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Alt 07.01.2011, 00:15   #1
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[RP] Charaktergeschichte Jon Kursar

Hier möchte ich euch, der SWTOR Community, die
Geschichte von Jon Kursar etwas näher bringen.

Dabei freue ich mich natürlich über positive/negative Kritik.
Ein "Danke" im Vorraus ist mir das selbstverständlich wert.

Lg
Jon Kursar
 
Alt 07.01.2011, 00:17   #2
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AW: [RP] Charaktergeschichte Jon Kursar

Name: Jon Kursar

Äußeres
Spezies: Mensch
Geschlecht: Männlich
Alter: 26 Standartjahre
Größe: 1.81
Haarfarbe: Dunkelbraun
Augenfarbe: Grau

Persönlichkeit
Jon Kusrar ist im Großen und Ganzen eine relativ ruhige Person. Er hält sich meist eher im Hintergrund und verabscheut es beinahe schon im Rampenlicht zu stehen. Außer er hat es sich ehrlich verdient. Sollte er jedoch gereizt werden, kann Jon auch ein ziemlich lauter und mitunter auch gefährlicher Zeitgenosse werden. Er gilt außerdem, als äußerst pflichtbewusst und hat einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit.

Biographie
Jon Kursar wurde auf Corellia geboren. Seine Eltern hatten genug Geld, um gut für ihn zu sorgen und ihn auch zu fördern. Als er fünf Jahre alt war, starb seine Mutter an einer Krankheit. Kurz darauf heiratete sein Vater erneut und ein Jahr später wurde Jons Halbschwester Joan geboren. Bereits mit neun Jahren begann Jon sich für Waffen aller Art zu interessieren, wobei er sein Hauptaugenmerk auf Projektilwaffen legte. Mittlerweile besuchte Jon eine Militärschule, ging nach deren Abschluss mit 18 Jahren aber nicht zu den republikanischen Truppen sondern meldete sich bei einer Gemeinschaft aus unabhängigen, aber pro Republik ausgerichteten, Regimentern. Er wurde dem 3rd Mountains Regiment zugewiesen und absolvierte dort die Grundausbildung. Schon nach kurzer Zeit hatte er seinen Wert bewiesen und wurde letztendlich zum Sergeant befördert. Nur wenig später erlebte er die Plünderung von Coruscant mit. Dort wurde beinahe sein gesamtes Regiment ausgelöscht und er selbst verletzt. Nach seiner Genesung wurde Jon den 10th Mountains überstellt und dort wegen dem akuten Offiziermangels kurzerhand zum Lieutenant befördert.


Charaktergeschichte:

Teil Eins: Erkundung

1 VVC
Jon Kursar stand neben seinem Captain auf der Brücke der Fregatte Falcon. Insgesamt waren zweihundert Mann an Bord. Demnächst würde das Schiff auf dem Planeten landen, wenn endlich dieser verdammte Sithkreuzer auf Abstand gehen würde. Dieser kontrollierte nämlich genau den Eintrittsvektor in die Atmosphäre, den der Pilot anfliegen wollte. Lewis blickte auf den Steuermann hinab. „Tarnsysteme und Emissionsspeicher an, alle aktiven Systeme abschalten. Kurs halten. Wir gleiten ganz geschmeidig unter denen durch.“ Der Pilot schaute über die Schulter zurück. „Da kommen wir denen aber ziemlich nah. Ein Blick aus dem Fenster und die werden uns trotz aller Tarnvorrichtungen kommen sehen.“ Der Captain musste jedoch nichts erwidern, denn der Steuermann wusste, dass mit Lewis nicht zu Spaßen war. Jon starrte aus dem Fenster. Es war ein typischer Sithkreuzer. Und er war der Falcon an Feuerkraft weit überlegen. Sie kamen immer näher. Der Kreuzer schwebte nun zwischen ihnen und der Sonne. Bald schon füllte er alle Fenster aus. Auf der Brücke war nur noch das Summen der Computer und das leise Rauschen der vier an den beiden Flügeln angebrachten Triebwerke zu hören. Jeder hielt den Atem an, als sie, weniger als hundert Meter, vom Rumpf des anderen Schiffs entfernt, dessen Position unterflogen. Dann trat die Falcon in die Atmosphäre ein und von weiter hinten war Jubel zu hören. Sogar Lewis atmete erleichtert auf. Offenbar hatte man sie nicht bemerkt. Das war ja gerade noch gut gegangen.

Vor wenigen Stunden waren sie erst angekommen, jetzt hatten die 3rd Mountains schon ein Lager errichtet. Sie mussten eine schwer befestigte Basis einnehmen und dort den Start von Jägern und Raketen zur Luftabwehr verhindern. Dann konnten die Black Birds den Kreuzer zerstören und die Cargo Eagles den Rest des Regiments einfliegen. Sergeant Kursar ging zu seinem Lieutenant , einem großen breit gebauten Mann namens Raphael Linus. „Kursar, was denken Sie?“, fragte dieser. „Ich denke, wir werden diese Anlage einnehmen, aber es wird ziemlich hart werden.“ „Der Captain möchte, dass einer meiner Trupps diesen Berg dort vorne besteigt, ein Funkgerät aufbaut und uns über die feindlichen Verteidigungsanlagen in Kenntnis setzt. Sie werden diesen Trupp anführen! Ich gebe ihnen Cyber, Francis, Razor und Pillar mit.“ „Ja, Sir!“ Damit drehte sich Jon um. Er ging an einige Kisten vorbei und kam schließlich zu mehreren kleinen Lagerfeuern, die alle in kleinen Gruben brannten und einigermaßen abgeschirmt waren, um sie vor der Entdeckung durch Sithtrooper zu schützen. „Cyber, Razor, Pillar, Francis, zu mir!“, rief er. Sofort kamen die vier Gestallten angelaufen. Alle vier waren Menschen. Cyber, der Computerexperte, war etwa gleich groß wie Jon und sah diesem auch einigermaßen ähnlich. Razor, der Sprengstoffexperte, war etwas kleiner und stämmiger als sein Sergeant. Er hatte kurze schwarze Haare, braune Augen und eine Hakennase. Francis, der Scharfschütze, war mit seinen etwa zwei Metern und den breiten Schultern eine fruchteinflößende Gestallt. Seine dunkelblonden Haare wurden schon von einem Helm verborgen. Pillar, der Funker und Techniker im Team, war mit seinen 1.67 im Vergleich zu den anderen winzig. Auf seinem Kopf sah man statt den braunen Haaren nun eine Mütze und um seinen Hals hingen Kopfhörer. Sein Rucksack, der im Moment neben einem Lagerfeuer lag, war so groß, dass man hätte meinen können, Pillar hätten ihn nicht tragen können. „Packt eure Sachen Jungs! Wir brechen in fünfzehn Minuten zu dem Berg da auf.“, meinte Jon.

Die Abenddämmerung hatte gerade eingesetzt, die fünf gingen nun schon eine Stunde und waren noch nicht über den Fuß des Bergs hinaus. Sie marschierten in einer lockeren Formation, jeder hatte sein Gewehr in der Hand, doch niemand hatte es entsichert. Jon sah den Hang hinauf. Vor ihnen lag ein ziemlich großes Schuttfeld, das sie auf dem Weg zum Gipfel passieren mussten. Es würde nicht angenehm werden. Plötzlich meinte Pillar: „Mann, habt ihr eigentlich schon mal diese Jane gesehen, ihr wisst schon, die Sanitäterin auf der Falcon?“ „Du meinst Corporal Jane Kerio?“, fragte Francis. „Ja genau die. Mann, mit der wäre ich echt gerne mal alleine.“ „Schlags dir aus’m Kopf Pillar, du weißt doch, dass alle Mädchen auf mich abfahren.“, sagte Cyber jetzt grinsend. „Ruhe Leute! Konzentriert euch auf den Weg, sonst rutscht ihr noch ab.“, sagte Jon schmunzelnd. Über was seine Leute alles reden konnten, während sie in Kriegsgebiet ein Geröllfeld hinaufstiegen. Es war wirklich faszinierend.

Jon stand zwei Stunden, vierzehn Minuten und drei Diskussionen über Jane später endlich auf dem Gipfel. Oder wenigstens nur noch wenige Meter unter ihm. Sie hatten gute Sicht auf die feindliche Basis, aber es war zu dunkel, um Genaueres zu erkennen. „So. Männer ruht euch aus und macht euch auf einen langweiligen morgigen Tag gefasst!“, meinte Jon. Sofort schnallten alle ihre Rucksäcke ab und stellten sie auf den Boden. Danach machten sie es sich auf dem kleinen Plateau bequem. „Razor, du übernimmst die erste Wache! Ich baue inzwischen das Funkgerät auf.“ Der Sprengstoffexperte nickte, stand wieder auf und ging an den Rand ihres “Lagers“. Kursar machte sich am Funkgerät zu schaffen. Es war sehr still. Nur einige Tiere aus dem Tal waren zu hören und dann plötzlich: „Cyber, ich sag’s dir. Ich glaube Jane mag mich wirklich.“ Jon konnte sich ein leises Lachen nicht verkneifen. „Alle Mädchen fahren auf mich ab, also schlag’s dir aus’m Kopf. Und hör bitte auf dauernd von Jane zu reden.“, sagte Cyber. Kursar beendete seine Arbeit am Funkgerät, sah noch kurz zu Razor, der in das Tal hinabstarrte, und suchte sich ein gemütliches Plätzchen. Der Schlaf kam nach einem so anstrengenden Aufstieg schnell und angenehm.

