht. Also am Ende der Geschichte soll dieser treue "Freund" ihr Gegner sein.

Zitat:
Zitat von JadeDeLounge
in diesem falle kann man sogar personen und handlungen in der ersten geschichte verwenden, die erst in der zweiten geschichte kommen. dadurch kann es eher zu einer wiedererkennnung kommen.
Auch das hatte ich vor. Meister Vandaar ist ja nach KoTOR I verschwunden. In dieser Geschichte ist er Revan gefolgt, trifft dann aber auf die Exilantin und erfährt von dem Wiederaufbauprojekt des Jediordens und kehrt in die bekannte Galaxis zurück.

Was haltet ihr bisher von den Ideen?
 
Alt 09.12.2009, 11:32   #7
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AW: Tipps und Tricks für Fanwerke und Charaktergeschichten

die ideen sind sind gut. wichtig dabei ist, das du diese richtig herausarbeitest und diese auch richtig wiedergibst. vom prinzip her hast du schon die wichtigen plots der geschichte aufgeschrieben. arbeite daran weiter, immer wieder ein wenig. lass paar tage pause dazwischen und schreibe dann wieder weiter.
es kommen dann immer wieder neue stellen dazu, neue kontexte entstehen und schon bald füllt sich deine geschichte.

meist fange ich mit 3-4 sätzen an, wo ich grob wiedergebe was ich in der geschichte sagen will. nach dem 2ten durcharbeiten hab ich dann schon so 4 seiten und so mach ich dann weiter. schnell sieht man, wo welche kapitel entstehen.

die wichtigsten personen oder orte schreibe ich auf registerkarten, damit ich sie richtig wiedergeben kann. oft kommt es auch darauf an wie bildlich man schreibt. denn eine geschichte entsteht im kopf, als bilder. je genauer du schreibst desto einfacher ist es für den leser das zu fehülen oder im kopf zu sehen was du ausdrücken willst. aber auch da muss man vorsichtig sein. man verliert sich schnell in solchen beschreibungen. zu viel und zu lang dürfen sie deshalb nicht sein.

ich werd dein projekt gerne weiterverfolgen. ich finde es spannend wie eine geschichte entsteht. wünsche dir dabei viel glück. und wenn du mal ne frage hast ........ ;-)

-Jade-
 
Alt 09.12.2009, 20:30   #8
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AW: Tipps und Tricks für Fanwerke und Charaktergeschichten

Ich kann ja einfach mal den Anfang der Geschichte von Sera hier posten:

Vorweg, diese Geschichte wird hauptsächlich nur etwas für Leute sein, die KotOR I und/oder II gespielt haben, der Rest wird wenig mit den Figuren anfangen können.
In der Geschichte habe ich mich auf die wenigen offiziellen Fakten gestützt, wie z.B. dass Revan ein Mann war und die Exilantin, welche man in KotOR II spielt, eine Frau war. Da die Exilantin nie beim Namen genannt wird, habe ich sie Sera getauft.



Eine ungewisse Zukunft


Ungeduldig betrachtete Sera die Anzeigen der Ebon Hawk. In den letzten Tagen war sie unruhig, näherte sie sich doch immer mehr ihrem Ziel: dem Planeten, den Revan laut des Navigationscomputers des Schiffes als erstes angesteuert hatte, nachdem er die Grenzen der bekannten Republik verlassen hatte. Es war der einzige Eintrag, den T3, der ebenfalls mit an Bord war, retten konnte.
Nach einer Ewigkeit, wie es ihr erschien, konnte sie ihn endlich sehen.
Es schien ein rauer Planet zu sein. Viele Gebirge, wenig Wasser, aber der eine oder andere grüne Flecken war dennoch zu sehen. Nur wo sollte sie landen? Mal sehen ..

„T3? Kannst du anhand der alten Aufzeichnungen herausfinden, wo Revan damals gelandet ist?“

Eilig machte der Droide sich an die Arbeit. Da es länger zu dauern schien, ging Sera in ihre Schlafkabine, um sich anzuziehen und ihr Lichtschwert an sich zu nehmen. Ihre schlicht braune Jedirobe hing pedantisch aufgehangen an der Wand, ihr Lichtschwert ruhte in einer der Taschen.