Die ersten Sonnenstrahlen weckten Jon. Er brauchte normalerweise nur wenig Schlaf, war aber trotzdem müde, als er aufstand. Pillar lag noch neben seinem Rucksack, aber die anderen lagen schon an der kante und blickten durch Ferngläser und Zielfernrohre in das Tal hinab. Jon gesellte sich zu ihnen und zog sein eigenes Fernglas aus einer Tasche. Die Anlage war wirklich gut befestigt. Gräben, Stacheldraht, schwere und leichte Geschütze, Kampfdroiden, Patrouillen und Mauern aus Metall. Verdammt, es würde nicht leicht werden dort hineinzukommen. Überall waren Soldaten. Einige Jäger zischten aus dem Hangar und schossen davon. Aber Jon hatte für seine Truppe einen guten Beobachtungsposten ausgesucht, das einzige, das störte, war die tief stehende Sonne die ihnen genau in die Augen schien. Pillar rührte sich auch endlich. Kursar teilte dem Hauptquartier mit, was er gesehen hatte. „Ja Sir, Sie haben mich richtig verstanden. Ja, ich weiß, dass das eine ziemlich schwere Befestigung ist. Ja. Verstanden. Out. Leute, wir sollen noch eine Weile hier bleiben und beobachten.“, letzteres galt wieder Jons Begleitern. Francis deutete plötzlich auf den Boden und Jon, der gerade vor dem Funkgerät kniete, und Pillar, der gerade aufgestanden war, warfen sich auf den Boden. „Da zeigen welche genau auf unsere Position. Verdammt, die Sonne.“, meinte Francis. „Was ist mit der Sonne?“, fragte Jon angespannt. „Unsere Ferngläser reflektieren das Licht. Wir leuchten für die da unten wie ein brennender Speeder oder so!“ „Scheiße!“ Jon Kroch zur Kante und blickte hinunter. Dann griff er zum Funkgerät. „Hier Sergeant Kursar. Wir haben ein Problem. Acht bewaffnete Feinde etwa fünfhundert Meter unter uns. Nähern sich schnell!“

Alle fünf lagen dicht an der Kante am Boden und sahen die Sithtrooper an. „Auf hundertfünfzig herankommen lassen und dann festnageln! Anschließend hauen wir ab. Und zwar schnell!“, befahl Kursar. Seine Männer nickten und richteten ihre Gewehre auf den Feind. Sie lagen regungslos im Gras, jeder hatte den Finger am Abzug und wartete angespannt auf den Befehl zum Feuern. Die feindlichen Trooper näherten sich immer weiter, hatten aber anscheinend noch immer keine Ahnung davon, was sie erwarten würde. Dreihundert Meter. Zweihundert. Einhundertsechzig. Die Sekunden kamen Jon wie Stunden vor. Einhundertfünfzig Meter. „Feuer!“, schrie er. Sofort wurden alle fünf Abzüge durchgedrückt und die Gewehre spieen Blasterschüsse auf die Feinde. Einer wurde tödlich getroffen und ein zweiter schwer verwundet. Der Rest warf sich auf den Boden und suchte hinter Steinen Deckung. Jon stand auf und ging rückwärts, aber noch immer schießend, zur anderen Seite des kleinen Plateaus. Seine Kameraden folgten seinem Beispiel. Nur einige wenige Blasterschüsse, die blind abgefeuert worden waren, zischten weit über ihre Köpfe hinweg. Schließlich drehte Kursar sich um und sprang einen kleinen Vorsprung hinunter. Anschließend rutschte er halb und lief er halb das Geröllfeld hinunter. Sie mussten schnell sein, denn die Sithtrooper hatten sicher schon bemerkt, dass sie nicht mehr beschossen wurden. Jon musste sich alle Mühe geben, um nicht zu stolpern oder auszurutschen, denn das hätte auf dem Geröllfeld wahrscheinlich seinen Tod bedeutet. Endlich kam er unten an und konnte einen Blick wagen. Die vier anderen kamen auch gerade den Hang herunter, doch die Sithtrooper standen schon auf dem Plateau und sie machten keinen freundlichen Eindruck. Rote Blasterschüsse bohrten sich neben Jon in den Boden. „Los!“, rief er und rannte los, als seine Männer einigermaßen aufgeschlossen hatten. Francis, der nicht zuletzt durch seine Größe ein hervorragender Läufer war, überholte Jon bald, kniete sich hin und zielte. Ein einzelner Schuss löste sich aus dem Scharfschützengewehr. Als Kursar über die Schulter zurückblickte, verriet ihm herunterrollendes Geröll und eine Staubwolke, dass wohl ein Feind getroffen worden war. „Weiter! Immer weiterlaufen!“, rief er. Und das taten sie auch.
 
Alt 07.01.2011, 00:18   #3
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AW: [RP] Charaktergeschichte Jon Kursar

Teil Zwei: Vorbereitungen

Nach dem Zwischenfall bei der ersten Erkundungsmission wussten die Sith natürlich, dass republikanische oder zumindest pro Republik ausgerichtete Truppen auf dem Planeten sein mussten. Daher hatten die 3rd Mountains ihr Lager verlegt und die Falcon war wieder gestartet, um nach einem kurzen Kampf mit einem Sithkreuzer schwer beschädigt in den Hyperraum zu entkommen. Das alles machte die Situation für die etwa zweihundert Soldaten nicht gerade einfacher. Eine so große Anzahl an Menschen und Angehörigen anderer Spezies konnte man nur schwer verstecken. Dennoch waren sie für den Angriff auf die Basis beinahe zu wenige. Außerdem war die Kampfmoral nach dem Abflug der Fregatte deutlich gesunken, denn man hatte sich beinahe schon auf schwere Luftunterstützung verlassen. Die Männer wussten nun, dass sie ohne diese auskommen mussten.

Jon ging an einigen Zelten und Kisten vorbei und kam schließlich zum Kommandozelt. Darin befanden sich im Moment der Captain, seine Lieutenants und einige Aufklärer. Er öffnete den Verschluss der Tür und trat dann ein. „Ah, Sergeant Kursar.“, sagte der Captain erfreut „Schön, dass Sie auch noch zu uns gestoßen sind.“ Auf dem Tisch lag eine einfache Karte, auf der man den feindlichen Stützpunkt grob eingezeichnet hatte. „Kursar, Sie haben die Anlage selbst gesehen. Haben wir eine Chance sie einzunehmen?“, fragte Lewis. Jon schüttelte den Kopf. „Wenn wir direkt angreifen, werden wir abgeschlachtet. Wir würden nicht einmal den ersten Verteidigungsring überwinden, und die haben mindestens zwei davon. Aber ich denke eine Schwachstelle in der feindlichen Verteidigung gefunden zu haben. Die Hangartore sind zwar zu stabil, um sie aufzusprengen, aber sie werden von keiner zusätzlichen Mauer oder ähnlichem geschützt.“ „Sie schließen nach dem Start von Jägern wieder zu schnell, um dort genug Soldaten hineinzubekommen.“, wandte ein Lieutenant ein. „Wir könnten eine kleine Einheit hineinbringen.“, schlug Jon vor. „Wir sind nicht die 10th Mountains. Klingt für mich also irgendwie nach einem Selbstmordkommando.“, meinte Lewis. „Zusammen mit einem Scheinangriff auf die Vorderseite der Anlage könnte es klappen.“, meinte einer der Aufklärer. Es wurde erst einmal still. „Haben wir einen genauen Plan der Jägerstarts?“, fragte der Captain schließlich. Sofort reichte ihm ein Sergeant ein Datapad mit den gesuchten Daten. Wieder meldete sich ein Lieutenant zu Wort. „Aber wer ist denn verrückt genug, das wirklich durchzuziehen?“ „Lieutenant Linus, Sie schicken ihren besten Trupp da rein!“, befahl Lewis. Der Offizier nickte. „Kursar, Sie gehen mit ihrem Trupp da rein!“ „Ja Sir!“, antwortete Jon, aber man sah ihm deutlich an, dass er sich nicht darauf freute. „Sergeant! Sie brechen morgen mit ihrem Trupp auf. Spätestens um 0800 möchte ich Sie bei diesem Tor haben. Dreißig Minuten später starten wir unseren Angriff. Richten Sie einfach so viel Schaden wie möglich an! Wegtreten!“, befahl der Captain. Jon salutierte und verließ dann das Zelt, um seinen Männern mitzuteilen, was ihnen bevorstand.

Kursar hatte sein Team schnell versammelt. „Leute, wir gehen morgen um 0800 durch den Hangar in die feindliche Basis.“, teilte er ihnen mit. „Heißt das, ich darf was in die Luft jagen?“, fragte Razor. Jon nickte und der Sprengstoffexperte grinste finster. Francis sah viel weniger glücklich aus. „Ich hasse enge Gänge und unterirdische Anlagen.“, meinte er. „Ich habe ja nichts gegen einen guten Kampf, aber DAS ist einfach nur Selbstmord!“, warf Cyber ein. „Vielleicht sollte ich heute doch noch mal mit Jane reden. Eine andere Gelegenheit bietet sich mir ja anscheinend nicht mehr.“, war das einzige, das Pillar sagte. „Mann, ich weiß auch, dass wir die Arschkarten gezogen haben. Aber Befehlsverweigerung ist nunmal nichts für mich und ich sehe auch keinen anderen Weg. Wir sind einfach eins der besten Teams hier, wenn nicht sogar das beste! Wir werden das schon schaffen. Ihr könnt jetzt nicht einfach kneifen. Diese gesamte Operation hängt von uns ab. Wenn wir versagen, gehen hier alle drauf.“, sagte Jon. „Jon, du bist wirklich ein Meister im Ermutigen. Meinst du wirklich, dass wir uns jetzt besser fühlen?“, stellte Cyber fest. „Nein.“, meinte Kursar. Cyber schüttelte nur den Kopf und grinste dann. „Und genau deshalb folgen wir dir auch bis in den Tod.“, meinte er. Jon entließ sein Team wieder und die vier gingen davon. Die Abenddämmerung hatte bereits eingesetzt. Sie würden nicht mehr viel Schlaf bekommen. Einmal sah er sich noch um. All diese Männer und Frauen würden sterben, wenn er versagte. Manche würden sich vielleicht wichtig vorkommen oder stolz sein. Aber Jon fühlte sich einfach nur… beschissen. Er ging zu seinem Zelt, um wenigstens noch ein paar Stunden Schlaf zu bekommen.
 
Alt 07.01.2011, 00:18   #4
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AW: [RP] Charaktergeschichte Jon Kursar

Teil Drei: Angriff

Jon war mit seinem Trupp schon sechs Stunden unterwegs. Niemand hatte lange schlafen können, deshalb waren alle fünf müde. Sie hatten noch zwanzig Minuten, würden aber wahrscheinlich nur zehn brauchen. Dann ging es gleich weiter in die Sithbasis und dort würde sich alles entscheiden. Entweder wurde die Mission ein voller Erfolg und man konnte zumindest für kurze Zeit nach belieben Nachschub und neue Truppen heranführen oder es würden etwa 200 Soldaten in diesem Tal ihr Leben lassen. Und es lag alles nur an Jon und seinem Trupp. Deshalb hatte er immer noch einen bitteren Geschmack im Mund.

Sie nutzten die spärlich Vegetation so gut wie möglich als Deckung und wurden tatsächlich nicht entdeckt, als sie das Tal durchquerten. Noch etwa fünf Minuten bis zu ihrem Ziel. Es würde sicherlich Wachen geben, aber Ihre Gewehre waren mit modernen Schallunterdrückungssystemen ausgerüstet worden, sodass sie nicht auf die Geräusche ihrer Blaster achten mussten
.
Tatsächlich patrouillierten vier Trooper und zwei Kampfdroiden vor dem Hangartor. Es würde sicherlich nicht leicht werden, sie auszuschalten ohne Aufmerksamkeit zu erregen. Sie schlichen näher an die sechs Feinde heran, achteten dabei sehr genau auf ihre Schritte, um nicht zufällig Steine loszutreten oder auf einen Ast zu treten. Als sie etwa dreißig Meter hinter ihren Opfern standen, sahen alle Jon an. Dieser legte an und zielte. Auf ein Nicken hin drückten die fünf ihre Abzüge durch. Die Feinde fielen und die Droiden gingen funkensprühend in dem roten Licht der Blasterschüsse zu Boden. „Ausgezeichnet Leute! Weiter!“, rief er seinen Kameraden zu, wobei er jedoch auch leise genug war, um keine Aufmerksamkeit zu erregen.

Sie warteten schon seit einigen Minuten, als sich endlich das Hangartor öffnete. Plötzlich waren einige Kilometer entfernt erste Explosionen zu hören. „Los! Los! Los!“, rief Jon. Sie rannten im selben Moment durch das offene Tor, als die Jäger nur wenige Meter über ihnen herauszischten. Einige Schüsse fielen und drei Techniker gingen zu Boden. „Razor, Trägerkonstruktion bestücken!“, schrie Kursar und erschoss einen weiteren Soldaten. Der Sprengstoffexperte nickte und machte sich eilig an die Arbeit. Der Rest des Teams überwachte die beiden Zugänge. Wenige Minuten später war Razor wieder da. Jetzt konnte es weitergehen. „Noch die Raketenabschussvorrichtung und dann raus hier!“ Sie rannten durch Korridore und erledigten immer wieder einzelne Sithtrooper, die wahrscheinlich zum Schutz der Anlage zurückgelassen worden waren. Jon war sehr froh, dass sie noch keinem lichtschwertschwingenden Sith begegnet waren.

Ihr Ziel musste jetzt knapp vor ihnen liegen. „Razor, die Tür! Dreißig Sekunden!“ Sofort machte sich der Angesprochene an die Arbeit, und platzierte eine kleine Ladung am Türschloss. Einige Schüsse zuckten ihnen aus einem Korridor entgegen, aber Cyber schoss und traf ziemlich genau. Razor trat zurück und sprengte auf Jons Zeichen die Tür. Rauchschwaden stiegen an die Decke und vernebelten die Sicht. Die fünf rannten durch den Vorhang aus Rauch und schossen auf gut Glück. Aber auch sie wurden beschossen. Ein Blasterblitz zuckte nur wenige Zentimeter an Jons Kopf vorbei und er konnte die Hitze spüren. Er war voll gepumpt mit Adrenalin und war selbst von seinen Reaktionen überrascht, aber dennoch ging alles zu hektisch, um die übersicht zu behalten. Schon wenige Sekunden später wurde nur noch kreuz und quer durch den Raum geschossen. Cyber versuchte sich zur Steuerkonsole vorzuarbeiten, wurde aber immer wieder von Unterdrückungsfeuer gestoppt.

Die Lage war festgefahren. Drei Sithtrooper waren noch Einsatzfähig und Pillar lag getroffen und blutend am Boden, was Jon ziemliche Sorgen bereitete. Immer wieder hörte er die unterdrückten Schreie des Verletzten über den Lärm der Geräte und Waffen hinweg. Francis zielte und schoss. Noch zwei Feinde. Mittlerweile lag Pillar in einer Lache seines eigenen Blutes. Jon war für ihn verantwortlich. Dieser Mann hatte ihm sein Leben anvertraut und Kursar hatte ihn enttäuscht. So etwas konnte er gar nicht ertragen. Er sprang auf und bestrich die Konsole hinter der sich die zwei Trooper versteckten mit Feuer. Man konnte förmlich sehen wie sie zusammenschmolz. Ein Gegner wurde getroffen und war anscheinend tot. Jetzt rannte Jon vor, sprang über die zerstörte Deckung und schlug dem verbliebenen Feind mit dem Kolben gegen den Helm. Als der Trooper zu Boden ging, schlug Jon wieder und wieder zu, bis sein Feind nur noch um Gnade flehte. Sergeant Kursar drückte ab. Das war die einzige Gnade, die er dieser Person gewähren wollte.

„Razor?“ „Nicht genug Sprengstoff!“, antwortete Razor, der schon Pillar versorgte. Jon und Fancis gesellten sich zu ihm, während der Computerexperte sich an einer Konsole zu schaffen machte. Razor und Jon versuchten verzweifelt die Blutung zu stillen. Francis behielt die Tür im Auge. „Wie geht’s ihm?“, rief Cyber besorgt. „Konzentrier dich auf deine Arbeit!“, fuhr Jon ihn an. Er wollte es einfach nicht wahrhaben, aber Pillar schien langsam aber sicher zu verbluten. Es gelang ihnen einfach nicht, die Blutung zu stillen. Ihr verwundeter Kamerad hob zittrig einen blutverschmierten Arm. „Sagt mei… meinen Eltern ,dass… dass ich meine Pflicht getan habe!“, brachte er leise hervor. „Das kannst du ihnen verdammt noch mal selbst erzählen!“, Jon war alles andere als entspannt. Kursar griff mit seinen nun ebenfalls schon blutverschmierten Händen nach einem weiteren Stück Verband, während Razor auf die Wunde drückte. Pillar war so bleich, dass man ihn schon für tot hätte halten können. „Ich will… nicht sterben!“, brachte er hervor. „Ich… Ich will nach Hause!“ Tränen traten in seine Augen, das Zittern hatte aufgehört. Wenig später schien er noch etwas zusammenzusacken.

Jon stand auf, warf den blutigen Fetzen Verband, den er in der Hand hatte, kraftvoll in die nächste Ecke und schrie einfach nur. Einer seiner besten Freunde war gerade vor seinen Augen gestorben. Und alles nur, weil er die Übersicht verloren hatte. Jon zog seine Pistole, zielte auf den nächsten Sithtrooper, der tot am Boden lag und drückte mehrmals ab. Razor kam zu ihm gelaufen und griff nach der Pistole. Kursar ließ sich diese einfach abnehmen und ging dann auf die Knie. Es war alles nur seine Schuld. „Pillar war Soldat. Er wusste auf was er sich einlässt.“, versuchte Razor Jon zu beruhigen. Diesem stiegen gerade die Tränen in die Augen. Er hatte den ersten Zorn herausgelassen und nun blieb Trauer zurück. Sein verbliebenes Team, außer Francis, der noch immer die Tür anstarrte, sah ihn an. Er durfte jetzt nicht seine Professionalität verlieren, kam es ihm plötzlich. Er wischte sich die Tränen weg, stand auf und hielt Razor die Hand hin. „Pistole!“, verlangte er. Diese bekam er auch gleich. „Cyber, wie lange noch?“, verlangte er zu wissen. „Ein paar Sekunden!“, kam die Antwort. „Ich hab’s!“ Inzwischen ging Razor zu Pillar, schloss dessen Augen und legte ihn gerade hin.

Cyber stand triumphierend auf. Dann kam eine Meldung über die Lautsprecher der Anlage. „Raketen werden abgeschossen. Achtung! Raketen werden abgeschossen. Fehler in Abschussprotokoll festgestellt. Gefahr! Anlage evakuieren!“ Jon zwang sich zu einem Schmunzeln. Sie hatten es trotzdem geschafft. Aber Cybers Gesichtsausdruck schien alles andere als glücklich. „Scheiße! Scheiße! Scheiße!“, rief er und machte sich wieder an der Konsole zu schaffen. „Raketenabschuss in fünf Minuten!“, verkündeten die Lautsprecher. „Raus hier!“, schrie Cyber. Jon rannte zur Tür und spähte hinaus. Sofort zischten Blasterblitze knapp an seinem Gesicht vorbei und er zog den Kopf schnell wieder zurück. Anschließend schoss er blind um die Ecke. „Razor, eine Granate!“ Der Sprengstoffexperte trat zur Tür und warf eine Granate in den Korridor hinaus. Die Explosion hallte sekundenlang nach. „Los! Raus!“, rief Kursar. Sein Team lief und feuerte schnell einige Schüsse in Richtung Feinde ab. Jon folgte als Letzter. Sie liefen schnell, achteten aber trotzdem darauf, niemanden zu übersehen, denn das wäre ihr sicherer Tod gewesen. Drei Minuten später erreichten sie das Hangartor. Es war fest verschlossen. „Scheiße!“, rief Cyber. Jon sah sich um und versuchte irgendwo eine Luke oder ähnliches zu finden. Dann kam ihm ein Gedanke. „Cyber, in den Kontrollraum! Sofort!“ Der Computerexperte nickte und lief los, dicht gefolgt von Jon. Sie erreichten die gesuchte Konsole wenige Sekunden später. „Die Tore öffnen!“ Cyber tippte so schnell verschiedene Befehle in den Computer ein, dass Kursar nicht mehr folgen konnte. „Mach schon!“ „Ich arbeite am liebsten unter Druck!“, war das einzige, das der Sergeant als Erwiderung erhielt. Eine halbe Minute später öffneten sich die Hangartore. „Raus!“ Alle vier setzten zu einem letzten Sprint an. Sie erreichten das Freie und erwarteten eigentlich, von einer Druckwelle von den Füßen gerissen zu werden. Nichts dergleichen geschah. Sie starrten nur die Felsen an, hinter denen eigentlich eine Säule aus Feuer und Rauch aufsteigen müsste. Aber da war nichts. „Waru…“, weiter kam Razor nicht, denn mit einer gewaltigen Explosion wurden Trümmer hunderte Meter in die Luft geschleudert. Jon zuckte zusammen, war aber auch irgendwie erleichtert. Sie hatten doch Erfolg gehabt. Jetzt konnte er nur noch hoffen, dass der „Ablenkungstrupp“ noch am Leben war, da er ja die einzigen Verbündeten in dieser Gegend darstellte.

Als sie sich noch etwa zweihundert Meter entfernt hatten, sprengte Razor auch noch den Hangar in die Luft. Cyber entschuldigte sich bei seinem Team für den Stress und sagte, dass er den Timer eigentlich auf zwanzig Minuten eingestellt habe. Aus Richtung der Verteidigungsanlagen kam noch immer Lärm, also machten sich die vier auf den Weg. Im Laufschritt waren sie schnell an ihrem Ziel und fielen den verbliebenen Sith in die Flanke. Ihre Opfer waren größtenteils noch immer von der gewaltigen Explosion betäubt oder zumindest demoralisiert. Dennoch gab kein Sithtrooper auf, schon allein um nicht die Aufmerksamkeit eines der wenigen lichtschwertschwingenden Sith zu erwecken. Aber Jon und sein Trupp zeigten nicht mehr Gnade. Wenn sich ein Feind nicht ergab töteten sie ihn eben. Es war ihnen egal. Sie kannten diese Männer und Frauen nicht, sie sahen nicht einmal ihre Gesichter. Warum sollten sie sich also um sie scheren? Der Kampf kam schnell zu einem Ende. Selbst in der Macht ausgebildete Sith kamen nicht gegen dreißig Blaster auf einmal an. Letztendlich ergaben sich doch noch einige Trooper. Aber insgesamt kamen die 3rd Mountains auf weniger als zwanzig Gefangene.
 