Als sie in das Cockpit zurückkehrte, hatte der Droide bereits einen Kurs angeschlagen, welcher sie auf ein flaches Felsplateau oberhalb einer sehr idyllisch wirkenden Oase führte. Bei genauerem Hinsehen konnte sie am Fuße des Berges eine kleine Siedlung erkennen, deren Bewohner wie Ameisen geschäftig hin und her liefen. Auf dem Berg selbst schien eine Landeplattform aufgebaut, da einige Kisten herumstanden und bereits drei weitere Schiffe auf gekennzeichneten Bereichen standen.
Als der Autopilot mit der Landung begann, hatte Sera Zeit, die Schiffe genauer in Augenschein zu nehmen.

Eines der beiden hatte einen riesigen, sechseckigen Bauch, welcher die Ebon Hawk um gut das doppelte ihrer Größe überragte. Der übergroße Laderaum und die geringe Bewaffnung ließen darauf schließen, dass es sich um ein Frachtschiff handelte.
Als Sera das zweite Schiff, welches am anderen Ende des Plateaus stand, sah, erschrak sie. Es war ein ganz gewöhnlicher Cherkafrachter, wie er auch im bekannten Universum gebräuchlich war. Direkt daneben stand ein Jäger mit einer sehr langen Schnauze, er wirkte fast wie ein eckiger Torpedo mit einem Cockpit am Ende und drei Flügeln, einer nach oben abstehend, die anderen beiden nach links bzw. rechts unten ausgestreckt. Im Gegensatz zu den anderen beiden Schiffen war dieses Schiff in einer weißen Farbe und mit einem roten Streifen versehen, welcher es von Bug bis Heck zierte.
Durch das Fenster der Ebon Hawk sah sie bereits zwei offensichtlich schwer bewaffnete Männer auf ihren Landeplatz zukommen.
Na das wird ja ein Spaß, dachte sie bei sich und ging in Richtung der Landeklappe.
„Nein, mein kleiner, du bleibst hier und passt auf das Schiff auf“, sagte sie, als T3 ihr piepsend hinterher fahren wollte. „Wir wollen doch nicht, dass wieder so etwas passiert, wie auf Nar’Shaddar, oder?“

Nachdem das Schiff gelandet war, glättete sie noch einmal ihre Jedirobe und ordnete ihre Haare und öffnete schließlich die Klappe.
 
Alt 17.12.2009, 09:56   #9
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respekt. der anfang ist richtig, richtig gut. detailiert, spannend und sehr gut formuliert. wenn du so weitermachst, wird das eines sehr gute story.
ich bin sehr gespannt darauf und hoffe, das ich sie in nicht allzuferner zukunft lesen darf.

-Jade-
 
Alt 17.12.2009, 10:32   #10
Gast
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AW: Tipps und Tricks für Fanwerke und Charaktergeschichten

Oh, ich denke, das "Release-Datum" dieser Story liegt weit hinter dem von SWTOR.
Ich schreibe einfach zu selten daran weiter.
Aber danke, das macht auf jeden Fall schonmal Mut.
Ich habe ja auch bereits eine ganze Menge Ideen, was die Story beider Parteien (also bekannte und unbekannte Galaxie) betrifft.

Ich hab übrigens auch mal deine Geschichten gelesen, die sind auch verdammt gut.
 
Alt 17.12.2009, 16:30   #11
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Hmmm

Wenn ich mir das so durchlese, dann bekomm ich ja fast Angst meine irgendwann mal zu Posten. Ja, ist nicht dasselbe, ist eine Charaktergeschichte, aber Geschichte bleibt geschichte. Nun, ich werd mal schauen was bei mir rauskommt und sie den kritischen Augen der Community zum Frass vorwerfen

Gruss

Euer Onkel Norru
 
Alt 18.12.2009, 15:45   #12
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Warum? Meinst du, du kannst nicht mithalten? Selbst wenn, dann kannst du dir Tipps abholen.
Aber du kriegst das schon hin, die Macht ist stark in dir.
 