Alt 07.01.2011, 00:19   #5
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AW: [RP] Charaktergeschichte Jon Kursar

Teil Fünf: Rettung in letzter Sekunde

Kursar war schon wieder früh aufgewacht und hatte deshalb noch genug Zeit zum Grübeln gehabt. Immer wieder ging ihm Pillars Tod durch den Kopf. Er sah das bleiche Gesicht seines Freundes ständig vor seinem inneren Auge, die blutigen Hände, die sich zitternd hoben, das ganze Blut und ständig hörte er leise seine letzten Worte: Ich will nicht sterben, ich will nach Hause. Lange hatte Jon es nicht gemerkt, aber nun fühlte er sich ausgelaugt und wollte auch nur noch nach Hause. Er stellte sich vor, wie es wohl wäre. Bei dem Gedanken, seiner Halbschwester wieder die Haare zu raufen und sie zum Lachen bringen oder mit seinem Vater über belanglose Dinge reden zu können, musste er unwillkürlich lächeln. Nun schwor er sich, nie wieder die kleinen Freuden des Lebens einfach als Kleinigkeit abzutun, sondern sein Leben zu Leben. Jedoch hatte er noch immer eine Pflicht seinem Regiment und vor allem seinen Kameraden gegenüber. Er würde sie nicht im Stich lassen. Niemals! Und an dieser Überzeugung würde er immer festhalten, sogar wenn es seinen Tod bedeutete. Seine Stimmung besserte sich augenblicklich, dennoch war er nicht gerade euphorisch.

Es war bereits später Nachmittag, als es zum nächsten besonderen Ereignis kam. Man konnte sie viel früher hören als sehen. Es musste eine gewaltige Streitmacht sein. Jon sprang auf eine der behelfsmäßig reparierten Barrikaden. Na ja, es waren gar nicht so viele. Aber für etwa achtzig einsatzfähige Soldaten dennoch viel zu viele. Er schätze die feindliche Einheit auf über siebenhundert Soldaten. Diese würden einfach über die Stellung des 3rd hinwegrollen. Und wo waren überhaupt die Cargo Eagles mit dem Rest des Regiments, die sollten doch schon vor zwei Stunden eingetroffen sein. Ohne lange zu überlegen harkte Jon den Helm los und setzte ihn auf, anschließend brachte er das Gewehr hoch und sah durch das Zielfernrohr. Soldaten und Kampfdroiden, einige Lichtschwerter konnte er auch ausmachen. Das war gar nicht gut. Die Sith näherten sich in einer äußerst breiten aber flachen Formation, so konnten sie ihre Zahlenmäßige Überlegenheit besser ausspielen. Die Karten standen schlecht für die Mountains. Inzwischen bemannten alle einsatzfähigen Soldaten die Mauern, falls man ihre Verteidigung überhaupt so nennen durfte. Kursar konnte sogar Captain Lewis in einer Kampfuniform und mit einem Gewehr entdecken. Ihre Chancen mussten wirklich übel aussehen. Da kam es nur gut, dass Jon von Corellia stammte.

Die Feinde hatten sich mittlerweile bis auf einen Kilometer genähert, zu weit für die Gewehre, aber trotzdem zu nah für Jons Geschmack. Kursar vernahm ein leises Rauschen. „Verdammt, ich glaube ich habe ein Problem mit meinem Funk!“, teilte er dem Soldaten neben ihm mit, nicht dass dieser etwas hätte ausrichten können. Das Rauschen wurde stetig lauter und begann zu nerven. Anscheinend bemerkten es jetzt auch die anderen Soldaten. „Stören die jetzt unsere Elektronik?“, fragte jemand.

Dann erschallte eine Stimme durch den Funk: „Bravo-Bravo, Tiger Eins hier. Ziel in Sicht!“ „Tiger Zwei ebenfalls!“, meldete sich eine zweite Stimme. Bravo-Bravo stand doch für die Black Birds. Das Rauschen wurde ohrenbetäubend laut und nun konnte Jon auch die beiden Dagger Angriffsjäger erkennen. Bei ihrer flachen Form, der langen Schnauze und den leicht nach unten gebogenen Flügeln konnte sogar ein Leihe schnell erkennen, dass diese Jäger unter anderem für den Kampf innerhalb der Atmosphäre eines Planeten entwickelt worden waren. Die Sonne stand bereits tief und es war recht dunkel, sodass Jon sogar die matte grünliche Cockpitbeleuchtung von Tiger Eins erkennen konnte. Die Jäger flogen im neunzig Grad Winkel auf die feindliche Marschrichtung an, so mussten sie zwar sehr genau manövrieren, konnten aber die gesamte Formation unter Beschuss nehmen. Als die Jäger nah genug waren, brach die Hölle los. Die Kanonen der Dagger waren so konstruiert, dass man sie schnell austauschen konnte. Für den Angriff auf nur leicht gepanzerte Bodenziele wurden hauptsächlich 40mm Maschinenkanonen eingesetzt, die nahezu jedes Ziel in Fetzen reißen konnten. Jede der beiden Maschinen hatte zwei davon an Bord und feuerte jetzt damit. Zuerst raste Tiger Eins über die Feinde hinweg und hinterließ da, wo vorher die Sith waren nur noch eine Wand aus Staub und Feuer. Tiger Zwei tat es der Führungsmaschine gleich und schoss dann auf einem bläulich leuchtenden Schweif aus Ionenemissionen zurück Richtung Weltraum. Die fallenden Patronenhülsen glitzerten, als sie von der niedrig stehenden Sonne beschienen wurden. Jubel breitete sich in den Reihen des 3rd aus. Man war schließlich doch noch gekommen, um sie zu retten.

Wenige Minuten später, nachdem Jon und seine Kameraden die Überlebenden des Angriffs entweder getötet oder gefangen genommen hatten, landeten auch schon die ersten Transporter. Insgesamt wurden 1800 Soldaten, also das gesamte 3rd Mountains Regiment, zur Verstärkung herangezogen. Jon sah wie Commander Corris in einem Kampfanzug aus dem ersten Transporter stieg, er sah wirklich furchteinflößen aus.
 
Alt 07.01.2011, 00:19   #6
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AW: [RP] Charaktergeschichte Jon Kursar

Teil Vier: Schlachtergebnisse

Jon erkannte erst jetzt, nach der Schlacht, welchen Preis der Sieg gefordert hatte. Die Mountains zählten über siebzig Tote und noch einmal fünfzig Verwundete, von denen einige die Nacht nicht überstehen würden. Der Captain hatte das Signal gegeben und die Cargo Eagles müssten in den nächsten sechsunddreißig Stunden mit dem Rest des 3rd Mountains Regiments eintreffen. Kursar ging durch das in den Ruinen der Sithverteidigung aufgeschlagene Lager. Jane kam ihm entgegen. Jon musste zugeben, dass sie hübsch war. Lange blonde Haare und rehbraune Augen. „Pillar?“, fragte sie. „Tut mir Leid Corporal Kerio, aber er hat es nicht geschafft.“ Ihr traten Tränen in die Augen, offenbar hatte sie ihn gut leiden können. Jon hob eine Hand und wollte sie ihr auf die Schulter legen, bemerkte jedoch, dass seine Handschuhe und Ärmel noch immer mit Blut durchtränkt waren. Zum größten Teil war es das Blut seines Freundes. „Er hat seine Pflicht getan und ist ehrenhaft für die 3rd Mountains, sein Team und nicht zuletzt auch für Sie gestorben.“, versuchte Jon sie zu trösten. Jedoch war das nicht gerade seine Stärke. „Für… Mich?“, sie sah ihn verwundert an. „Ich weiß, dass er sie gut leiden konnte. Sehr gut, um genau zu sein. Hätte er seine Aufgabe nicht so heldenhaft erledigt, wären wir jetzt wahrscheinlich alle tot. Davor wollte er Sie bewahren.“ Dieser Gedanke verlieh ihr offenbar wieder etwas mehr Kraft. „Wir werden ihn in Ehren halten und diese Sithschweine dafür büßen lassen!“, sagte sie entschlossen. Jon nickte. „Das werden wir.“

Im Moment sah es jedoch nicht so aus als würden die vier angeschlagenen Schützenzüge irgendjemanden büßen lassen. Über die Hälfte der Soldaten war kampfunfähig und viele davon sogar tot. Die 3rd Mountains mussten noch mindestens zwanzig Stunden durchhalten. Jon hatte dem Captain vorgeschlagen, dass sie sich in schwieriges Gelände zurückziehen konnten. Jedoch hatten sie zu viele Schwerverletzte dabei, um groß herumzumarschieren. Also blieb das 3rd wo es war. Die Verletzten wurden so gut wie möglich behandelt, Verteidigungsanlagen behelfsmäßig wieder aufgebaut und Wachen wurden in der näheren Umgebung postiert. Angespannt warteten alle darauf, dass die ersten Sithtruppen eintreffen würden.

Jon fand in dieser Nacht kaum Schlaf. Jetzt wo der Kampf vorüber war, machte er sich wieder Vorwürfe wegen Pillar. Er hätte ihn retten müssen. Es hätte einen Weg geben müssen. Doch er war wohl zu blind ihn zu erkennen. Sooft er die Situation auch durchging, er kam auf nichts, das er hätte tun können. Genau das frustrierte ihn nur umso mehr. Letztendlich kam der Schlaf doch noch, jedoch war es kein wirklich angenehmer Schlaf.
 
Alt 07.01.2011, 00:20   #7
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AW: [RP] Charaktergeschichte Jon Kursar

Nachdem dieser lezte Versuch die 3rd Mountains zu vertreiben auch fehlgeschlagen war, konnten die Mountains eine Basis errichten und waren ab jetzt den Sith ein Dorn im Auge.

Um zum nächsten Teil zu kommen: Die nächste Geschichte wird 1 NVC spielen. Die Hauptperson wird weiterhin Jon Kursar sein, der jedoch mittlerweile dem 10th Mountains Eliteregiment überstellt und zum Lieutenant befördert wurde. Sei Team besteht immer noch aus Razor, Cyber und Francis, jedoch stößt noch der Sanitäter Wate zu ihnen.
In disem Teil werde ich mich an der ersten Person Singular versuchen. ich hoffe es gefällt euch weiterhin. Nachwievor gilt: Über Kritik bin ich glücklich.

Am 21. 1. 2011 eingefügt
 
Alt 17.01.2011, 15:04   #8
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AW: [RP] Charaktergeschichte Jon Kursar

Habe wieder einen Teil hinzugefügt und abreite gerade am vierten. Ich hoffe es gefällt euch.
Wie oben schon erwähnt würde ich mich natürlich über Kritik freuen, denn nur so kann ich den Text dann auch verbessern.
Danke
LG Jon Kursar
 
Alt 27.01.2011, 19:44   #9
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AW: [RP] Charaktergeschichte Jon Kursar

Charaktergeschichte Teil II
Teil Eins: Informationssuche

1NVC; Coruscant 10th Mountains HQ
Ich, der 23 jährige Lieutenant Jon Kursar, stand vor meinem Captain. Larick sah mich scharf an während er mir erklärte was vor wenigen Tagen vorgefallen war. Ich musste mich erst noch an die 10th gewöhnen. Der Job stellte ganz andere Anforderungen. Hinzu kam noch, dass ich nun ein Offizier war und damit noch mehr Verantwortung auf meinen Schultern ruhte. Trotz meines Rangs befehligte ich nur meinen Feuertrupp. Die 10th Mountains waren sowieso nur ein halbes Regiment, also ca. 1000 Mann stark, und vor weniger als einem Jahr waren die Sith über Coruscant hinweggefegt. Jetzt befehligt Commander Siko nur noch etwa 650 Mann. Bei dem Angriff der Sith war beinahe das ganze 3rd ausgelöscht worden, mein Trupp und ich hatten nur überlebt, weil wir gerade nicht in der Kaserne waren. „Haben Sie das verstanden Lieutenant Kursar?“, fragte er mich. Ich nickte. „Ja Sir!“, rief ich. Ein ganzes Squad war bei einem Geheimauftrag niedergemetzelt worden. Anscheinend waren die Mountains von einem ihrer Informanten verraten worden. Nun fiel mir die Aufgabe zu, diesen zur Strecke zu bringen. Natürlich wäre es zu einfach gewesen, wenn wir seinen Aufenthaltsort gekannt hätten. Also machten sich die besten Hacker und Informanten auf die Suche. Verrat wurde nicht geduldet.

Wenige Tage später fanden wir endlich eine heiße Spur. Ich bekam sofort den Befehl mich des Problems anzunehmen. Als Erstes studierte ich den Lagebericht. Meine Augen überflogen das Blatt. Die Spur führte nach Corellia. Mein Vater und meine Halbschwester waren noch immer dort. Jedenfalls soweit ich wusste. Dennoch behagte mir der Gedanke, nach Corellia zu müssen, nicht ganz. Einige Personen dort würden mich am liebsten tot sehen. Die Mountains hatten unter den verschiedensten Verbrecherkartellen galaxisweit keinen besonders guten Ruf. Viel zu oft mischten sie sich in Angelegenheiten ein, die sie nach der Meinung einiger Verbrecherbosse nichts angingen. Vor allem das 10th war in dieser Hinsicht unbeliebt, denn es wurde anders als die anderen Regimenter auch oft für weniger kriegerische Handlungen eingesetzt. Ihr Spezialgebiet war es, Personen auszuschalten die das HQ für gefährlich erachtete, also oft Verbrecherbosse. Folglich würde mir meine Uniform die Arbeit nicht in jeder Lage erleichtern. Dennoch schien es mir ewig her zu sein, dass ich meinen Vater und meine Halbschwester gesehen hatte. Es waren schon ganze fünf Jahre. Unwillkürlich fuhr ich über die fast ganz verheilten Narben auf meiner linken Wange. Als ich bemerkte was ich tat dachte ich wieder: Verdammte Plasmagranate! Auf Coruscant hatte mich eine erwischt. Uniform und Helm hatten den Großteil der Hitze absorbiert, doch ein Teil meines Gesichts war zu diesem Zeitpunkt nahezu ungeschützt gewesen. Ich wandte mich wieder aktuelleren Dingen zu. Zum Beispiel meinem neuen Gewehr. Es lag auf den Tisch vor mir. Die scharfen Kanten des Gehäuses fielen einem sofort ins Auge. Der Lauf ragte nur wenige Zentimeter aus eben jenem und genau an meine Hände angepasste Rillen waren in den Griff und in den unter dem Lauf montierten Vordergriff gefräst worden. Ein Magazin mit dreißig Schuss steckte in der Waffe und oben saß ein kurzes Zielfernrohr mit 3facher Vergrößerung. Die Wissenschafter der Mountains hatten ganze Arbeit geleistet. Die Patronen wurden von einem modernen Triebmittel aus dem Lauf geschossen und währenddessen noch von um den Lauf angebrachten Elektromagneten weiter beschleunigt. So ergab sich letztendlich eine Mündungsgeschwindigkeit von 1857m/s, was sich durchaus sehen lassen konnte. Die langen Stahlgeschosse wurden so schnell hintereinander abgeschossen, dass die Feuerrate schon fast mit der modernen Blaster mithalten konnte. Was hinter einem so schlichten und kompakten Design alles versteckt sein konnte. Bei meinem Exemplar kam sogar noch ein unter dem Lauf angebrachter Mehrzweckwerfer hinzu.

Innerhalb von drei Stunden war ein Schiff bereitgemacht worden, das wir jetzt auch gerade betraten. Ich blickte noch einmal durch den Hangar der Kaserne. Überall konnte man nur notdürftig geflickte Löcher und verbrannte Metallteile erkennen. Der Angriff der Sith hatte auch hier seine Spuren hinterlassen. Meine gesamte Ausrüstung war schon an Bord. Ich marschierte die Rampe hinauf und betrat das Schiff. Es war recht geräumig - für militärische Verhältnisse. Als Erstes begab ich mich ins Cockpit. Pilot und Copilot sahen kurz zu mir zurück, sagten mir, dass sie gleich soweit wären und fuhren mit ihrer Checkliste fort. Als nach einigen Sekunden mehrere Lämpchen grün zu leuchten begannen erhob sich der recht schnittig gebaute Transporter und als ich aus einem der Fenster sah konnte ich zwei Dagger erkennen die gerade abhoben. Über Funk hörte ich die vertraute Stimme von Leeve, einem stämmigen eher kleinen Mann, dessen Rufzeichen Tiger Eins lautete, und die von Rock, einem für einen Piloten erstaunlich großen Mann. „Tiger Eins hier, Cargo 7-2 wir begleiten Sie.“ Der Pilot des Transporters antwortete knapp und stieß dann den Geschwindigkeitsregler nach vorne, woraufhin das Schiff einen Satz nach vorne machte und dann aus dem Hangar zischte, gefolgt von den beiden Dagger. Ich begab mich derweil in meine Kabine, um die Ausrüstung durchzuchecken und mich noch etwas auszuruhen.

Der Flug dauerte nach meinem Geschmack zu lange und war recht eintönig, obwohl ich die meiste Zeit schlief. Ich war sehr dankbar, da ich nicht wie öfters von vergangenen Schlachten geträumt hatte. Als wir dann endlich in Coronet landeten, war ich schon wieder über eine Stunde nutzlos herumgesessen. Und das war etwas, das ich hasste. Die beiden Dagger hatten uns schon außerhalb der Atmosphäre verlassen, um keine unnötige Aufmerksamkeit auf uns zu ziehen. Ich legte mir meine Zivilkleidung an und griff mir den Rucksack in dem meine gesamte Ausrüstung und die Waffen verstaut waren. Als ich die Rampe hinunterging fühlte ich mich irgendwie nackt, ich hatte schon viel zu lange immer eine Waffe griffbereit gehabt, als dass ich mich jetzt nicht am Gegenteil stören würde. Ein Beamter kam mir und meinen Kameraden entgegen. Ich hielt ihm meine Papiere, die jeder Überprüfung standhalten würden, da sie tatsächlich auf mich unter einem falschen Namen – Ionas Tryk – ausgestellt waren, hin. Dann kam auch schon der Copilot der Cargo 7-2 die Rampe herunter und verwickelte den Beamten in ein Gespräch. Also gingen wir weiter und kamen dann zur Kontrolle. Man würde uns und unser Gepäck auf Waffen durchsuchen und reichlich davon finden. Ich ging voran, hielt den Beamten einen offiziellen Bescheid hin und öffnete meinen Rucksack. Nach einem kurzen Anruf bei der Regierung ließ man uns passieren. Die 10th hatten wirklich ausgezeichnete Kontakte bei verschiedensten Regierungen. Wir begaben uns schnell zu dem uns zugewiesenen Gebäude und richteten uns dort in einem Apartment ein.

Wenig später gingen wir in ein etwas heruntergekommenes Lokal, in dem wir unseren Kontaktmann treffen sollten. Es war einiges los. Wir suchten uns einen Tisch in einer dunklen Ecke und warteten. Unser Kontakt würde uns finden. Eine recht attraktive Kellnerin kam und fragte uns, was wir gerne trinken würden. Wir nahmen allesamt nur schwach alkoholische Getränke, man wusste nie wann man einen wachen Verstand brauchte. Ich holte noch einmal die Beschreibung unseres Kontakts aus einer Tasche. Es war ein Bothaner. Jedoch konnte ich in der ganzen Bar keinen Bothaner entdecken. Ich sah auf mein Chrono, bereits zehn Minuten zu spät. Ich beschloss noch zehn weitere zu warten und mir dann etwas einfallen zu lassen. Wir hatten bereits alle unsere Gläser geleert und sahen uns um. Nichts. Dann fiel mir auf, dass uns jemand beobachtete. Der Statur nach zu urteilen war es eine Frau, aber sie hatte ein Tuch vor dem Gesicht, sodass ich nichts Genaueres erkennen konnte. Ich nickte Cyber zu und drehte dann den Kopf leicht in ihre Richtung. Der Soldat folgte meinem Blick nur mit den Augen ohne den Kopf zu bewegen. Dann deutete er auf die Tür. Ich nickte nun ebenfalls den anderen zu und wir verließen die Bar, nachdem ich bezahlt hatte. Wir gingen eine Weile gerade aus und verschwanden dann in einer Seitengasse. Ich überprüfte mein Vibromesser. Meine Männer verteilten sich in den Schatten und verschmolzen förmlich mit der Umgebung, auch ohne Tarnanzüge. „We rule the night.“, flüsterte ich grinsend und verschwand ebenfalls im Schatten.

Wenige Sekunden später betrat unsere Verfolgerin die Gasse. Sie sah sich um und ging weiter. Als sie an mir vorbei war, trat ich aus dem Schatten, meine Männer taten das Selbe. Nun war sie eingekreist, es gab kein entkommen mehr. Unsere Verfolgerin griff zu ihrem Gürtel und zog einen Miniblaster. Sehr mutig dachte ich, aber leider unnötig. Francis sprang und hatte sie zu Boden gerungen, bevor sie den Blaster überhaupt richtig ziehen konnte. Ich trat näher. „Hilfe!“, rief sie. Als sie bemerkte, dass niemand kommen würde, bot sie uns ihr Geld an. „Nein, wir sind nicht hinter Ihrem Geld her. Wir wollen wissen warum Sie uns verfolgen!“, sagte ich scharf. „Ich… Ich verfolge niemanden“ „Lügen Sie mich nicht an! Wir sind nicht auf den Kopf gefallen! Raus mit der Sprache!“ Francis riss ihr das Tuch vom Gesicht weg. Sieht aus las hätte sie richtig Angst. Das Gesicht ist etwas dreckig. Wahrscheinlich schon früh auf der Straße gelandet. Wirkt nicht sehr professionell. Sie sieht aber gar nicht mal so übel aus. Innerhalb von wenigen Sekunden hatte ich sie eingeschätzt. „Francis, lass sie los!“ Sofort stand der Scharfschütze auf und zog die Frau auf die Beine hoch. „Bitte tut mir nichts.“, flehte sie. Ich sah in die Runde. Oh ja, vor meinem Trupp konnte man wirklich Angst haben. Grimmige Soldaten. Ich musste Grinsen. „Wenn Sie uns sagen, was wir wissen wollen, lassen wir Sie laufen.“ Sie nickte. „Ein Gangsterboss namens Varilla behält euch im Auge.“, sie sah mich flehend an und wollte am liebsten weglaufen. „Hm… Einer von Varillas Leuten war doch unser Informant. Es könnte sich lohnen, dort vorbeizuschauen.“, meinte Razor. Ich sah das Mädchen, sie war vielleicht neunzehn Jahre alt, an. „Sie kommen mit uns! Vielleicht brauchen wir mehr Details.“ Ich konnte ihr ansehen, dass sie sich nicht darauf freute. In mir flammte aber Zuversicht auf, wir hatten eine heiße Spur. Varilla, mach dich schon mal auf was gefasst, dachte ich grinsend, als wir die Gasse verließen.
 