Alt 18.12.2009, 21:55   #13
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Ich werds schon überleben xD

Jetzt kämpf ich grade etwas mit der Anrede der Personen. Und zwar das Thema Ihr/Sie, Euch/Ihnen. Ich finde, grundsätzlich hat diese Anrede in der 2. Person Plural die sich in einigen Dialekten wie den Ober- und Mitteldeutschen bis heute gehalten hat, in Sci-Fi herzlich wenig verloren. Da Star Wars aber eine Kombination aus dem guten alten Mantel-und-Degen-Film Genre, einem Märchen und Sci-Fi ist, komm ich persönlich in einen Logik-Konflikt.

Geb ich jetzt dem standartdeutschen "Sie" (Sie haben da was.) oder dem Ober-/Mitteldeutschen "Ihr" (Ihr habt da was.) den Vorzug? Oder mache ich eine Mischung daraus? Eigentlich wollte ich es so lösen, dass lediglich Jedi und Sith in ihren jeweiligen sozialen Umfeldern entsprechend angesprochen werden und die Normalsterblichen unter sich und auch die Jedi mit den Normalos im Standartdeutschen Sie sprechen.

Einige Beispiele, wie ich das Meine:

Herr Müller an Herr Meier: "Sie haben da was."
Herr Meier an Herr Müller: "Sie haben da was."

Herr Müller an Obi-Wan: "Ihr habt da was."
Obi-Wan an Herr Müller: "Sie haben da was."

Obi-Wan an Anakin: "Du hast da was."
Anakin an Obiwan: "Ihr habt da was."

Obi-Wan an Windu: "Ihr habt da was."
Windu an Obi-Wan: "Ihr habt da was."

Was haltet ihr davon, bzw. was würdet ihr machen?

Gruss

Euer Onkel Norru
 
Alt 19.12.2009, 09:03   #14
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Soweit ich mich erinnern kann, werden in der alten Triologie Militärränge und Normalsterbliche mit "Sie" angeredet, Vader und Co aber mit "Ihr".

In der neuen Triologie, genauso wie bei KotOR, werden alle mit "Ihr" angesprochen. Da es hier um eine Geschichte in der alten Republik geht, würde ich allen diese Anrede zusprechen, aber ich denke, das ist Geschmacksfrage, oder nicht?
 
Alt 19.12.2009, 22:15   #15
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AW: Tipps und Tricks für Fanwerke und Charaktergeschichten

Ich denke ich werde es so handhaben wie der Meister persönlich und die Respektspersonen ab einem gewissen Rang mit dem "Ihr/Euch" ansprechen lassen. Ich finde das persönlich irgendwie stimmig. Hab mir jetzt einige Tage Gedanken darüber gemacht und bin zu diesem Schluss gekommen.
 
Alt 27.12.2009, 23:21   #16
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AW: Tipps und Tricks für Fanwerke und Charaktergeschichten

Ich möchte mich an der Stelle nochmal für die wertvollen Tips bedanken. Ich hab mittlerweile das erste (relativ kurze) Kapitel der Geschichte zusammen und werd noch ein paar Mal drüber gehen. Vielleicht werd ich euch dann mal damit belästigen und das hier irgendwo reinstellen. Mal schauen

Liebe Grüsse

Euer Onkel Norru
 
Alt 28.02.2010, 14:36   #17
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AW: Tipps und Tricks für Fanwerke und Charaktergeschichten

coole tipps!

hast du auch welche für leute (wie mich) die irgendwie in deutsch keine texte auf die reihe kriegen und das gefühl haben, wenn sie enlisch schreiben klingt es besser
 
Alt 21.03.2010, 14:16   #18
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AW: Tipps und Tricks für Fanwerke und Charaktergeschichten

Daidalus Anfang find ich sehr vielversprechend. Mach weiter so, liest sich super!
 
Alt 22.10.2010, 09:35   #19
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AW: Tipps und Tricks für Fanwerke und Charaktergeschichten

Ich hoffe das diese Hilfe für alle Autoren unter uns, mal zu einem Sticky wird. Nicht das sie schon in der Versenkung versinkt bevor der Befehl gegeben wurde Versenkungen zuzulassen. öööhm ok alles grad recht verwirrend hier..


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