Alt 02.03.2011, 18:21   #10
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AW: [RP] Charaktergeschichte Jon Kursar

Teil Zwei: Besuch

Wir bereiteten uns in unserem Apartment vor. Das Mädchen, das wir dabeihatten und dessen Name anscheinend Mika Valraa war, hatte große Augen gemacht, als wir unsere Ausrüstung herausholten. Gewehre und Rüstungen, die denen der Sith und Republik das Wasser reichen konnten, aber dennoch ganz anderer Bauart waren. So besaßen unsere Helme nur ein Visier, das etwa bis zur Nasenspitze reichte und auf dem ein HUD eingeblendet wurde. Auf dem HUD hatten wir eine Freund-Feind-Anzeige, ein Fadenkreuz und eine Munitionsanzeige. Außerdem erhielten wir noch Beschusswarnungen. Die Rüstung sah nicht sehr stabil aus, da sie aus Stoff bestand. Dieser war jedoch extrem widerstandsfähig und an vielen Stellen noch durch Verbundstoffplatten verstärkt. Nur unser Gesicht war einigermaßen ungeschützt. Als ich meine Uniform anhatte griff ich mir den Waffengurt mit der M17 Projektilpistole und das M47 Sturmgewehr, beides waren Fabrikate der Mountains und außerhalb der Regimenter nur selten zu finden. „Was ist das für ein Zeug?“, fragte Mika und deutete auf eine Art Spraydose. „Kryospray. Fassen Sie das besser nicht an, ist ziemlich kalt.“ Ich schmunzelte. Langsam schien sie die Scheu vor uns zu verlieren. „Wie genau sieht das Hauptquartier von Varilla aus?“, fragte ich sie. Wir bekamen einen recht detaillierten Lageplan. Wenn dieser Gangster seinen Informanten so viele Informationen gab, war es ein Wunder, dass er noch lebte. „Sie bleiben besser hier. Es könnte gefährlich werden.“ Das Mädchen nickte schnell. Dann brachen wir auf. Die Ausrüstung war schwer und wir kamen nur langsam voran, da es in Coronet auch in der Nacht nicht gerade dunkel war.

Letztendlich erreichten wir Varillas Hauptquartier dann aber doch ungesehen. Wir machten einen großen Bogen um die Eingänge und machten uns lieber an einer fest verschlossenen Tür zu schaffen. Ich war schon gespannt wie er auf uns reagieren würde. Das Schloss war sicher mit einer Alarmanlage ausgestattet. „Cyber. Tür aufbrechen!“ Dieser nickte, zog eine Dose Kryospray aus einer Gürteltasche und sprühte die Tür damit ein. Nun reichte ein Tritt, um das gefrorene Metall zu zerbrechen. Das Schloss war noch genau da wo es hingehörte, also kein Alarm. Ich grinste. Wir waren wirklich gut. Langsam bewegten wir uns durch einige Räume, die bis auf eine schlafende Wache leer waren. Schließlich kamen wir in eine Halle. Einige Männer und Frauen standen an einem Tisch, einer davon war Varilla, die anderen waren seine Berater. „Varilla!“, rief ich. Alle sahen uns erstaunt an. Der Gangster rief nach den Wachen, welche auch gleich angelaufen kamen. „Was wollt ihr hier?“, fragte er. „Ich denke du weißt wo sich unser Informant Herr Kylian befindet. Wenn du es sagst sind wir wieder weg.“, entgegnete ich. „Warum sollte ich den Mountains helfen, ihr mischt euch immer wieder in meine Geschäfte ein!“ „Wenn du so weiter machst, wird es bald keine Geschäfte mehr geben. Du weißt, dass ich im Orbit einige Jagdbomber und hier am Boden noch einen ganzen Schützenzug habe!“ Ich sagte es mit so unbewegter Miene, dass man es wirklich hätte glauben können. Falls er entschied uns umzubringen, hatten wir tatsächlich ein Problem. Die Berater sahen sich unsicher gegenseitig an. Offenbar glaubten sie es. „Zuvor habe ich noch eine Frage. Ihr habt nicht zufällig etwas mit dem Verschwinden eines meiner Informanten zu tun?“, fragte er so kalt, dass ich sofort wusste, dass es mehr eine Feststellung als eine Frage war. Wahrscheinlich würde er Mika töten, weil sie versagt hatte. Na ja, darüber konnte ich ja auch noch später nachdenken. „Nein.“, erwiderte ich „Und jetzt beantworten Sie meine Frage!“ „Schon gut. Er hält sich hier in Coronet auf. Auf diesem Datapad ist Genaueres gespeichert. Er warf das flache Gerät. Ich fing es mit der linken Hand aus der Luft, sah es mir kurz an und steckte es dann ein. „Vergessen Sie eins nicht. Mischen Sie sich nie wieder in meine Geschäfte ein!“, drohte Varilla noch, aber ich wusste, dass er keinen offenen Konflikt mit den Mountains provozieren wollte. Wir gingen rückwärts dorthin, wo wir hergekommen waren und verließen das Gebäude. Nun konnte sich dieser Informant auf etwas gefasst machen. Wir würden seine Türe eintreten und ihn uns schnappen.

Innerhalb von zwei Stunden waren wir wieder bei unserem Unterschlupf. Die Tür hatten wir verschlossen, unter anderem auch damit Mika nicht einfach davonlaufen konnte. Ich schob meine Zugangskarte in das Gerät neben der Tür und diese glitt zu Seite auf. Mika sah mich erstaunt an. Sie hatte sich wohl an der Konsole im Inneren zu schaffen gemacht, aber es war ihr nicht gelungen aus dem Apartment zu flüchten. Jetzt trat sie rasch einige Schritte zurück und hob die Hände abwehrend vor ihr Gesicht. „Keine Angst! Ehrlich gesagt habe ich damit gerechnet, dass Sie versuchen würden zu entkommen.“, meinte ich ruhig. Sie ließ ihre Hände wieder sinken. „Wirklich?“ Ich nickte und betrat das Apartment. „Um genau zu sein bin ich davon ausgegangen. Gar nicht mal so schlecht. Rot und Grün, sage ich nur.“, meinte ich und deutete auf das Türschloss aus dem einige Kabel hingen. Ich winkte Cyber heran. „Sieh mal wie gut sie sich mit Technik auskennt, vielleicht könnten wir sie bei den Mountains brauchen, vielleicht beim 3rd. Würde allen helfen.“, flüsterte ich ihm zu. Der Hacker nickte, stellte sich Mika dann vor und brachte sie in den Ausrüstungsraum, wo wir auch einiges an Elektronik aufbewahrten. Ich sah mir inzwischen das Datapad genauer an. „Das ist gar nicht mal so weit.“, murmelte ich, als ich die Adresse las. „Razor, ich muss etwas persönliches erledigen. Du hast für ein paar Stunden das Kommando!“, teilte ich dem grimmig dreinschauenden Mann mit. Er nickte nur. Ich nahm die Panzerplatten aus meiner Uniform und legte Helm und Gewehr ab. Dann verließ ich das Apartment.
 
Alt 02.03.2011, 18:22   #11
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AW: [RP] Charaktergeschichte Jon Kursar

Teil Drei: Wiedersehen

Ich stand vor dem Haus am Stadtrand. Es war klein aber fein. Ein Zaun und etwas Rasen trennten es von der Straße, in einem Fenster brannte noch schwaches Licht. Na, dann wollen wir mal, dachte ich und ging zur Haustür. Ich drückte einen Knopf und wenig später meldete sich auf der anderen Seite der Sprechanlage eine eindeutig weibliche und verschlafene Stimme. „Wer ist da? Es ist schon spät, kommen Sie bitte morgen wieder!“, sagte sie. „Es wäre mir aber wichtig, wenn ich jetzt mit Ihnen reden könnte. Sehr wichtig sogar. Ich bin ein alter Bekannter.“, meinte ich schmunzelnd. „Na gut.“, meldete sich die weibliche Stimme nach kurzer Zeit wieder. Bald hörte ich Schritte und dann glitt die Tür zur Seite. Meine Halbschwester starrte mich an und erkannte erst nach einigen Augenblicken wer ich war. Plötzlich fiel sie mir in die Arme und rief meinen Namen. Ich umarmte sie und grinste. Als sie mich dann endlich wieder losgelassen hatte fragte ich: „ich störe doch nicht oder?“ „Ganz und gar nicht!“ Sie rannte wieder ins Haus und weckte meinen Vater und ihre Mutter. Mein Vater kam im Schlafanzug um eine Ecke, starrte mich kurz an und schloss mich anschließend in die Arme. Anschließend schüttelte Ich Joans Mutters Hand. Zu ihr hatte ich nie eine besonders gute Beziehung aufbauen können.

Wenig später saßen wir alle an einem Tisch und unterhielten uns über die guten alten Zeiten. Wir tranken etwas und anschließend setzte ich mich mit meinem Vater ins Wohnzimmer und wir sprachen über den Krieg. Ich erzählte ihm von meinen Freunden, von den Einsätzen und auch von tragischen Verlusten. Als ich zu Pillars Tot kam stiegen mir wieder Tränen in die Augen. Mein Vater sagte das Selbe, das auch meine Kameraden gesagt hatten: Ich hätte nichts tun können und Pillar hätte gewusst worauf er sich einließ. Ich suchte aber noch immer nach einer Möglichkeit, wie ich ihn hätte retten können. Es war mitten in der Nacht, aber niemand dachte auch nur ans Schlafen. Meine Schwester entführte mich noch in ihr Zimmer und stellte mir außergewöhnlich viele Fragen. Sie kannte bis jetzt nur die Holofilme vom Krieg. Dort waren immer Helden am Werk, die Verwundeten ertrugen ihre Schmerzen stumm, während sich ein gütiger Sanitäter um sie kümmerte. Die Wahrheit sah aber ganz anders aus. Ich hatte den wahren Krieg gesehen, war mitten drin gewesen. Ich hatte neben Kameraden in Schützengräben auf Ord Mantell gelegen während Artilleriegeschosse über uns explodierten und tödliche Splitter durch die Luft fetzen ließen. Ich hatte gute Freunde verloren, musste zusehen wie sie starben. Und ich hatte auch getötet, oft, viel zu oft. Bis ich Joan all diese Grausamkeiten klargemacht hatte, verging eine Weile. Ich wollte nicht, dass sie auf die dumme Idee kam, sich auch bei den Truppen zu melden, egal bei welchen. Meine Schwester in einer Schlacht, ich würde nie mehr ruhig schlafen können. Als ich ihr von Pillar kullerten mir einige Tränen über die Wangen. Sie schloss mich in die Arme und ich erzählte ihr alles von seinem Tod, ich wollte das einfach nur loswerden. Ich wollte weder vor meinem Vater, noch vor meinem Trupp als ein Offizier dastehen, der den Tod eines seiner Männer nicht verkraftet. Mir blieben also nur wenige Personen, an deren Schulter ich mich ausweinen konnte. Meine Wahl fiel eben auf Joan.

Schon bald hatte ich mich wieder gefasst und es wurde auch schon wieder hell. Ich machte meiner Schwester klar, dass ich wieder gehen musste, weil an diesem Tag ein Einsatz geplant war. Ich ließ mich von einem Lufttaxi zurück zum Apartment bringen, nur um festzustellen, dass Leute vom Corellianischen Sicherheitsdienst anwesend waren. Ich sah wie man zwei Leichen aus dem Gebäude trug und befürchtete schon das Schlimmste. Jedoch entdeckte ich meinen Trupp wenige Sekunden später, sie waren alle entwaffnet worden und wurden von Sicherheitsleuten bewacht. Wer waren dann die beiden Toten? Ich bezahlte den Fahrer, sprang aus dem Wagen und lief auf meine Männer zu. Ein Beamter wollte mich aufhalten, aber ich ignorierte ihn einfach. „Was ist hier los?“, verlangte ich zu wissen. „Sithagenten. Die wollten uns kaltmachen, aber wir haben sie erwischt!“, rief mir Cyber entgegen. „Bitte bleiben Sie zurück, hier wurden zwei Personen ermordet!“, forderte mich der Beamte auf. „Lieutenant Jon Kursar, 10th Mountains Regiment! Lassen Sie mich durch!“, fuhr ich ihn an. Er stieß mich zurück. Man sah es nicht kommen und man hörte es auch nicht, aber plötzlich schnitt ein langer roter Laserstrahl genau dort durch die Luft, wo sich Augenblicke zuvor noch mein Kopf befunden hatte. „Scheiße!“, rief ich und sprang hinter den nächsten Polizeiwagen. Weitere Strahlen schnitten durch die Luft und schickten mehrere Leute vom Sicherheitsdienst qualmend zu Boden. Mein Trupp und die übrigen Beamten suchten ebenfalls Deckung. „Wo kam das denn her?“, rief ich meinen Leuten zu. Als Antwort erhielt ich nur ein Kopfschütteln. Wir ziehen Blasterschüsse ja geradezu an, dachte ich. Und ich hatte nicht einmal eine Panzerung, nicht dass sie bei Scharschützengewehren etwas genutzt hätte. Ich spähte über den Wagen und konnte gerade noch sehen wie eine Gestallt das Dach eines eher niedrigen Gebäudes verließ.

„Der entwischt uns!“, rief Cyber und wollte schon aufspringen. „Unten bleiben!“, schrie ich. Es bestand ja die Möglichkeit, dass mehrere Scharfschützen auf den Dächern waren. Drei Minuten lang geschah nichts. Einige Beamte trauten sich wieder aus der Deckung. Mein Trupp stand wenig später auf. Vier Tote, ein Schwerverletzter, der wahrscheinlich nicht überleben würde. Warum hatte mich jemand töten wollen und viel wichtiger, wer? Sith, wer denn sonst? Ich trat auf den höchstrangigen Beamten zu. „Lassen Sie meine Männer frei und wir kümmern uns um diese Sith.“, schlug ich vor. Er war noch immer geschockt und stimmte zu.
 
Alt 01.08.2011, 08:27   #12
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AW: [RP] Charaktergeschichte Jon Kursar

Teil Vier: Zugriff

„Alle bereit?“, fragte ich. Wir fünf waren in unsere Kampfuniformen gehüllt, meine Männer nickten. Ich wandte mich Mika zu. „Sie gehen am besten zur Hangarbucht drei. Dort steht unser Transporter mit der Kennung Cargo 7-2. Sagen Sie dem Piloten einfach, Lieutenant Kursar schickt Sie!“, meinte ich. Mika nickte. „Jon, wir müssen los.“ Ich nickte Cyber zu und dann brachen wir auch schon auf. Eigentlich wäre mir ein Einsatz bei Nacht und Nebel lieber gewesen als am helllichten Tag, aber da konnte man jetzt nichts mehr machen. Wir stiegen in einen bereitgestellten Wagen und fuhren los.

Eine halbe Stunde später kamen wir an. Kein Zeichen von Sith. Das musste aber nicht heißen, dass keine anwesend waren. Wir hielten und sprangen aus dem Fahrzeug. Innerhalb von Sekunden verschwanden wir in dem Hochhaus. Ich sah auf das Datapad. Siebzehnter Stock. Wir entschieden uns für die Treppe, da wir in einem Fahrstuhl leichte Beute waren. Als wir endlich oben ankamen, war ich schon ziemlich erschöpft. „Ich werde zu alt für den Scheiß!“, zischte ich. „Du bis aber erst 23.“, meinte Cyber mit hochgezogener Augenbraue. Ich rollte nur mit den Augen und lief weiter. Eine Frau kam uns entgegen. Ich kannte die Spezies, der sie angehörte, nicht. Sie kreischte, als sie uns sah. Man konnte es ihr auch kaum übel nehmen. Wie oft sah man denn schon fünf schwer bewaffnete Männer durch ein Wohnhaus stürmen? Razor brachte sie mit einer Geste wieder zum Schweigen. „Da ist es!“, meinte ich und zeigte auf eine Tür. „Ein kleiner Raum, schnell zu sichern. Seid laut und böse! Razor, Tür aufmachen!“, rief ich. Der Sprengstoffexperte platzierte eine kleine Ladung am Türschloss und machte sie scharf, der Rest des Trupps – mich eingeschlossen – ging links und rechts in Deckung.

„Los!“, schrie ich. Die Tür flog mit einem lauten Krachen nach innen. Rauch füllte den Korridor und den Raum, den wir gerade stürmten. Mein Visier korrigierte die veränderten Bedingungen sofort und innerhalb weniger Augenblicke sah ich mit einer Mischung aus Infrarotsichtgerät, Nachtsichtgerät und meinen ganz normalen Augen.
Cyber stürmte in den Raum. Zwei Kinder und eine Frau schrien. Wir rückten weiter vor. „Auf den Boden! Los!“, schrie ich. Razor stieß einen etwa zehnjährigen Jungen zu Boden. Wate bewachte die Tür. Wir anderen teilten uns auf. Ich trat gegen die Tür. Sie flog auf. Ich hob mein Gewehr und die Zielperson sah direkt in den Lauf. Ich schrie ihn an. Cyber war gleich hinter mir. Kylian kam nicht freiwillig mit. Ich schlug zu, schmetterte ihm den Gewehrkolben gegen den Kopf. Er sackte zusammen. Wir schnappten ihn uns und schleiften ihn, von den Schreien seiner Familie begleitet, hinaus. Wir rannten mit ihm die Stufen hinunter und schließlich hinaus. Den Verräter fesselten wir und verstauten ihn dann im Gepäcksraum des Wagens. Cyber sprang auf den Fahrersitz, wartete bis alle eingestiegen waren und raste los.

„Sauber.“, meinte ich nach etwa einer Minute. Cyber bog ab und hielt wenig später an. In diesem Gebäude gab es einen Raum, den man uns extra für diese Mission bereitgestellt hatte. Wir nahmen Kylian mit, fesselten ihn in dem kleinen Raum an einen Stuhl. In einem Halbkreis standen wir vor ihm, als er das Bewusstsein wiedererlangte. „Was haben Sie den Sith alles gesagt?“, verlangte ich mit scharfer Stimme zu wissen. „Ich weiß nicht wovon Sie reden.“, versuchte er sich zu verteidigen. Ich schlug zu, mein gepanzerter Handschuh grub sich ihn seinen Bauch. Als ich wieder zurücktrat, übergab er sich. Ein weiterer Blick meinerseits genügte, um ihn zum Reden zu bringen. „Ich… Ich habe denen was von der Mission auf Ord Mantell erzählt, aber das… das war auch schon alles.“ „Erzählen Sie uns etwas Neues!“, schrie ich ihn an. „Ich habe denen doch nichts anderes gesagt.“, er zuckte zusammen, als ich mit der Faust ausholte. Der Schlag blieb jedoch aus. Stattdessen hielt ich Razor die offene Hand hin. „Dann gibt es wohl keinen Grund, Sie noch länger am Leben zu lassen.“, meinte ich ruhig und spürte das Gewicht, als mir der Sprengstoffexperte die Pistole in die Hand legte. Ich lud sie durch und zielte auf Kylian. „Warten Sie!“, rief er panisch. Ich ließ die Waffe ein wenig sinken. „Ich habe denen noch etwas von der bevorstehenden Mission auf Balmorra erzählt!“ Ich nickte Cyber zu und dieser verließ den Raum auch gleich. „Ist das alles?“, fragte ich scharf. „Vielleicht könnten Sie uns noch etwas über Ihre Kontakte erzählen!“, meine Waffe zeigte noch immer in seine Richtung. Er nickte schnell. „Ich weiß nicht viel über sie. Aber jeden zweiten Tag warten sie in Sarols Bar am Abend auf mich, die genaue Uhrzeit ist immer anders.“ „Wissen Sie noch etwas?“, fragte ich scharf. Er schüttelte den Kopf.
„Na gut. Danke für das Gespräch.“ Er wollte gerade etwas sagen, als meine Hand ruckte. Der Schuss hallte in dem Raum nach. Die Kugel durchschlug sein Brustbein und wahrscheinlich auch noch die Wirbelsäule. In der blutbespritzten Wand hinter ihm blieb sie stecken. Die Patronenhülse fiel zu Boden. Seine Augen weiteten sich noch kurz vor Schreck und dann sackte er auf dem Stuhl zusammen. Ich reichte Razor die Pistole, drehte mich um und ging. Alle bis auf den Sprengstoffexperten folgten mir. „Das Team auf Balmorra bricht seine Mission ab Sir.“, berichtete Cyber. Ich nickte. „Ausgezeichnet.“ Wir gingen ruhig die Stiegen hinunter. Nun schloss Razor zu uns auf. Im gesamten Gebäude begann eine Sirene zu heulen, der Feueralarm. Wir traten gerade ins Freie, als die Feuerwache eintraf. Ich blickte an der Fassade hoch. Aus einem Fenster schlugen Flammen. „Gute Arbeit Razor.“, stellte ich fest. Wir drängten uns an Schaulustigen vorbei und stiegen in unseren Wagen. „Zurück zum Unterschlupf! Morgen besuchen wir diese Sith!“, sagte ich. Cyber trat das Gaspedal durch und beschleunigte schnell.
 
Alt 01.08.2011, 23:52   #13
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AW: [RP] Charaktergeschichte Jon Kursar

Wirklich tolle geschichte.
Aber warum benutzt der am ende eine Projektilwaffe?
 
Alt 02.08.2011, 18:49   #14
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AW: [RP] Charaktergeschichte Jon Kursar

Danke erstmal für das Lob.
Das mit der Projektilwaffe vor allem deshalb, weil die 10th Mountains eine Eliteeinheit sind (vielleicht mit heutigem SAS oder so vergleichbar). Eine Projektilwaffe lässt sich nunmal viel besser unentdeckt abfeuern als ein Blaster. Außerdem schreibe ich gerade an einer Geschichte, die nicht im SW-Universum spielt, und ich möchte Jon so nah wie möglich an dieser Vorlage halten.
 
Alt 12.08.2011, 01:09   #15
Gast
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AW: [RP] Charaktergeschichte Jon Kursar

Teil Fünf: Sichtung

Noch am selben Abend begaben wir uns zur besagten Bar. Wir trugen Zivilkleidung, was mich störte, denn ich hasste es mich ungepanzert in Gefahr zu begeben. Ich hatte vor mich mit meinem Team umzusehen, vielleicht konnten wir ja sogar schon unsere Ziele ausmachen. Cyber hielt den Wagen vor dem Eingang an. Über der Tür hing ein schiefer Schriftzug aus Leuchtröhren. „Viel heruntergekommener könnte es aber auch nicht mehr sein. Sarols Bar, was für ein Drecksloch. Aussteigen Leute!", meinte ich. Mein Team sprang aus dem Wagen. „Sobald wir drinnen sind verhaltet ihr euch ganz normal. Verteilt euch, aber haltet Sichtkontakt!" Meine Männer nickten und dann betraten wir die Bar. Drinnen war es ziemlich dunkel, die Luft war Stickig und verraucht. Auf einem Bildschirm wurde ein Swooprennen gezeigt und weiter hinten konnte ich zwei Twi'lek Tänzerinnen erkennen. Hinter mir verteilte sich mein Team über den ganzen Raum, vorzugsweise begaben sie sich in Ecken, die noch dunkler waren als der restliche Raum. Ich hingegen ging an die Bar. Dort würde man einen Beobachter am wenigsten vermuten. Ich stellte mich neben eine Twi'lek und sah mich kurz im Raum um. Dann wandte ich mich der Frau neben mir zu. Bei den gegebenen Lichtverhältnissen konnte ich nicht einmal richtig erkennen, welche Farbe ihre Haut hatte. Ich vermisste meinen Helm jetzt schon. „Hey, darf ich dir nen Drink spendieren?", fragte ich. Sie sah mich an, als hätte ich irgendeine gräßliche Krankheit. „Wenn du dir unbedingt Ärger einhandeln willst.", meinte sie darauf. Als ich kurz nickte, schaute sie über ihre Schulter und winkte jemanden heran.

Noch bevor ich mich richtig umdrehen konnte knackte meine Nase und ich wurde von dem harten Schlag gegen den Tresen geschleudert. Ein brennender Schmerz fuhr durch mein Gesicht und ich schmeckte Blut im Mund. „Sithspucke!", zischte ich. Nun sah ich auf und sah im Dunkeln eine Gestalt vor mir. Ich dachte es war ein Zabrak, war mir aber nicht sicher. Langsam zog ich mich wieder am Tresen hoch. Der Zabrak war gar nicht viel größer als ich, sah jedoch um einiges bedrohlicher aus. Man musste aber auch sagen, dass ich damals zwar muskulös und durchtrainiert, aber keineswegs besonders robust gebaut aussah, was sich bis heute nicht wirklich geändert hat. Ich wischte mir über die Oberlippe und sah das Blut im schwachen Licht auf meinem Handrücken glänzen. Auf den nächsten Angriff würde ich vorbereitet sein. Und ich würde die Techniken einsetzen, die ich auf der SOAK (Special Operations Akademie) gelernt hatte.

Dem Schlag mit der rechten Hand, der wenig später auf mich zusauste, wich ich nach rechts aus, ebenso wie dem folgenden Schlag mit der linken. Obwohl mich das zweite Ausweichmanöver beinahe aus dem Gleichgewicht gebracht hatte, griff ich mit meiner linken nach dem Handgelenk meines Kontrahenten, während ich mit der rechten gegen seinen Ellbogen schlug und diesen mit einem grauenhaften Geräusch in die falsche Richtung durchdrückte. Der Zabrak schrie. Man konnte es ihm auch nicht verübeln, immerhin hatte ich ihn gerade ziemlich übel verletzt und er war bis vor wenigen Sekunden noch der festen Überzeugung gewesen, mich mit links fertigmachen zu können. Tja, er hatte sich getäuscht. Um genau zu sein hatte er einen 180 Grad Fehler begangen. Ich hätte ihn mit links fertigmachen können. Ein sanfter Schlag mit der linken Hand gegen seinen Kehlkopf hätte genügt, aber ich wollte ihn ja nicht töten.

Erst jetzt bemerkte ich, dass sich ein Kreis aus Schaulustigen um uns gesammelt hatte. Zwei meiner Männer waren dabei, sie hätten jederzeit eigreifen können, hatten aber keinen Grund gesehen ihre Tarnung aufzugeben. Ich würde sie später noch für ihr Verhalten loben müssen. Jetzt wanderte meine rechte zu meiner gebrochenen Nase. Ich biss die Zähne zusammen und richtete sie wieder einigermaßen gerade. Gerade so konnte ich einen Schmerzensschrei unterdrücken. Das würde sich Wate später noch ansehen müssen. Als wäre das alles nicht schon genug, kam jetzt auch noch jemand vom Sicherheitspersonal angelaufen. Er starrte mich an, dann den auf einen Barhocker gestützten Zabrak, dann ließ er seinen Blick durch die Runde schweifen, nur um am Ende wieder mich anzustarren. Er war ein kleiner breit gebauter Mann und wirkte kaum Respekteinflößend. Ich blickte an ihm vorbei zu Cyber, der noch immer seelenruhig an einem Tisch saß und etwas trank. Er kratzte sich mit zwei Fingern an der Nase und stützte dann den Kopf auf die Hände. Ein Finger schien unbewusst auf eine Tür zu deuten. Aha! Er hatte also zwei Verdächtige gesehen. Ich nickte leicht und er stand sofort auf und wir - hatten mehr Glück als ich mir hätte wünschen können. Ich tippt zweimal schnell an meine rechte Hüfte. Cyber sah an sich hinab und versteckte die Pistole schnell wieder unter seinem Hemd. Er nickte mir dankend zu und ging dann zügig hinaus. Glück hatten wir, weil alle mich anstarrten. Hätte ich nicht so viel Aufsehen erregt, hätte jeder gesehen, dass Cyber bewaffnet war und die Sith hätten sicher gewusst, dass etwas nicht stimmte. So aber bemerkte niemand, dass wir gefährlicher waren, als wir aussahen.

Endlich fand der Sicherheitsangestellte seine Sprache wieder. Ich werde Sie jetzt verhaften!", sagte er zu mir. Ich sah ihn kurz an, etwas ungläubig. „Ich muss heute noch wo hin, dieses Treffen kann ich nicht verschieben. Ich verspreche Ihnen, dass ich mich morgen beim Sicherheitsdienst melde.", meinte ich ruhig. Er sah mich an, starrte dann den Zabrak an und dann wieder mich. „Wenn Sie sich bis morgen Mittag nicht gemeldet haben, hole ich Verstärkung und dann suchen wir Sie. Und dann werden wir Sie auch finden!", drohte er mir. „Ja ja, bis bald.", sagte ich und ging hinaus.

Draußen wäre ich fast in Razor gerannt, da er sich in den Schatten versteckt hielt. „Die anderen sind da lang.", flüsterte er. Ich nickte und erkannte, dass er etwas in den Händen hielt. Ich erkannte nicht mehr als die Umrisse, aber die waren mir sehr vertraut. „Sag mal, wo hast du plötzlich ein M47 her? Hast du das die ganze Zeit in deinem Rucksack da mitgeschleppt?", verlangte ich zu wissen. Als Antwort erhielt ich nur ein breites Grinsen. „Ach, egal. Los jetzt!"

Wir liefen geduckt eine dunkle Gasse entlang und holten die anderen bald ein. Meine Nase fühlte sich schrecklich an und blutete auch noch, aber die Mission hatte Priorität. Nun konnte ich die beiden in dunkle Kutten gehüllten Personen sehen. Beide drehten sich plötzlich um, al hätten sie genau gewusst, dass wir da waren. Der Rechte, ein Mensch, grinste mich nur an und begann dann zu laufen, gefolgt von seinem Begleiter, einem Zabrak. Meine Männer beschleunigten ihre Schritte. „Nicht schießen, außer es ist notwendig!", befahl ich und lief los. Nach kurzer Zeit begann ich zu sprinten, aufgrund meines eher schmalen Körperbaus und dem vielen Trainings holte ich auf. Der Mensch warf mir einen Blick über die Schulter zu und sah auf einmal nicht mehr so überheblich aus. Ich griff nach der Pistole, nur um sicher zu sein. Ich hatte die beiden beinahe eingeholt. Ich hörte Cybers Stimme, die aber sehr entfernt klang: „Jon!" Ich grinste nur und zwang mich dazu noch schneller zu laufen.

Ich sah es weder kommen noch hatte ich irgendeine Möglichkeit mich darauf vorzubereiten, doch plötzlich schlug mir etwas mit brutaler Kraft ins Gesicht. Ich spürte nur einen kurzen Schmerz und dann war alles Schwarz.
 
Alt 12.08.2011, 10:23   #16
Gast
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AW: [RP] Charaktergeschichte Jon Kursar

Gute Geschichte schön weitermachen.
 
Alt 12.08.2011, 14:57   #17
Gast
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AW: [RP] Charaktergeschichte Jon Kursar

Von mir auch, und danke für die Antwort.
 
Alt 16.08.2011, 08:26   #18
Gast
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AW: [RP] Charaktergeschichte Jon Kursar

Danke, danke.
Arbeite schon am nächsten Teil. Mein PC hat bei der deinstallation eines Programms leider sämtliche Ordner am Desktop gleich mit gelöscht, ja auch den Ordner mit der Geschichte. Könnte deshalb ein bisschen bis zum nächsten Teil dauern.
 
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